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Anschlagsserie: Dutzende Tote bei Bombenexplosionen im Irak
REUTERSBei einer Serie von Anschlägen im Irak sind Dutzende Menschen getötet worden, mehr als 70 wurden verletzt. Allein in Bagdad und Umgebung detonierten neun Bomben. In der Stadt Tadschi zündete ein Attentäter noch einen Sprengsatz, als die Rettungskräfte zur Unglücksstelle geeilt waren.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...845829,00.html
- #1 23.07.2012 09:41 von
Wenn man soetwas verstehen will, muss man nur die richtigen Informationen haben. Zum Verständnis notwendig ist beispielsweise die Kairoer Erklärung der Menschrechte, wie sie 1990 von den Mitgliedern der Organisation der Islamischen Konferenz verfasst wurde und deren Analyse durch die Internationale Gesellschaft für Menschrechte. Nach der Lektüre weiß man dann, dass die Täter sich nicht als solche verstehen, sondern stets als Diener!
- #2 23.07.2012 09:47 von
Die Iraker schauen bestimmt voller Zuneigung und Liebe im Herzen über den Atlantik zu unserem moralischen Leuchtfeuer dieses Jahrtausends um den Befreiern ihres Heimatlandes aufrichtig zu danken.
SpOn kann jetzt schon einmal die beiden oberen Nachrichtenpositionen für die Irak und Syrien Nachrichten reservieren, sollte Assad zurückgetreten werden. Wer wirklich glaubt, dass dieses multi-konfessionelle Land danach friedlich zusammenlebt, sollte endlich in der Realität ankommen. Syrien wird ähnliche Gewaltakte erleben, wie Irak nach dem Einmarsch der Amerikaner.
Es ist erschreckend wie wenig unsere Politiker und ihre Vordenker über das Schicksal der Minderheiten nachdenken und gedankenlos einen Sturz Assads propagieren und fördern, obwohl mit großer Wahrscheinlichkeit die Christen und Alawiten dafür einen enormen Blutzoll zahlen müssen.
Wer in geo-politischen Dimensionen denkt, ignoriert das Leid der einzelnen Menschen. Hauptsache es gelingt den Amerikaner die Vorherrschaft über den kompletten Nahen Osten und Eurasien zu erlangen... - #3 23.07.2012 09:47 von
Äh... Zitat
Zitat aus dem SPIEGEL-Artikel:
"Der Irak befindet sich derzeit in einer schweren politischen Krise, die von konfessionellen Spannungen geprägt ist."
Zitat aus einem Artikel der "Süddeutschen" von heute zu den Bombenanschlägen im Irak:
"Der Irak befindet sich derzeit in einer schweren politischen Krise, die von konfessionellen Spannungen geprägt ist."
Die Lage im Irak ist unübersichtlich, die Brutalität maßlos - aber eines muss man sich dabei deutlich vor Augen halten:
"Der Irak befindet sich derzeit in einer schweren politischen Krise, die von konfessionellen Spannungen geprägt ist." (Äh... Zitat) - #4 23.07.2012 09:52 von
"Diener" einer höheren Macht?
Und der Mensch scheint einfach nicht im stande, aus den Fehelern seiner Geshcichte zu lernen.
Im Namen einer höheren, nichtbewiesenen aber allmächtigen Existenz kann man seinen Schöpfungsgenossen ganz ohne schlechtes Gewissen umbringen. Wie praktisch!
Aber:
Bevor hier wieder das übliche Gerede über den Paarlauf von Islam und Gewalt losgeht nur eins zum Thema "Glaubensbrüder":
Es ist noch nicht lange her, das brachten sich in und um Belfast Christen gegenseitig um, weil der jeweils andere den "falschen" christlichen Glauben hatte...
Ein hoch auf den Frieden, den monotheistische Religionen der Welt gebracht haben! - #5 23.07.2012 10:03 von
Wunderbares Beispiel für die "journaistische Arbeit" in der heutigen Zeit:
https://www.google.de/search?q=%22De...-a&channel=rcs
141 Treffer für dieses Zitat! :
Spiegel
Zeit
n24
rp online
süddeutsche
standard
und, und und...
Wie wäre es, wenn wir die Zeitungen und Nachrichtensender gleich abschaffen, und uns nur noch ein Abo bei fdi/Reuters/AFP/dapd einrichten? Hier ginge doch keine Pluralität verloren, sondern nur der gespielte Schein derselben. - #6 23.07.2012 10:15 von
Statistik
Mich würde mal interessieren wie viele Iraker unter Saddam ums Leben kamen oder flüchteten, und wie viele es sind seitdem er nicht mehr am Ruder ist.
