AFPEr ist eine gesuchte Rarität, zumal im Zeitalter des iKults: Am Freitag kommender Woche kommt beim Auktionshaus Sotheby's der erste Apple-Computer unter den Hammer. Vom Rechner I gibt es gerade einmal noch sechs funktionsfähige Modelle.
http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...837900,00.html
da greifen Sie zu kurz. Das Ding ist weit jenseits vom iKult von technikgeschichtlicher Bedeutung. Einfach als erstes Modell eines wichtigen Herstellers. Auch ein Xerox Altohat Sammlerwert, wenn Sie noch ein verkohltes Orignalrelais der Z3 auftreiben wird es auch teuer. Der zeitgenössische iKult-Push mag helfen, das Ding war aber schon technisches Kulturgut, als es Apple gar nicht gut ging.
Ich habe zwischen 1972 und 1985 ausschliesslich an sogenannten Grossrechners gearbeitet (der kleinste Typ war DEC-System10, hart an der unteren Grenze zu den Minis), anschliessend an VAXen, DECstations und sun-Workstations und erst Anfang der 1990er ernsthaft mit PCs zu tun bekommen.
Ich lasse mal alles, was Lochstreifen und Lochkarten betrifft weg, obwohl zumindest Lochkarten auch im wissenschaftlichen Umfeld Mitte bis Ende der 1970er Jahre vereinzelt im Einsatz waren (z.B. Daten für metereologische Auswertungen, Rohdaten für Statistikauswertungen mittels SPSS, etc.).
Die überwiegende Schnittstelle zu Computern waren damals Fernschreiber jeder Art und auch die kleineren kompakten Geräte mit Thermopapier - welches immer wieder Freude verursachte, wenn jemand seine Protokolle in der Sonne leigen liess ;-)
Die damaligen Datensichtgeräte waren - freundlich gesagt - eher unhandlich und, wie wir erst später erfuhren, bis Mitte der 1970er Jahre noch "reinste Röntgenapparate". Ich kann mich noch gut an die Telefunken SIG100 erinnern, die im Sommer so richtig Freude gemacht haben, da sie allein 2000 Watt in Wärme umsetzten - je Gerät!
Nach Mitte der 1970er Jahre verdrängten allerdings die Terminals, also Bildröhren mit Tastatur, zunehmend die Fernschreiber. Diese Geräte waren allerdings fast ausnahmslos Zeichenorientiert und für Kommandozeileneingabe, respektive zeichenorientierte Menues (beispielsweise mittels IBM-(I)SPF programmiert) geeignet. Die sehr teuren Grafikstationen (mir fällt diesbezüglich nur noch der Name "Tectronix" ein) waren für das Arbeiten mit Vektorgrafiken geeignet.
Für den Heimcomputer damaliger Prägung wurden oft Fernseher als Aufgabegeräte benutzt.
1976 Hatte man meistens noch KEINEN Monitor sondern ein
Drucker Terminal
also
"Teletype"
wo die Ausgabe über Papier erfolgte.
Das sieht dann ungefähr so aus:
teletype - Google-Suche
Apple hat nie PCs hergestellt, so hießen die später die IBM-kompatiblen Rechner. Und Apple hat auch nicht den ersten Mikrocomputer (mit "herkömmlicher Tastatur und Monitor", was immer da sein mag) auf den Markt gebracht. Ich habe bereits 1974 in der Schule an einer Wang 2100 (kein Schrank) gearbeitet. Wenn es Vorreiter gab, dann heißen diese Rank Xerox und Atari.
Dann sind Sie mir doch noch 1 Generation voraus,
denn 1972 habe ich noch an meinem
LOGIKUS.info
gearbeitet (Der steht auf dem Dachboden und wartet auf ein Gebot. Muss aber recht hoch sein.).
PDP, VAX und Alpha kamen ja erst später, obwohl
kernighan ritchie - Google-Suche
haben ja schon Anfang der 70er C erfunden, um Unix auf die PDP portieren zu können.
Wenigstens habe die Äppel einen BSD Unterbau und eine bash.
Sogar auf meinem N900 Smartphone läuft vi im xterm mit der bash.