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Antibiotika: Bodenbakterien geben Resistenzen weiter

RCAVS / Washington University / NIDCDIm Boden leben Bakterien, die mit Antibiotika nicht kaputt zu kriegen sind - und offenbar geben die Mikroorganismen ihre Resistenzgene an krankmachende Erreger weiter. Das unterstützt die Ausbreitung gefährlicher Keime.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...853001,00.html
  1. #1

    Die Massentierhaltung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Boden leben Bakterien, die mit Antibiotika nicht kaputt zu kriegen sind - und offenbar geben die Mikroorganismen ihre Resistenzgene an krankmachende Erreger weiter. Das unterstützt die Ausbreitung gefährlicher Keime.

    Bodenbakterien geben Antibiotika-Resistenzen weiter - SPIEGEL ONLINE
    hat das Antibiotika Problem verursacht,
    also soll die Massentierhaltung für Fleisch auch gute Biofaulgasanlagen für ihre Antibiotika Gülle finanzieren!

    Der Stall soll -im perfekten Zustand - eine "geschlossene Veranstaltung" werden.Samt Regenwasser und Futtermittel von Außen.Antibiotika gehört da nicht hin.

    Es sollte per Gesetz vorgeschreiben werden,das tierische Abfälle zusammen mit Biomüll zu Biofaul (Methan) per Mirco Anlage auf jeden Hof "verarbeitet" werden soll.
    Denn mit Biofaulgas Anlagen werden Keime auf natürliche Art vernichtet.

    Volle Mwst 19% auf Fleisch:
    Außerdem sollte eine Verbrauchssteuer auf Fleisch erhoben werden,das Verbraucher und Hersteller wissen,das Fleisch etwas besonders ist!
  2. #2

    Wahnsinnig kompliziert

    An wen denn können die Bakterien im Boden etwas weitergeben ? Sie sind da hingeschissen worden, von Menschen und Tieren, die vermutlich mit Antibiotika behandelt wurden.
  3. #3

    Das stinkt ja zum Himmel! - - ja, das ist Gülle.

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    An wen denn können die Bakterien im Boden etwas weitergeben ?
    "...und offenbar geben die Mikroorganismen ihre Resistenzgene an krankmachende Erreger weiter. Das unterstützt die Ausbreitung gefährlicher Keime."

    Steht im Fettdruck ganz oben.
    Direkt unter der Überschrift.

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Sie sind da hingeschissen worden, von Menschen und Tieren, die vermutlich mit Antibiotika behandelt wurden.
    Nicht vermutlich. Ganz sicher!
    Antibiotika werden im Tierstall aus dem Zentnersack mit der Schaufel gegeben!

    Und nicht nur Resistenzgene in den Bakterien können Ärger machen.

    Die unverdauten Antibiotika können z.B. in Pflanzen einwandern:
    "Antibiotika aus der Tierhaltung werden nach der Ausbringung von Gülle auf Felder von Nutzpflanzen aufgenommen und können somit in die Nahrung gelangen.
    Prof. Dr. Manfred Grote; „Infolge zunehmender Risiken durch Antibiotika-Resistenzen sind diese Ergebnisse von besonderer Bedeutung.“"

    - Homepage
    - Chemiker beweisen erstmals, dass Nutzpflanzen Antibiotika aus gllegedngten Bden aufnehmen

    Das ist die Rache der Exkremente.
    Mit sauberem Mineraldünger passiert so etwas nicht!
  4. #4

    unsere Behörden

    waren vor der Globalisierung Organe der Allgemeinheit, die zu ihrem Schutz von ihr bezahlt wurden. heute sind sie Zähmungsorgane von Bruxelles gegen das Volk geworden. angeblich wird Gülle nur als Dünger gesehen, was drin steckt, will jeder vollkommen unkritisch wissen. das gigantische Mengen von gelösten Stoffen, mitunter Antibiotika und sonstige Arzneimittel-Rückstände, sie als Bombe für den Boden und Wasserwirtschaft veruntstaltet, interessiert das Gesundheitsministerium NRW nicht! der Ärger mit den E.U. Kommissaren, die die Position der Holländer stärker, hat für ihn höhere Wertstellung! auch will man an die Gülle der Holländer für die Biogasanlagen herankommen. Möchte gern wissen, wie es überhaupt mit den Arzneimittelrückständen in einer Biogas-Anlage aussieht, die 4000 Tonne Gülle, also verunreinigten Flüssigmüll jährlich verdaut! und wo geht hinterher die Restflüssigkeit hin?
  5. #5

    Düngung

    Zitat von cassandros Beitrag anzeigen
    Und nicht nur Resistenzgene in den Bakterien können Ärger machen.

