Anti-Piraten-Mission: Bundestag weitet "Atalanta"-Mandat aus

dapdDeutsche Soldaten dürfen künftig somalische Piraten auch an Land bekämpfen. Der Bundestag hat die Ausweitung des Mandats für die EU-Mission "Atalanta" beschlossen - allerdings gegen die Stimmen der Opposition. SPD, Linke und Grüne sehen den Einsatz als zu gefährlich an.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...832501,00.html
  1. #1

    Gut so

    Es ist nicht zu verstehen, dass Piraten zwar auf See verfolgt werden können - aber in die Uferzone sicher sind.
    Falls dieser Beschluss eine Wirkung zeigt werden vielleicht auch die Söldner wieder nach Hause geschickt, die Reedereien derzeit engagieren.
  2. #2

    Landkampfzone 2 km

    Da von einem effizienten und robusten Anitpirateneinsatz zu reden, ist lächerlich. Schon wieder werden völlig kontraproduktive Selbstfesselungen im Mandat verankert.

    Die Piraten sind dann also nach 2 km hinter dem Strand in völliger Sicherheit. Mich würde interessieren, wer für diese blödsinnigen Vorschriften bei der NATO-Planung zuständig ist. Sind etwa Lady Gaga und Paris Hilton mittlerweile im Generalstab federführend?
  3. #3

    Kein Wunder,...

    ...dass sie ihren Wahlfrust an Piraten auslassen wollen - Grünen und SPD ist militärisch ja schlecht beizukommen.
  4. #4

    Nee, falsch!

    Zitat von Centurio X Beitrag anzeigen
    Da von einem effizienten und robusten Anitpirateneinsatz zu reden, ist lächerlich. Schon wieder werden völlig kontraproduktive Selbstfesselungen im Mandat verankert.

    Die Piraten sind dann also nach 2 km hinter dem Strand in völliger Sicherheit. Mich würde interessieren, wer für diese blödsinnigen Vorschriften bei der NATO-Planung zuständig ist. Sind etwa Lady Gaga und Paris Hilton mittlerweile im Generalstab federführend?
    Die Damen überschreiten bei Weitem die für solche Entscheidungen zulässige Intelligenz. Siehe den Afghanistan-Schwachfug. Mit gefesselten Händen und Füßen an den Gegner. Toll! Nichts dazu gelernt?
    Die Bundeswehrsoldaten sollten den Damen und Herren empfehlen, ihren Blödsinn selbst durchzuführen. Dann können sie sich mit eigenen Augen vom "Erfolg" überzeugen. Eine Wirkung hat diese Maßnahme allerdings: die Piraten und alle die noch denkfähig sind, lachen sich schlapp.
    Man kann allerdings auch wütend über diese unfähige Blase werden!
  5. #5

    Eine richtige Mandatserweiterung

    Endlich besteht die Möglichkeit, Piraten und insbesondere auch deren Boote bereits in der Uferzone zu bekämpfen und nicht erst zu warten, bis diese Verbrecher auf hoher See die nächste Aktion gegen die Handelsschifffahrt durchführen können.
    Das Mandat sieht dafür klare Regeln vor. Die von der Opposition geäußerten Bedenken sind nicht schlüssig. Der Einsatz von Kräften am Boden ist auf den Notfall beschränkt. Hier von einer Hintertür für gezielte Operationen an Land zu sprechen ist fadenscheinig. Jede noch so kleine Aktion in allen Einsatzgebieten wird durch die zuständigen Gremien des Bundestages gemonitort. Die parlamentarische Kontrolle ist jederzeit gewahrt.
    Hier wird wieder unterstellt, dass sich das BMVg und seine Truppen unter der Missachtung des vorgegeben politischen Rahmen verselbständigen könnten. Das glauben die Bedenkenträger doch mit Sicherheit selbst nicht. Mir scheint es vielmehr um die Einleitung einer grundsätzlichen politischen Kurskorrektur zu gehen, auch vor dem Hintergrund der kurz- und mittelfristig anstehenden Wahlen. Der von Herrn Erler eingeforderte parteiübergreifende Konsens wurde, wenn er überhaupt als immer notwendig betrachtet wird, von der Opposition aufgegeben. Es wäre fahrlässig, den Einsatzkräften vor Ort wegen dieser politischen Konsensforderung die notwendigen Handlungsoptionen vorzuenthalten.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutsche Soldaten dürfen künftig somalische Piraten auch an Land bekämpfen. Der Bundestag hat die Ausweitung des Mandats für die EU-Mission "Atalanta" beschlossen - allerdings gegen die Stimmen der Opposition. SPD, Linke und Grüne sehen den Einsatz als zu gefährlich an.

