Forum


 

Anschlag auf Schule in Toulouse: Mordserie schockiert Frankreich

DPAAngst vor dem Serientäter: Im Süden Frankreichs fährt ein Unbekannter auf einem Motorrad vor und tötet seine Opfer mit der gleichen großkalibrigen Waffe. Am Montag erschoss er Kinder einer jüdischen Schule, zuvor ermordete er Soldaten nordafrikanischer Herkunft. Anti-Terror-Experten ermitteln.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...822270,00.html
  1. #60

    Zitat von biobanane Beitrag anzeigen
    Auch sind Menschen jüdischen Glaubens eigentlich kein Ziel für Islamisten,
    Soll das jetzt ein Witz sein oder sind Sie tatsächlich so naiv? Unfassbar.
  2. #61

    xxx

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Eine politische motivierte Tat ist sinnlos ohne Bekennerschreiben. Und dazu muss man nicht Professor sein.
    Das ist Blödsinn, sorry. Es muß eben KEIN Bekennerschreiben geben. Bei Solingen, Hoyerswerda, Mölln, Rostock hat es kein Bekennerschreiben gegeben, und wenn eine Gruppe Nazis einen Afrikaner durch die Innenstadt jagt oder aus einem fahrenden Zug schmeißt, dann gibt es dazu auch kein Bekennerschreiben. Wenn bei mir in der Heimatstadt Nazis einer minderjährigen Punkerin am hellichten Tag auf dem Flohmarkt von hinten einen Baseballschläger über den Kopf ziehen, weil sie Naziaufkleber von Laternenmasten knibbelt, gibt es dazu auch kein Bekennerschreiben, auch nicht wenn Nazis eine Kinofilmpremiere aufmischen, auch nicht wenn Nazis Dönerbuden anzünden. auch nicht bei Übergriffen auf italienische oder ungarische Romalager, etc.

    Es passieren in Deutschland und Europa jedes Jahr zigtausende politische Gewalttaten ohne Bakennerschreiben. Das ist eine Form des alltäglichen Terrors, die in der Szene zugeordnet werden kann und dort ihren Anklang findet, die Nazis bedürfen nicht unbedingt der von Ihnen als Bedingung für Terrorismus postulierten Reaktion der bürgerlichen Gesellschaft.

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Bei der NSU kann bis heute niemand erklären, warum eine deutsche Polizistin erschossen wurde. Dieses Opfer wird total ausgeblendet,
    Doch das kann man erklären, nämlich wenn man einfach mal nicht ignoriert, daß die Polizistin Kieswetter aus dem selben Dörfchen kam wie Mitglieder der NSU, daß die Kiesewetter diese also mit hoher Warhscheinlichkeit gekannt hat, und daß die Kiesewetter möglicherweise deshalb von der Szene liquidiert worden ist, weil sie was spitzgekriegt hat, vllt weil sie selber mit dabei war und aussteigen wollte, vllt weil sie auspacken wollte, oder sonstwas.
  3. #62

    Nsu

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Wie kann man denn mit Terrorakten Angst verbreiten, wenn niemand ahnt, dass es Terrorakte sind?
    Interessant, dass Sie das prominente Beispiel NSU, das ich in meinem Posting nannte, einfach ignorieren. Deren Mordserie hat Angst und Schrecken unter Ausländern erzeugt.

    Die betroffenen Familien, deren Väter vom NSU ermordet wurden, haben es übrigens gewusst oder geahnt, wer dahinter steckt. Die Polizei und die Presse nicht. Sie stellten die Opfer auch noch unter den Generalverdacht, Kontakte zum kriminellen Milieu gehabt zu haben.

    Diese bösartige Wendung dürfte die nationalsozialistischen Mörder hoch erfreut haben.
  4. #63

    Nsu

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Wie kann man denn mit Terrorakten Angst verbreiten, wenn niemand ahnt, dass es Terrorakte sind?
    Interessant, dass Sie das prominente Beispiel NSU, das ich in meinem Posting nannte, einfach ignorieren. Deren Mordserie hat Angst und Schrecken unter Ausländern erzeugt.