    Die unverdauten Antibiotika können z.B. in Pflanzen einwandern:
    [I]"Antibiotika aus der Tierhaltung werden nach der Ausbringung von Gülle auf Felder von Nutzpflanzen aufgenommen und können somit in die Nahrung gelangen.
    Das ist durchaus nachvollziehbar. Allerdings bekommen wir Antibiotika über das Fleisch in weit größeren Mengen frank und frei geliefert.

    Hier ging es um Resistenzen. Und Bakterien mit Resistenzen werden in Tier und Mensch gebildet, wenn sie oft genug Antibiotika kriegen. Die Kernfrage ist doch, wie ein Bakterium im Boden in den Menschen gelangen sollte. Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht über die Pflanze. Die Osmose würde das gesichert verhindern.

    Gülle ist im Übrigen ein exzellenter Dünger, und man braucht sie nicht kaufen. An ihrer Vernichtung könnte man sich allerdings dumm und dusselig verdienen.
  6. #6

    Bauernschläue

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Das ist durchaus nachvollziehbar. Allerdings bekommen wir Antibiotika über das Fleisch in weit größeren Mengen frank und frei geliefert.
    Ungewollt und unerwünscht.
    Da gehören die so wenig hinein wie in den Ackerboden.

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Hier ging es um Resistenzen. Und Bakterien mit Resistenzen werden in Tier und Mensch gebildet, wenn sie oft genug Antibiotika kriegen.
    Ja. Das hängt zusammen.

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Die Kernfrage ist doch, wie ein Bakterium im Boden in den Menschen gelangen sollte.
    Dafür gibt es viele Wege.
    Weiterhin besteht die Gefahr, daß funktionelle Resistenzgene, die zumindest von Plasmiden beherbergt werden, durch horizontalen Gentransfer in andere Bakterien gelangen. Die Antibiotika in der Jauche = Gülle bildet den notwendigen Selektionsdruck, um diese Merkmale zu erhalten und zu fördern.
    Mit solchen Eigenschaften behaftete Bakterien haften z.B. dem Gemüse an. Selbst im abgekochten Zustand bleiben die Gene erhalten und können in die körpereigenen Bakterien gelangen.
    Kreislauf geschlossen.

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Die Osmose würde das gesichert verhindern.
    Mit Osmose hat das alles nichts zu tun.

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Gülle ist im Übrigen ein exzellenter Dünger, und man braucht sie nicht kaufen.
    Sie ist vor allem ein exzellenter Überdünger. Durch die Überdüngung gelangt der Schmutz in Grundwasser.
    Der Bauer muss sie nicht kaufen, weil sie Abfall ist. Den darf er skandalöserweise auf dem Acker verklappen.
    Menschliche Exkremente müssen in die Kläranlage und dürfen nicht einfach in die Landschaft gekippt werden.

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    An ihrer Vernichtung könnte man sich allerdings dumm und dusselig verdienen.
    Nur, wenn man die Bauern zu einer ordnungsgemäßen, umweltverträglichen Entsorgung zwingen würde.
    Tut man aber nicht.
  7. #7

