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Anti-Piraten-Einsatz: Neues Bundeswehr-Mandat erlaubt Luftangriffe in Somalia

dapdDie Bundesregierung will deutschen Soldaten mit einem neuen Mandat erlauben, künftig Luftangriffe auf Piratenbanden in Somalia zu fliegen - bis zu zwei Kilometer landeinwärts. Bodeneinsätze sind laut dem Entwurf verboten. Trotzdem will die Opposition nicht zustimmen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...828060,00.html
  1. #30

    Zitat von moev Beitrag anzeigen
    Sollte sich also eigentlich mit ca. 50 Kriegsschiffen (je 30km Geschützreichweite, also 30km links und rechts vom Schiff abgedeck) überwachen lassen. Brauch man nur nen Artilleriebeobachter raus schicken, der lenkt dann das Feuer des nächsten Schiffes.
    "Make love, not war"
    http://www.youtube.com/watch?v=1crzZyL5cSw
  2. #31

    Luftangriffe - Womit?

    Womit gedenkt die deutsche Marine denn die "Piraten-Camps" anzugreifen? Mit Wasserspritzpistolen und Soft Airs?
    Die Helikopter der Marine haben keine Angriffswaffen gegen Landziele an Bord, nur bestenfalls die Infanterieausrüstung und ein Maschinengewehr.
    Damit kann man nicht wahnsinnig viel Schaden anrichten, und die Piraten schießen den Helis mit ihren AK-47 und eigenen Maschinengewehren Löcher in den Rumpf.

    Sinnvoller wäre eine Bombardierung durch Tornado-Jagdbomber, aber das erschien unserem Bundestag wohl mal wieder zu "heavy"...
    Den Marine-Piloten, der sich so ein Ritt zutraut möchte ich sehen, dem gebe ich auch einen aus.
  3. #32

    Geschütze?

    Zitat von moev Beitrag anzeigen
    Sollte sich also eigentlich mit ca. 50 Kriegsschiffen (je 30km Geschützreichweite, also 30km links und rechts vom Schiff abgedeck) überwachen lassen. Brauch man nur nen Artilleriebeobachter raus schicken, der lenkt dann das Feuer des nächsten Schiffes.
    Bedauerlicherweise verfügen wir aber nicht mehr über Kriegsschiffe mit entsprechenden Geschützen. Das größte was die Bundesmarine hat sind die Fregatten der Sachsen-Klasse, und deren größtes Geschütz ist eine Kanone mit Kaliber 76mm. Zum Vergleich: ein Kampfpanzer Leopard II hat eine Kanone Kaliber 120mm!

    Die Hauptbewaffnung der Kriegsschiffe besteht heute aus wenigen und vor allem sündhaft teuren Lenkflugkörpern, und die sind für die Bekämpfung von Weich- und Flächenzielen nicht konzipiert.

    Für die Bekämpfung der Piraten und ihrer Infrastruktur wären Schiffe und Flugzeuge auf dem technischen Niveau des 2. Weltkriegs (ergänzt durch moderne Aufklärungs- und Kommunikationsmittel) ausreichend und viel kostengünstiger. Ein Küstenbombardement mit 28cm-Geschützen wäre effektiver + billiger als ein Hubschraubereinsatz und vor allem für die eigenen Soldaten völlig risikolos.
  4. #33

    Zitat von moev Beitrag anzeigen
    Das ist nicht die Doktrin der Marktwirtschaft das ist das internationale Seerecht nach dem Somolia nichts außerhalb seiner Hoheitsgewässer mit zöllen zu belegen hat.
    Nach dem allg. Seevölkerrecht und insb. dem Seerechtsübereinkommen, das auch Somalia als souveräner Staat unterzeichnet hat, dürfen von durchfahrenden Schiffen keine Zölle erhoben werden!

    Auch nicht bei Durchfahrt der Hoheitsgewässer, was an sich eh jedes Handelsschiff versucht zu vermeiden.
  5. #34

    Kriegsgeil?

    Zitat von Jan2607 Beitrag anzeigen
    Sinnvoller wäre eine Bombardierung durch Tornado-Jagdbomber, aber das erschien unserem Bundestag wohl mal wieder zu "heavy"...
    Den Marine-Piloten, der sich so ein Ritt zutraut möchte ich sehen, dem gebe ich auch einen aus.
    Dann melden Sie sich freiwillig!
    SAZ 12 sollte ausreichen, ein gewisses Mindestmaß an Intelligenz und Verantwortungsbewußtsein ist auch ganz hilfreich!
  6. #35

    ...

    Zitat von Jan2607 Beitrag anzeigen
    Womit gedenkt die deutsche Marine denn die "Piraten-Camps" anzugreifen? Mit Wasserspritzpistolen und Soft Airs?
    Die Helikopter der Marine haben keine Angriffswaffen gegen Landziele an Bord, nur.....
    Die sollen sich mal für ein paar Tag so'n A-10 Warzenschwein ausleihen. Damit kann man es den Piratennestern schon recht gut besorgen. Nur einen kleinen Feldflugplatz muss man sich vorher schaffen!
  7. #36

    Flagge?

