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Ansgar Heveling: CDU-Hinterbänkler trollt die Netzgemeinde

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Ansgar Hevling hat es geschafft: Mit einem Gastbeitrag fürs "Handelsblatt" hat er sich zum Gespött gemacht. Heveling greift darin die "Netzgemeinde" an und warnt vor dem Untergang unserer Gesellschaft, in höchst eigentümlichen Sprachbildern. Das Netz witzelt zurück.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...812249,00.html
  1. #390

    ja genau so ist das auch

    Zitat von SunSailor Beitrag anzeigen
    Eben das ist ein Fehlglauben. Ohne Marketing geht es nicht und das ist schon anhand der schieren Anzahl von Beiträgen auf YouTube eigentlich logisch. Konkrete Zahlen dazu habe ich bzgl. des Apple AppStores, wonach erst die Präsenz in ganz bestimmten Reviews und dem AppStore Feature (Ungeachtet der Qualität übrigens!) überhaupt signifikante Verkäufe generieren kann. Und diese Auswahl unterliegt weniger einer Qualitätsauswahl, als das es häufig einfach mal in die Feature-Themen passt. Und hier ist das Angebot viel überschaubarer als bei YouTube. Es redet sich halt leicht, wenn man sowas mal gehört hat, aber noch nie gemacht hat. Und genau das ist wieder die Krux, wir haben mal wieder 80 Millionen Kellerproduzenten die sowieso alles viel besser können und durchblicken, als jene, die tagtäglich damit ihre Brötchen verdienen müssen oder wollen.
    Diejeinigen, die sich nicht auskennen, sitzen leider in den Plattenfirmen, deshalb geht es dort ja auch bergab. Man muss sich die Typen ja nur anschauen, dann wird einem schon schlecht. Wenn man Glück hat, sind es Gebrauchtwagenhändler wie Thomas Stein, wenn man Pech hat, sind es Möchtgerngangster wie L.A. Reid, die würden doch in keiner seriösen Branche einen Job bekommen.
  2. #391

    Zitat von DerBlicker Beitrag anzeigen
    Allein das mit dem Kopierschutz ist verfassungswidrig, weil ein Eingriff ins Eigentums des CD Käufers,der das Recht hat,seine CD zu kopieren so oft er will.
    Sie haben mit dem Erwerb einer CD nicht das Recht beliebig viele Kopien zu machen, sondern nur eine Anzahl die im Rahmen der Privatkopie liegt. Soweit ich weiß wird dies in der Rechtssprechung so bei 7 Stück angesehen...
  3. #392

    nein ganz leicht

    Zitat von funnybone71 Beitrag anzeigen
    Au man, wie konnt ich nur das übersehen...
    Dann machen die ganzen Firmen die Kohle dafür nehmen einen "zufälligen" Hype zu generieren, "klicks" zu besorgen etc. ja gar keinen Sinn?! Virales Marketing ist ja auch nur Nächstenliebe... Zufällig entdeckt zu werden ist harte Arbeit (und ggf. sehr teuer)
    Justin Bieber, ich halte nicht viel von ihm, wurde so entdeckt, Geld hatte der keins, aber nachdem er bei Youtube ein Star war, wurde er gerne untter Vertrag genommen. Times are changing, das ist das Problem! Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit, so sieht es aus!
  4. #393

    Zitat von SunSailor Beitrag anzeigen
    Meine Güte - willst oder kannst Du es nicht verstehen, dass Du auf einem total falschen Dampfer fährst? Es wurde hier schon einige mal mit einigem juristischem Sachverstand erklärt. Woher beziehst Du Deine Informationen? Kannst Du das mit irgendwas belegen? Eine Lizenz kann und ist genauso normalen Kaufrecht untergeordnet, wie alles andere auch (Kaufvertrag (Deutschland)). Bei einer CD kommt hierbei das Urheberrecht zutragen, dass eben nicht übertragbar ist (Nutzungsrecht). Daraus resultiert die Sondersituation bei *allen* Medienprodukten. Und da geschieht genau das, Du kaufst das eingeschränkte Nutzungsrecht an den Daten auf der CD (Letztere kaufst Du auch physisch). Ich lasse mich da gerne eines besseren belehren -
    Nutzungsrechte kann man nicht kaufen,die kann man nur lizensieren. Nur Sachen kann man kaufen, siehe §433BGB. Also, wer lag jetzt nochmal falsch mit dem Kaufvertrag? Lizenzverträgen muss man erst zustimmen, siehe Softwarelizenzverträge, das geht eben nicht konkludent an der Kasse.
  5. #394