Oder ist dieses Wissen politisch nicht korrekt? - #7 23.07.2012 10:23 von
Nein, isses nicht.
Das erinnert mich an ein Video, das vor kurzem wieder einmal Furore machte. Ein ZDF-"Reporter" in der Türkei "berichtete", daß ihm dieses Video zugespielt worden sei. Es könne die Quelle leider nicht verifizieren, man bekommt ja schließlich soooooviel zugespielt etc. pp. Das hinderte ihn aber dennoch nicht, es zu zeigen, und zu kommentieren.
Zu sehen waren dann Uniformierte, die mit langen Peitschen mit Nägeln an den Enden auf Gefangene einschlugen. "Schaut her! So brutal ist das Assad-Regime!" war die Botschaft. Wohlgemerkt im vollen Wissen um die völlig ungeklärte Herkunft des "Beweises"!
Später kam heraus, daß dieses Video 5 Jahre alt war, und die paradiesischen Zustände im von den USA befreiten Irak dokumentierte... - #8 23.07.2012 10:24 von
Richtig, in Nordirland brachten sich Christen zweier Konfessionen gegenseitig um. Der Unterschied aber ist, dass das keinesfalls von den beiden Kirchen mitgetragen wurde!
Die Gemengelange in der arabisch-persischen Welt ist aber eine ganz andere. Lesen Sie mal die Kairoer Erklärung.
Da steht wörtlich drin, dass die "islamischen Umma [Gemeinschaft], die von Gott als die beste Nation geschaffen wurde"..."der Menschheit eine universale und wohlausgewogene Zivilisation gebracht hat, in der zwischen dem Leben hier auf Erden und dem im Jenseits Harmonie besteht und in der Wissen mit Glauben einhergeht". Und weiter heißt es dort im ersten Absatz, "sie [die Mitglieder der Organisation der islamischen Konferenz] betonen die Rolle, die diese Umma bei der Führung der durch Konkurrenzstreben und Ideologien verwirrten Menschheit und bei der Lösung der ständigen Probleme dieser materialistischen Zivilisation übernehmen sollte".
Mit anderen Worten, diese göttliche Gemeinschaft schließt alle Menschen und sie ist überall auch durchzusetzen - letztlich auch in Europa!
Und nichts Anderes passierte jetzt im Irak: Schiititen (unterstützt vom Iran) gegen Sunniten (unterstützt von SaudiArabien) und umgekehrt und beide zusammen gegen die Ungläubigen, denn beide Strömungen "glauben, daß die grundlegenden Rechte und Freiheiten im Islam ein integraler Bestandteil der islamischen Religion sind und daß grundsätzlich niemand das Recht hat, sie ganz oder teilweise aufzuheben, sie zu verletzen oder zu mißachten, denn sie sind verbindliche Gebote Gottes, die in Gottes offenbarter Schrift enthalten und durch Seinen letzten Propheten überbracht worden sind, um die vorherigen göttlichen Botschaften zu vollenden. Ihre Einhaltung ist deshalb ein Akt der Verehrung Gottes und ihre Mißachtung oder Verletzung eine schreckliche Sünde, und deshalb ist jeder Mensch individuell dafür verantwortlich, sie einzuhalten - und die Umma trägt die Verantwortung für die Gemeinschaft."
So erklärt sich, dass sie sich gegenseitig im guten Glauben umbringen müssen, denn die Scharia erlaubt und gebietet es ihnen! - #9 23.07.2012 11:08 von
Nicht alles, was hinkt ist ein Vergleich...
..und jeder Vergleich hinkt. Dessen bin ich mir wohl bewusst.
Die Situation in Nordirland hatte natürlich eine ganz andere Ausgangslage.
Das Aufzeigen der Parallele (schließlich massakrieren sich Schiiten und Sunniten vornehmlich gegenseitig, anstatt erst einmal alle nicht-Muslime umzu... äh, zu bekehren) sollte lediglich die fanatischen Christen im Zaum halten, nicht gleich wieder auf die "Barbareien" des "schlechten" Islam hinzuweisen. Auch diese scheinen ja sehr schnell und präzise den Dorn im Auge des anderen zu sehen!
Ansonsten ist die Situation im gesamten Nahen Osten und in Nordafrika schon deutlich komplexer als seinerzeit in Nordirland, da haben Sie schon Recht.
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