Forum: Blogs
Anrufe bei Journalisten: Wulff soll auch "Welt am Sonntag" bedrängt haben
Das Vorgehen des Bundespräsidenten bei der "Bild"-Zeitung war offenbar kein Einzelfall. Auch bei der "Welt am Sonntag" soll Christian Wulff angerufen haben, um einen Artikel zu verhindern. Einem Redakteur*hat er nach Angabe der Zeitung einbestellt und mit Konsequenzen gedroht.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...806867,00.html
- #90 03.01.2012 11:41 von
Wieso sollte sich die Opposition da einmischen? Wulff demontiert sich doch ganz alleine. Da muss keine Oppositionspartei mehr nachhelfen. Wenn die Opposition sich jetzt einmischen würde, würde noch nur die halbe korrupte CDU-Parteispitze ihr vorwerfen, sie würde das Amt beschädigen wollen. Um diesem Vorwurf zu entgehen, ist man besser einfach still und lässt den Wulff mal selber machen.
- #91 03.01.2012 11:41 von
cool down
Herr Wulff hat doch mit seinem Anruf lediglich mit Rechtsmitteln eines demokratischen Staates gedroht. Ich sehe da keine GEfahr für die Pressefreiheit, immerhin steht REchtspersonal in der Folge dafür bereit diese mit einem Rechtsspruch nicht zu unterlaufen.
Ferner ist die Presse auf große Trophäen aus, ähnlich wie in der Großwildjagd oder Hobbyfischerei.
Das werfe ich ihr zwar nicht vor, allerdings führt das bei mir dazu gewisse Schundblätter auch nicht mehr ernst zu nehmen.
Presse an sich beansprucht das Recht zu berichten und das nimmt sie dann sehr genau, aber wenn es darum geht sich selbst zu verpflichten z.B. humanitäre Missstände aufzudecken wird sie verdammt durchlässig.
Was die Vorteilsnahme betrifft:
Falls eindeutig bewiesen schlage ich eine Rückabwicklung des Kredits vor, dann eine Geldstrafe und damit eine Rehabilitation der Person. - #92 03.01.2012 11:41 von
Sprachlos
Der Bundespräsident muss so schnell wie möglich vor die Mikrofone und sich erklären. Nur so kann weiterer Schaden vom Amt abgewendet werden. Wahrscheinlich ist aber schon zuviel Porzellan zerschlagen.
- #93 03.01.2012 11:41 von
Nee, es gibt etwas anderes zu klären
Es gibt am Beispiel von Wulff in diesem Lande wirklich anderes zu klären als den Rücktritt von Wulff. Der Wulff ist doch nichts weiter als ein Emporkömmling im System von verbandelter Kapital- und Finanzwirtschaft mit Politik.
Und das System von Kapitalwirtschaft und Politik produziert täglich
Emporkömmlinge und auch wieder einen neue Emporkömmlinge für den Posten eines zurückgetretenen Wulff.
Was bringt mir dann ein zurückgetretener Wulff, wenn mit Sicherheit sein Nachfolger sich ebenfalls aus personeller und finanzieller Verbandelung von Kapital und Politik rekrutiert?
Das entstandene Netzwerk von herrschender Politik mit Kapital und Kapital mit herrschender Politik ist zu hinterfragen und nicht
einzelne Politiker, die aus diesem Netzwerk entstammen. - #94 03.01.2012 11:42 von
Leerstelle
Herr Wulff ist Bundespräsident. Niemand hat diesem Amt so geschadet wie er, der an andere hohe moralische Forderungen stellte, jedoch nicht an sich selbst. Für mich ist Wulff annähernd so peinlich wie der Ob Duisburgs und beide spiegeln für mich etwas typisches wieder, so eine "Ich bin nicht verantwortlich Grundhaltung". Wulff war genaugenommen gar kein richtiger Bundespräsident und sollte auch nicht dessen Altersvergütung bekommen. Das wissen Alle - es passiert blos nicht.
- #95 03.01.2012 11:43 von
Vorsicht
Mit Ihrem Lob für die Presse sollten Sie vorsichtig sein. Wem nützt es, wenn Wulff zurücktreten muss? Welche eigentlichen Ziele verbergen sich hinter diesen Angriffen?
Große Teile der wirtschaftlichen und politischen "Elite" sind durch und durch verkommen. Viele Zeitungen sind für diese "Elite" nur ein Mittel um ihre Macht und Einfluss zu stärken.
Ich bin davon überzeugt, dass von jedem einflussreichen Politiker eine "Akte" mit seinen Verfehlungen existiert. Diese Verfehlungen werden dann zur richtigen Zeit zur "Disziplinierung" eingesetzt. Die Stasi hat über Jahrzehnte die einflussreichen Politiker im Westen überwacht. Diese Akten wurden nicht geschreddert und befinden sich auch nicht in der Gauckbehörde. Diese Akten sind Gold wert. Wissen ist Macht und Wissen über Verfehlungen in unumschränkte Macht. - #96 03.01.2012 11:43 von
...
... Es entsetzt mich zutiefst, daß (für mich) die eigentliche Meldung des Tages weder bei den Agenturen noch hier im Forum Widerhall findet :
Es gibt offenbar Anzeichen dafür, daß Wulffs Pressesprecher gefeuert wurde weil er bei Unternehmerfreunden unsonst Urlaub gemacht hat . . . Shocking!!!...
Es ist doch wohl eine bodenlose Sauerei, daß von Hrn. Wulff selbst an einen Pressesprecher soviel höhere moralische Ansprüche gestellt werden als an den Bundespräsidenten!!!
Alleine dafür müßte dieser Mensch aus Schloß Bellvue rausgeschmissen werden! - #97 03.01.2012 11:44 von
Staatsanwaltschaft schläft?
Die Staatsanwaltschaft schläft nicht. Es sind ihr nur die Hände gebunden.
Viele Handlungen, die in den Augen des normalen Bürgers kriminell sind, sind in unserem System nicht strafbewehrt. Falschaussagen z.B. sind nur vor Gericht und parlamentarischen Untersuchungsausschüssen strafbar. Die Öffentlichkeit nach Strich und Faden zu belügen ist erlaubt. Ebenso das unmäßige Schuldenmachen: Ein Privatmann, der seinen Gläubigern wider besseres Wissen vorgaukelt, er könne die Schuld in angemessener Zeit zurückzahlen, macht sich strafbar. Ein Politiker nicht. Und so weiter, und so weiter. - #98 03.01.2012 11:44 von
Wull muß gehen
Wulff ist nun endgültig nicht mehr tragbar. Jeden Tag kommen neue Details ans Licht, jeden Tag entsteht ein stärkeres Bild eines Bundespräsidenten, der es bei sich selbst nicht so genau nimmt mit den Maßstäben von Moral und Anstand die er so staatstragend immer von anderen gefordert hat.
Herr Wulff, Ihre Zeit ist abgelaufen. Tun Sie das einzig richtige, machen Sie den Weg frei für einen Nachfolger der die Rolle des Bundespräsidenten und die damit verbundene Vorbildfunktion besser verkörpern kann als Sie. Sie schaden dem Ansehen des Amtes nur noch. - #99 03.01.2012 11:44 von
Die aktuellen Top-Themen

Antworten / Zitieren