    Zitat von Cotti Beitrag anzeigen
    "Piraten" in Somalia sollte man aus der Luft ganz einfach erkennen können: jeder der ein Boot hat - denn Fischerei ist in dieser Region längst nicht mehr möglich. Wer sich überhaupt nur 2 km an den Strand heran traut, kann ja nur ein "Pirat" sein - also "Feuer frei!".
    Die Piraten sollten einfach gezwungen werden, eine Totenkopfflagge hissen zu müssen. Dann könnte man sie ganz einfach von gewöhnlichen Fischerbooten unterscheiden.
  8. #37

    Lend&Lease

    Zitat von otto_iii Beitrag anzeigen
    Bedauerlicherweise verfügen wir aber nicht mehr über Kriegsschiffe mit entsprechenden Geschützen. Das größte was die Bundesmarine hat sind die Fregatten der Sachsen-Klasse, und deren größtes Geschütz ist eine Kanone mit Kaliber 76mm. Zum Vergleich: ein Kampfpanzer Leopard II hat eine Kanone Kaliber 120mm!

    Die Hauptbewaffnung der Kriegsschiffe besteht heute aus wenigen und vor allem sündhaft teuren Lenkflugkörpern, und die sind für die Bekämpfung von Weich- und Flächenzielen nicht konzipiert.

    Für die Bekämpfung der Piraten und ihrer Infrastruktur wären Schiffe und Flugzeuge auf dem technischen Niveau des 2. Weltkriegs (ergänzt durch moderne Aufklärungs- und Kommunikationsmittel) ausreichend und viel kostengünstiger. Ein Küstenbombardement mit 28cm-Geschützen wäre effektiver + billiger als ein Hubschraubereinsatz und vor allem für die eigenen Soldaten völlig risikolos.
    Also die Amis haben immer noch ihre großen Schlachtschiffe, die wurden zwar eingemottet aber die kann man sich bestimmt ausleihen.
    Was die Piratenschiffe angeht reichen 20mm Autokanonen, die sollten in der Lage sein die Schnellboote und gekaperten Mutterschiffe zu versenken.
    Die Ängste das Helikopter abgeschossen werden sind eher unbegründet da man diesmal keine Truppen absetzen muss, sondern nur Ziele im Überflug angreifen muss.
  9. #38

    Zitat von review Beitrag anzeigen
    In denen steht aber immer was von Gewässern und vor der Küste, insbesondere wird in allen auf die Souveränität von Somalia hingewiesen.
    Es heißt in der Resolution des Sicherheitsrates 1851, dass er

    "beschließt, dass die Staaten und die Regionalorganisationen, die bei der Bekämpfung der Seeräuberei und der bewaffneten Raubüberfälle auf See vor der Küste Somalias zusammenarbeiten und deren Namen dem Generalsekretär von der Übergangs-Bundesregierung vorab notifiziert wurden, für einen Zeitraum von 12 Monaten ab dem Datum der Verabschiedung der Resolution 1846 ermächtigt sind,

    in Somalia alle erforderlichen und geeigneten Maßnahmen
    zu ergreifen, um seeräuberische Handlungen und bewaffnete Raubüberfälle auf See gemäß dem Ersuchen der Übergangs-Bundesregierung zu bekämpfen, wobei alle auf Grund dieser Emächtigung ergriffenen Maßnahmen im Einklang mit dem anwendbaren humanitären Völkerrecht und den internationalen Menschenrechtsnormen stehen müssen "


    Es wird auch ausdrücklich erwähnt, dass die Staaten - in Abstimmung mit der somalischen Übergangsregierung - vorgehen sollen,

    "insbesondere indem sie im Einklang mit dieser Resolution, der Resolution 1846 (2008) und dem Völkerrecht Marinefahrzeuge und ilitärluftfahrzeuge entsenden sowie Boote, Schiffe, Waffen und ähnliches Gerät, die bei der Begehung von Seeräuberei und bewaffneten Raubüberfällen auf See vor der Küste Somalias verwendet werden oder für deren Verwendung es einen hinreichend begründeten Verdacht gibt, beschlagnahmen und beseitigen"
  10. #39

    Zitat von WinstonSmith. Beitrag anzeigen
    Es heißt in der Resolution des Sicherheitsrates 1851, dass er


    in Somalia alle erforderlichen und geeigneten Maßnahmen
    zu ergreifen, um seeräuberische Handlungen und bewaffnete Raubüberfälle auf See gemäß dem Ersuchen der Übergangs-Bundesregierung zu bekämpfen,

    1. Auf See
    2. In Abstimmung mit der Uebergangsregierung von Somalia.








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