Aha! Und ich dachte bisher immer, dass sei eh klar, da erst der Beginn der Zivilisation und des Ackerbaus den Fleischkonsum reduzierte ..
CorbisVegetarismus gab es wohl auch in der Urzeit kaum: Ein etwa anderthalb Millionen Jahre alter Kinderschädel aus der Wiege der Menschheit scheint regelmäßigen Fleischkonsum zu belegen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-859965.html
Aha! Und ich dachte bisher immer, dass sei eh klar, da erst der Beginn der Zivilisation und des Ackerbaus den Fleischkonsum reduzierte ..
"Offenbar sei das Essen von Fleisch schon so weit verbreitet gewesen, dass der Mangel zu Blutarmut führte, schließen die Forscher."
Na gott sei Dank ist die Notwendigkeit des Fleischessens danach rapide wieder gesunken.
Da wure also *ein* Kinderkörper gefunden. Das ist dann natürlich ein klarer Indiz für die Ernährungsgewohnheiten aller Zeitgenossen. Ist klar. Vitamin B-Mängel können viele Ursachen haben, dass die Schlussfolgerung "Der Mensch hat schon immer *regelmäßig* Fleisch gegessen" heisst, ist eine Beleidigung für jeden denkenden Menschen.
Der Erfolg der Spezies Homo Sapiens beruht massgeblich auf seiner Fähigkeit sich ein breites Nahrungsangebot zu erschliessen.
Es gibt daher keinen Grund anzunehmen dass Fleisch irgendwann nicht zum Speiseplan des Menschen gehört haben könnte.
Dass man das überhaupt in Zweifel zieht hat idelogische Gründe.
Irgend wie ist für mich die Info nicht neu und daher auch nicht überraschend.
Wenn man sich die Evolution des Menschen anschaut sowie den Körperbau (Gebiss, Verdauungstrakt, etc.) ist es eigentlich klar, dass wir von der Evolution her Omnivoren sind und schon immer waren.
Mag ja sein, dass das nicht ins Weltbild einiger Menschen in der heutigen Zeit passt, und sicher ist es aus kulturellen Gründen auch möglich, gesund auf Fleisch zu verzichten, aber rein biologisch sind wir schon darauf angewiesen, tierische Produkte zu verarbeiten.
Und wenn das Kind anno dazumal fleisch-Mangelerscheinungen hatte, kann man auch davon ausgehen, dass andere tierische Eiweiße fehlten (Milchprodukte, Eier, etc.)
Die Anthropologie ist leider eine sehr spekulative Wissenschaft. Da werden Fossilienfunde (meist nur Fragmente), in den menschlichen Stammbaum eingefügt, ohne wirkliche Erkenntnisse über das Verwandschaftsverhältnis zu besitzen.
Ob es sich dabei um einen Vorfahren des Menschen handelt oder 'nur' um eine andere Hominidenart, die inzwischen ausgestorben ist, kann kein Anthropologe mit Sicherheit sagen.
Bis vor ~ 2 Mio. Jahren gab es, nach Erkenntnissen der Genetiker, wohl noch Einkreuzungen unserer Vorfahren mit den Vorfahren der heutigen Schimpansen.
Ob man bei einem 1,5 Mio Jahre alten Fossil, tatsächlich schon von Menschen sprechen sollte?