    das Problem liegt doch woanders

    Zitat von mixolydisch Beitrag anzeigen
    Ich glaube aber auch nicht, dass man beim Kauf einer CD, automatisch die Rechte über die Musik mitgekauft hat. Ich glaube nicht, dass Sie sagen können: die Musik gehört jetzt mir, und ich vervielfältige sie jetzt so viel ich will und verkaufe sie. Inwiefern Sie das dürfen, hat hman2 schon beschrieben – ich glaube da hat er einfach Recht. Würde mir als Künstler auch stinken - das CDs zu teuer sind ist eine andere Diskussion.
    Es ist offensichtlich, dass man gar keine Musik kaufen kann, sondern dass man sie nur lizenzieren kann, dann muss aber auch ein Lizenzvertrag abgeschlossen werden, so wie das bei itunes ja auch der Fall ist, da muss man auch erst den Lizenzbestimmungen zustimmen, bevor man die Musik "einkaufen" kann. Im Laden wird beim CD Kauf aber kein solcher Vertrag abgeschlossen, also hat der CD Produzent mir gegenüber auch keine Ansprüche nach dem Verkauf der CD.
  6. #395

    das ist beim CD Kauf anders

    Zitat von sample-d Beitrag anzeigen
    Sie haben mit dem Erwerb einer CD nicht das Recht beliebig viele Kopien zu machen, sondern nur eine Anzahl die im Rahmen der Privatkopie liegt. Soweit ich weiß wird dies in der Rechtssprechung so bei 7 Stück angesehen...
    §433BGB sagt glasklar, dass der Verkäufer die Ware frei von rechten Dritter liefern muss, ich also über die Ware frei verfügen können muss, dazu gehört auch das Kopieren.
  7. #396

    Auch da irren Sie!

    Zitat von funnybone71 Beitrag anzeigen
    Falsch! Es trifft die Mittelschicht der Musiker am meisten. Diejenigen, bei denen es auf der Kippe steht, ob sie von der Mischkalkulation leben können, oder aufgeben müssen um in einen Angestellten-Job zu gehen (Das sind die meisten in Deutschland)
    Da liegt leider der Irrtum, der viele auch uneinsichtig sein lässt.

    Abgesehen davon empfinde ich es bereits als äusserst Respektlos den Künstler danach zu bewerten ob er es verdient von Ihnen bezahlt zu werden, oder nicht. Wer konsumiert bezahlt, wer konsumiert wird, wird bezahlt.
    Ich konsumiere auch tagtäglich Luft oder lese am Wochenende die Zeitung vom Nachbarn, dafür zahle ich auch nichts.
  8. #397

    Zitat von fordp Beitrag anzeigen
    sie wiederlegen sich ja selber..
    deswegen hab ich es bis eben eigentlich auch gelassen darauf zu antworten.
  9. #398

    keine Rechtfertigung

    Zitat von SunSailor Beitrag anzeigen
    Ah ja, es ist verfassungswidrig und im BGB geregelt... Mehr müsste man da glaube gar nicht mehr sagen... Im übrigen ist ein Artikel von Verfassungsrang - als ich studiert habe, fand man die noch ausschließlich im Grundgesetzt... - immer nur eine Abwängungsschranke zwischen unterschiedlichen Interessen. Gerade das BGB wiederum kann aber durch untergeordnete Gesetze relativiert werden und das ist gegenwärtig der Fall. Und kann auch problemlos in die eine wie die andere Richtung geändert werden, die aktuelle Rechtslage ist da nämlich auch nur ein Kompromiss zwischen Interessenslagen.
    Der Wunsch von Musikern, mehr Geld zu verdienen kann aber niemals Eingriffe ins Eigentumsrecht von CD Käufern rechtfertigen. Abwägen kann man nur Rechte gleichen Ranges, das Eigentum ist nach Art 14 GG geschützt, Geldgier der Musiker und Plattenfirmen ist im Grundgesetz nicht geschützt.
  10. #399

    Sie

    Zitat von DerBlicker Beitrag anzeigen
    Der Wunsch von Musikern, mehr Geld zu verdienen kann aber niemals Eingriffe ins Eigentumsrecht von CD Käufern rechtfertigen. Abwägen kann man nur Rechte gleichen Ranges, das Eigentum ist nach Art 14 GG geschützt, Geldgier der Musiker und Plattenfirmen ist im Grundgesetz nicht geschützt.
    basteln sich da ja ein hübsches neues Eigentumsrecht zusammen. Diebstahlschutz mal andersrum. Interessant.








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