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Antwort auf "Handelsblatt": 102 Piraten für ein neues Urheberrecht

DPADie Piratenpartei will das Urheberrecht abschaffen? Von wegen: In einem offenen Brief plädiert sie für eine Reform, nicht für einen Verzicht auf die Rechte von Urhebern. Kritiker hatten gewarnt, das "geistige Eigentum" sei durch die Partei in Gefahr.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...826475,00.html
  1. #100

    Zitat von xRGBx Beitrag anzeigen
    Wenn ich ein Spiel kaufe habe ich auch das Recht es weiterzuverkaufen.
    Anderslautende Vereinbarungen in der eula, agb oder wie auch immer, sind (in Deutschland) nichtig, da mir als Käufer diese Vereinbarungen nicht VOR Kauf vorgelegt wurden, sondern erst bei der Installation.
    Das Verbot des Weiterverkaufs wäre auch unrechtmäßig, wenn Sie es vor dem Kauf vorgelegt bekämen.

    Es gibt einen ganz wesentlichen Unterschied zwischen einem Sackkauf und einem Rechtskauf. Sie können Eigentum nur an Sachen erwerben, und dieses Eigentum gehört dann Ihnen. Ein wesentlicher Aspekt des Eigentums ist, dass Sie es weiter verkaufen können. Dieses Recht kann Ihnen niemand vorenthalten.

    Wenn Sie im Internet eine Software downloaden, dann kaufen Sie keine Sache, sondern erwerben nur ein Recht. Nur da greift dann ein Lizenzvertrag. Da gibt's also nix, was Sie weiter verkaufen könnten.

    Bei den genannten Computerspielen handelt es sich offenkundig um eine Mischform. Einerseits erwirbt der Käufer Eigentum an CD, Handbuch usw, und das darf er natürlich auch weiter verkaufen. Er schließt aber auch einen Vertrag mit dem Verkäufer/Hersteller, der ihm den Zugnag zu einer Netzgemeinde gewährt. Dieses Recht ist offenkundig nicht an das Eigentum an der Spiele-CD gebunden. Und deshalb kann der Spielekäufer dieses Recht nicht weiter verkaufen. Der Gebrauchtkäufre hat keinerlei Vertrag mit dem Hersteller bzw dem durch den Hersteller legitimierten Händler, so dass er kein Recht auf Zugang zu der Netzgemeinde hat.
  2. #101

    Zitat von bugmenot1984 Beitrag anzeigen
    ist es nicht.
    es bedarf eindeutiger, praktikabler regeln, die sich an den heutigen und zukuenftigen bedingungen und gesellschaft orientiren.
    Zum Glück haben wie in Deutschland genau so ein Recht schon: das UrhG.
  3. #102

    So wird

    Zitat von syracusa Beitrag anzeigen
    Sie wollen's wohl nicht kapieren: selbstverständlich lässt sich das, was Sie als Eigentum erworben haben, problemlos und ganz legal weiter verkaufen.

    Sie wollen aber mehr: Sie wollen ein immaterielles Recht, das der Hersteller nur dem Erstkäufer einräumt, ebenfalls weiter geben. Das können Sie nicht, weil Sie über so ein Recht gar nicht verfügen.

    Selbsr schuld, wenn Sie sich in so merkwürdige Rechtslagen einkaufen. Mit dem Urheberrecht hat das jedenfalls nix zu tun. Kaufen Sie sich halt ein Monopoly-Brettspiel. Da sind die Eigentumsverhältnisse klar.
    es in vielen Fällen auch enden. Einfach den Kauf solcher Konstruktionen verweigern.
  4. #103

    Zitat von Bob Andrews Beitrag anzeigen
    Hallo? Es ging doch gerade darum, was wäre, wenn man das Urheberrecht abschaffen würde.
    Dann würde Ihnen Ihr Haus gleich nach der Fertigstellung nicht mehr gehören.

    1. Dem Erbschaftsteuergesetz unterliegen sie in jedem Fall. Wie die Freibeträge geregelt sind, ist eine ganz andere Frage.
    Nein, ist es nicht. Und auch Urheberrechtserben sind nicht gänzlich von der Erbschaftssteuer befreit. Bloß liegen i.d.R. keine derartigen Summen vor, die auch nur annähernd in die Nähe der Freibeträge kommt.

    2. Auch die Erben eines Hauses müssen auf die damit erzielten Einkommen (z.B. Mieteinnahmen) Einkommensteuer bezahlen und zwar ZUSÄTZLICH zur Erbschaftsteuer.
    Falls überhaupt Erbschaftssteuer fällig wird.