    Nachtrag

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen

    Gülle ist im Übrigen ein exzellenter Dünger,
    Das ist im übrigen ein verbreiteter Irrtum!
    In den Exkrementen ist sehr wenig, was eine Pflanze überhaupt verwerten kann!
    Erst die Bodenbakterien müssen die organische Substanz in der "Kacke" in mineralische (!) Stoffe umwandeln. Nur solche kann eine Pflanze mit der Wurzel aufnehmen.
    Und wenn es regnet, bevor die Bakterien ihr Werk verrichtet hat, gelangt ein Haufen Dreck tief in den Boden und dann in Grundwasser.
    Bei den phantastischen Mengen, die regelmäßig auf die Felder gekippt werden, kommen im übrigen die Bakterien gar nicht nach. Noch ein Problem!
    Denn es geht bei der Gülleverklappung gar nicht in erster Linie um Pflanzendüngung, sondern um eine kostenlose großflächige Müllentsorgung.
  8. #8

    genveränderte Kartoffel mit Antibiotikaresistenz

    Wen wundert´s !? Wenn z.B. der genveränderten Kartoffel "Amflora" ein Antibiotika-Restistenz-Gen mitgegeben wird. Soll das sich im Boden in Luft auflösen?
    Bei Bedenken gegen den Anbau wird argumentiert, dass diese Kartoffel ja nur zur Stärkeherstellung angebaut wird/wurde . Meist wird nicht erwähnt, dass sie auch als Futtermittel zugelassen ist und richtig trennen läßt sich das alles ohnehin nicht. Außerdem weiß jeder, der einmal Kartoffel angebaut hat, dass immer Kartoffel im Boden verbleiben, die bei der Ernte übersehen werden. Diese treiben im nächsten Jahr erneut. Lässt sich das kontrollieren?
    Weitere Bedenken sind unter stern.de zu sehen und zu googlen: "Amflora trägt eine Antibiotika-Resistenz in sich. Und diese könnte sich, wenn Amflora gegessen wird, auf Bakterien des Magen-Darm-Trakts übertragen. Die Mikroorganismen würden dann ebenfalls unempfindlich gegen die Antibiotika Kanamycin und Neomycin werden. Beide Medikamente werden von der Weltgesundheitsorganisation als sehr wichtige Antibiotika eingestuft. Kanamycin kommt zum Beispiel bei der Bekämpfung von Tuberkulose zum Einsatz. Dass die Resistenzen von der Knolle übertragen werden, ist zwar ein geringes Risiko - aber trotzdem vorhanden."
    Guten Appetit!!!
  9. #9

    Wenn die Antwort in den sternen.de steht

    Zitat von anioccoc Beitrag anzeigen
    Weitere Bedenken sind unter stern.de zu sehen und zu googlen: ...
    Weitere Bedenken ergeben sich aus der Verwendung von Quellen wie "stern.de" und "gurgeln"!

    Zitat von anioccoc Beitrag anzeigen
    "Amflora trägt eine Antibiotika-Resistenz in sich. Und diese könnte sich, wenn Amflora gegessen wird, auf Bakterien des Magen-Darm-Trakts übertragen. ...
    Was sehr unwahrscheinlich ist.
    Du kennst ja den Unterschied zwischen einem ORF eines Resistenzgens unter der Kontrolle eines eukaryontischen Promotors und einem nativen Resistenzgen auf einem durch Konjugation transmissiblen Plasmids.

    Zitat von anioccoc Beitrag anzeigen
    Die Mikroorganismen würden dann ebenfalls unempfindlich gegen die Antibiotika Kanamycin und Neomycin werden. Beide Medikamente werden von der Weltgesundheitsorganisation als sehr wichtige Antibiotika eingestuft. Kanamycin kommt zum Beispiel bei der Bekämpfung von Tuberkulose zum Einsatz. ...
    "Die antimikrobielle Therapie war eine wesentliche Maßnahme bei der Kontrolle der Tuberkulose. ... die wirkliche Revolution in der Tuberkulosebehandlung kam jedoch mit der Entdeckung des Isonicotinsäurehydrazids ..Dieses Medikament, das spezifisch für Mycobakterien ist, ....
    Die Behandlung einer Tuberkulose umfasst tägliche Dosen von Isoniazid und Rifampin über einen Zeitraum von 2 Monaten, gefolgt von zweiwöchigen Dosen für einen Gesamtzeitraum von 9 Monaten, ..."

    Zitat aus dem Lehrbuch: Brock Mikrobiologie, neueste Auflage.

    Von Kanamycin oder Neomycin ist nirgendwo die Rede.


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