    Mission Atalanta: Bundestag weitet Mandat für Anti-Piraten-Mission aus - SPIEGEL ONLINE
    es wird hier der eindruck erweckt bisher habe es verfolgungen von piraten gegeben die dann dummerweise abgebrochen werden mussten als die piraten den rettenden strand erreicht hatten.

    das ist nicht zutreffend, es gab solche verfolgungen bisher nicht.

    die regierung sollte mal ehrlich sein (ja ich weiss, das wird wohl ein wunsch bleiben) und zugeben was sich bisher abgespielt hat:
    schiffe der deutschen marine haben aufgegriffene piraten mit lunchpaketen versorgt (religiös korrekte versteht sich) und die piraten dann an land gebracht.

    diese bisherige praxis lässt nicht wirklich den verdacht aufkommen man würde nun den piraten an land irgend etwas antun.
    das man lunchpakete per heli abwirft ist vorstellbar, mehr wohl nicht.
  7. #7

    Kein Titel.

    Zitat von fj62sch Beitrag anzeigen
    Endlich besteht die Möglichkeit, Piraten und insbesondere auch deren Boote bereits in der Uferzone zu bekämpfen und nicht erst zu warten, bis diese Verbrecher auf hoher See die nächste Aktion gegen die Handelsschifffahrt durchführen können. ...
    Sie wissen schon, dass die Deutsche Marine keine geeigneten Hubschrauber hat, um Ziele am Strand zu bekämpfen? Wenn man Mandate erweitert, sollte man auch sicherstellen, dass man die entsprechende Ausrüstung zur Erfüllung derselben zur Verfügung stellt.

    Die Mandatserweiterung wird höchstens das niederländische und französische Kontingent betreffen.
  8. #8

    Zitat von fj62sch Beitrag anzeigen
    Endlich besteht die Möglichkeit, Piraten und insbesondere auch deren Boote bereits in der Uferzone zu bekämpfen und nicht erst zu warten, bis diese Verbrecher auf hoher See die nächste Aktion gegen die Handelsschifffahrt durchführen können.
    Das Mandat sieht dafür klare Regeln vor. Die von der Opposition geäußerten Bedenken sind nicht schlüssig. Der Einsatz von Kräften am Boden ist auf den Notfall beschränkt. Hier von einer Hintertür für gezielte Operationen an Land zu sprechen ist fadenscheinig. Jede noch so kleine Aktion in allen Einsatzgebieten wird durch die zuständigen Gremien des Bundestages gemonitort. Die parlamentarische Kontrolle ist jederzeit gewahrt.
    Hier wird wieder unterstellt, dass sich das BMVg und seine Truppen unter der Missachtung des vorgegeben politischen Rahmen verselbständigen könnten. Das glauben die Bedenkenträger doch mit Sicherheit selbst nicht. Mir scheint es vielmehr um die Einleitung einer grundsätzlichen politischen Kurskorrektur zu gehen, auch vor dem Hintergrund der kurz- und mittelfristig anstehenden Wahlen. Der von Herrn Erler eingeforderte parteiübergreifende Konsens wurde, wenn er überhaupt als immer notwendig betrachtet wird, von der Opposition aufgegeben. Es wäre fahrlässig, den Einsatzkräften vor Ort wegen dieser politischen Konsensforderung die notwendigen Handlungsoptionen vorzuenthalten.

    Wer nach parteiübergreifendem Konsens ruft hat das Spiel Regierung-Opposition nicht so recht verinnerlicht. Welchen Sinn hat denn sonst das Mehrparteiensystem, wenn sich alle einig sein sollen. ;-)
    Ansonsten hat die Erweiterung des Mandats eine sinnvolle Komponente, kann man doch präventiv die Piratenboote an Land schon zerstören und muß nicht erst warten bis sie auf See ihr Unwesen treiben können.
  9. #9

    GottSeiDank

    Endlich kann auch "da unten" ordentlich an Land zurückgeschossen werden, mit einem robusten Mandat. Nachdem wir uns endlich auf eine deutsche Söldner... äh Freiwilligenarmee geeinigt haben, müssen wir uns auch daran gewöhnen, das unsere tapferen deutschen Recken ordentlich zurückballern, wo Kanzler(in),Volk und Vaterland es anordnen, genug Erfolge haben wir ja schon in Afg. gesammelt, wo unsere Helden bald mit stolzgeschwellter Brust...
    den Schwanz einziehen und die Geige einpacken können.
    Aber wenigstens ist die Kohle ordentlich zum Schornstein rausgeblasen worden.