    Merke: Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.
    Dann merken Sie sich das doch mal endlich.
  5. #104

    [Polemik an]
    Ich bin dafür, das Urheberrecht in eine Urheberpflicht umzuwandeln, nämlich die Pflicht, bei Angriff auf den guten Geschmack bzw. Aussondern von geistigem oder ästhetischem Sondermüll Schadensersatz zu leisten bzw. Schmerzensgeld zu zahlen. Ich bin auch dafür, Urheber/Künstler allein nach tatsächlichem Arbeitsaufwand zu bezahlen (Gehalt, Stundenlohn, Werkvertrag, oder so ähnlich). Einfach digital guttenbergen und auch noch dafür zu kassieren, ist ja wohl 'ne Frechheit.
    [Polemik aus]

    Was ich immer nicht verstehe ist, dass die Urheber/Künstler/etc. sich zwar über Ausbeutung beklagen, aber sich nicht zusammentun und eine eigene Verwertungsgesellschaft mit für sie akzeptablen Bedingungen/Renditen gründen, also ihr "Ding" selbst vermarkten und Ausbeutungsmodellen damit den Garaus machen. Offenbar bevorzugen sie gesicherte ökonomische Erniedrigung und reduzierte Selbstbestimmtheit.
  6. #105

    Zu Computerspielen: Ja, die CD und die Hülle können Sie gerne weiterverkaufen. Das ist möglich und legal. Aber: Viele Spiele funktionieren nur auf einem Account. Eine Umschreibung auf einen anderen Account ist kompliziert, ja fast unmöglich. Manche Spiele kann man nur mit einem Internetzugang spielen und Hersteller (EA) versuchen, dem Spieler einen Spion unterzuschieben, der den PC durchsucht. Windows Live nervt beim Spielen mit aufploppenden Meldungen und ist nutzerunfreundlich.

    Das Autobeispiel ist da nicht verkehrt: Weiterverkaufen dürfen Sie das Auto, der nächste könnte es rein theoretisch auch fahren, nimmt aber doppelt und dreifache Mühe auf sich, damit das Auto auch auf seinen Fingerabdruck registriert wird. Bei einigen Herstellern geht es quasi gar nicht.

    Zur "legalen Kopie". Die Privatkopie ist legal. Die Privatkopie ist auch schon längere Zeit legal. Sie beinhaltet auch das Recht, CDs für eine bestimmte Anzahl an Freunden und Bekannten, weiterzukopieren. Nicht-kommerziell versteht sich.
    Die Kopie eines urheberrechtlich geschützen Films - wenn sie ausnahmsweise mal möglich ist - dürfte aber nicht einmal digital in der Familie weitergegeben werden, in dem man sie in einer geschlossenen Community hochlädt.

    Es geht nicht (!) darum, dass jemand seine Privatkopie - Betonung: PRIVATKOPIE =! Kopie - bei Megaupload hochläd und dann für alle zugänglich macht. Sondern überhaupt die Erlaubnis, dies hochzuladen, um die neu gekaufte CD auch mit der Oma teilen zu können, die 200km entfernt sitzt und doch so gerne Rammstein hört.
    Im Grunde genommen ist das eine Anpassung des Rechts auf Privatkopie an die heutigen Methoden.
  7. #106

    Zitat von Bob Andrews Beitrag anzeigen
    An dem hat er ja dann kein Urheberrecht mehr. Also passt Ihr Vergleich nicht.
    Wie jetzt? Als Urheber hat man kein Urheberrecht?
  8. #107

    Tauschbörse

    Zitat von ManBearPig Beitrag anzeigen
    Ganz ehrlich, ich kann ja noch verstehen, dass man sich das ein oder andere Stück im Internet runterlädt, aber warum man geschützte Werke im Internet anbietet kann ich nicht nachvollziehen.
    Alles, was man über eine Tauschbörse (daher der Name) herunterlädt, bietet man auch an (mindestens für die Zeit des Downloads bis man die Datei aus dem PeerToPeer-Zugriff entfernt).
  9. #108

    Gibt es eigentlich, ausser nebulösem Geschwurbel, auch klare, eindeutige Statements von den "Piraten", wie denn genau dieses "neue Urheberrecht" dann aussehen soll? Darüber, wie das Geld dann auch wirklich zum Künstler kommen soll? Wer kontrolliert das? Wer steht dafür gerade, wenn da etwas unsauber läuft?

    Das alles klingt nach ganz tollen Pippi-Langstrumpf-Ideen ála "Hurra, wir schaffen einfach das Geld ab und bezahlen nur noch mit Schokolade!!"
  10. #109

    Zitat von Bob Andrews Beitrag anzeigen
    Das ist falsch, denn die Kopie einer Kopie wäre ja keine rechtmäßige Kopie.
    Laut den Wahlkampfparolen der Piraten aber schon.
    Woran würde man denn die Kopie einer Kopie erkennen?








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