APDer Krieg hat Damaskus erreicht: Diktator Assad hat bei einem schweren Anschlag mehrere enge Vertraute verloren - jetzt fürchten viele Syrer seine Rache. Aus mehreren Stadtteilen werden Kämpfe gemeldet, die USA warnen, das ganze Land gleite ins Chaos ab.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...845180,00.html
ich halte die gefahr eines massiven gegenschlags durch loyale truppen mittlerweile extrem groß. wenn jetzt schon einheiten zusammengezogen werden, um stadtviertel nahe am präsidentenpalast zu attackieren und regimetreue milizen auf die rebellischen stadtteile losgelassen werden könnten, dann kann man davon ausgehen, das es ein blutbad geben wird.
vor allem dann wenn ein general auf die idee kommen sollte ,wirklich giftgas gegen aufständische distrikte einzusetzen.
der anschlag, egal welche gruppierung dafür verantwortlich ist, zeigt, das assad niemanden mehr trauen kann. und er hat das militär nicht mehr unter kontrolle. es besteht immer noch die reale möglichkeit einer palastrevolte.
meine befürchtung, damaskus wird brennen. das regime steht mit dem rücken zur wand und dass macht es äußerst gefährlich.
........
Assad hat doch, unterstützt vom Iran und von Rußland, doch schon alle Arsenale des Schreckens gezogen. Nun ja, es hieße, er hätte auch noch Giftgaslager. Aber wem soll er bei solchen Entartungen noch trauen, selbst sein Machtapparat ist doch augenscheinlich schon durchseucht. Gewalt kann auch so eskalieren, daß sie sich unweigerlich gegen den Auslöser, sprich Assad, wendet. Und seine ach so treuen Russen werden nur zu schnell abfallen, wenn sie erst merken, daß sie auf ein sterbendes Kamel setzen. Denen geht es schließlich nicht um Assad, sondern um Einfluß in und Ausfuhr nach Syrien.
Sicher wird Assad auf noch brutalere Rache sinnen, aber aus einer Position der Schwäche heraus. Nie war Gaddhafi ihm so nahe, wie derzeit!
rabenkrähe
es hat die "Richtigen" getroffen. Assad hätte frühzeitig in´s Asyl gehen können, mitsamt seinen Milliarden. Nun wird es aber schwieriger, noch den Absprung zu schaffen, letztendlich wird er genauso enden wie Ghadafi, aufgespiesst wie ein Spanferkel.
Da gerade wieder eine Entscheidung im UN-Sicherheitsrat ansteht, ist die Wahrscheinlichkeit eines "Massakers" schon ziemlich groß. Abgesehen davon, das nun wirklich mit einem solchen zu rechnen ist. Auch die Wahrscheinlichkeit eines Giftgaseinsatzes ist groß, wobei abzuwarten ist, von welcher Seite. Es gibt ja auch seit Wochen Berichte, das Aufständische Zugriff auf solche Waffen haben. Entweder knallt das Regime jetzt durch oder die Aufständischen werden eine False-Flag-Aktion durchziehen. Beides ist durchaus möglich.
"Das Gros der Armee aus Wehrpflichtigen sowie die unteren Ränge der Geheimdienste besteht aus Sunniten. Für sie ist die Versuchung überzulaufen groß. Sie können darauf hoffen, im Nach-Assad-Syrien schnell wieder einen Platz zu finden."
Im Nach-Assad Syrien werden sicherlich alle, egal ob Schiiten, Alawiten, Sunniten oder Christen ihren Platz finden, denn es geht bei dem Aufstand ja drum, freie Wahlen zu ermöglichen. Der Nach-Assad-Rechtsstaat wird also dementsprechend alle diese Gruppen gleichermassen repräsentieren.
Lachhaft ist hier die pseudo-Emprörung über diese sehr zu treffene Feststellung des US-Verteitigungsministers. Wer allen ernstes für Syrien einen anderen Werdegang als das Abrutschen in "libanesische Verhätnisse" der 1980er erwartet ist zynisch - oder einfach nur schrecklich borniert. Aber die westlichen feel-good Revolutionsromantiker sind nunmal ein lernresistenter Haufen - Castro wird ja auch noch immer als "Segen" die für Kubaner gefeiert - von Leuten die dort nie leben mussten. Man wird noch früh genug merken, was für ein Trüppchen von "lupenreinen" Demokraten man sich mit der FSA und ihren Dschihad-Bombenbastler Kumpels da angelacht hat...