    Die betroffenen Familien, deren Väter vom NSU ermordet wurden, haben es gewusst oder geahnt, dass dahinter Fremdenhasser stecken. Die Polizei und die Presse nicht. Sie stellten die Opfer auch noch unter den Generalverdacht, Kontakte zum kriminellen Milieu gehabt zu haben.
    Diese bösartige Wendung dürfte die nationalsozialistischen Mörder hoch erfreut haben.
  5. #64

    xxx

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Wie kann man denn mit Terrorakten Angst verbreiten, wenn niemand ahnt, dass es Terrorakte sind? Wo ist die Logik? Dann sind die Morde unter Propagandagesichtspunkten sinnlose Morde, Morde aus Lust am Morden.
    Oh Mann, stellen Sie sich doch nicht dumm. Es passieren jedes Jahr tausende politisch motivierter Straftaten ohne Bekennerschreiben, auch und gerade aus der rechten Ecke. Gewalttätige Übergriffe auf einzelne Migranten, auf Schwule, Punks, auf Flüchtlingswohnheime, Romalager, linke Kultureinrichtungen, Multikulti-Cafes, Dönerbuden, türkische Supermärkte, etc etc, alles ohne Bekennerschreiben, In der Szene weiß man die Sprache dieser Taten zu deuten, man kann sie zuordnen, sie werden gefeiert. DIe NSU-Morde sind Jahre vor dem Öffentlichwerden des Skandals in der Szene besungen worden. Und die psychologische Wirkung außerhalb der Szene ist auch ohne Bekennerschreiben vorhanden, Sie wissenzum Beispiel als Betreiber eines linksintellektuellen Kultrucafes oder als Einwohner eines Flüchtlingswohnheimes, daß Sie Ziel von Übergriffen werden können. insbesondere wenn sich derartige Vorkomnisse in der betreffenden Umgebung häufen. Sie wissen, daß Sie zu bestimmten Uhrzeiten bestimmte Bus- und BAhnlinien nicht mehr benutzen könne. Sie wisse daß die betreffenden Täter ein paar Häuserblocks weiter wohnen Etc.

    UNd auf der anderen Seite profitiert die Szene vom NICHT-Ausstellen von Bekennerschreiben, weil das erstens dazu führt, daß die Polizei in alle Richtungen ermitteln muß, das heißt der Fahnungsdruck sinkt, und zweitens werden die beterffenden Taten häufig nicht als politisch motivierte, konkret rechtsradikale TAten geführt, das wirkt sich auf die Statistik aus. Das beudetet, daß man regionalen Rechtsradikalismus easy unter den Teppich kehren aknn und das erleichter den NAzis ihr Treiben.

    In meiner Heimatstadt passieren permanent eindeutig rechtsradikale Straftaten und nur ein Bruchteil derer wird in der Statistik auch als solche auftauchen.
  6. #65

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Wie kann man denn mit Terrorakten Angst verbreiten, wenn niemand ahnt, dass es Terrorakte sind? Wo ist die Logik? Dann sind die Morde unter Propagandagesichtspunkten sinnlose Morde, Morde aus Lust am Morden.
    Gab es für den Mord an JFK ein Bekennerschreiben? Nein. War es eine politisch motivierte Tat? Ja. Wußten die betreffende Leute, den Mord einzuschätzen, als Drohung oder Warnung? Ja.
    Gibt es zu jedem Selbstmordattentat eines Tschetschenen oder Afghanen ein Bekennerschreiben? Nein.

    Gab es zu den NSU-Morden ein Bekennerschreiben? Nein. Wußte die Szene die Morde einzuordnen? Ja. Hat damit die Mordserie ihre psychologische Wirkung gezeitig? Ja. Hat es der Szene was gebracht, keine Bekenneschreiben zu hinterlassen? Ja, nämlich null Fahndungsdruck, weil wenn die Öffentlichkeit es gewußt hätte, dann hätten VS etc agieren müssen, so konnten sie mutmaßlich seeleeruhig zusehen, bei mindestens 2 Morden (Kiesewetter 2007, Yozgat 2006) waren VS-Beamte zum Tatzeitpunkt in unmittelbarer Nähe, seriöse Quellen (FAZ) sprechen sogar von 6 Morden, bei denen immer der selbe VS-Beamte vor Ort war. Schon alleine deswegen dürfen Sie getrost von politischen Verbrechen ausgehen

    Ihre Terrorismusdefinition ist anachronistisch. Auch der Terrorismus unterliegt dem Waendel. Es gibt aus Sicht der rechtsradikalen Szene eine ganze Reihe guter Gründe, keine Bekennerschreiben zu hinterlassen. Unter anderem nämlich, daß man sich so sicher sein kann, daß die Behörden einen Gutteil der Taten nicht als rechtsradikale HAssverbrechcen einstufen wird, vwovon die Szene mehrfach profitiert: Erstens sinkt der Fahndungsdruck beträchtlich, zweitens schönt es die Statistik.

    Also, falls (und das ist ja noch nicht klar) die TAten einen rechtsradikalen Hintergrund haben, sollten Sie dies zum Anlass nehmen, Ihre Terrorismusdefinition zu überdenken. UNd fall es sich herausstellen sollte, daß es Islamisten waren, dann bin ich mir sicher, sie werden dann sowieso bereitwillig die Taten als Terrorismus bezeichnen.








TOP



TOP