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Anonymer Schavan-Ankläger: "Ich wollte das nicht unter den Tisch fallen lassen"

DPAWill er im Alleingang eine Ministerin stürzen? In seinem ersten Interview erklärt der anonyme Ankläger hinter der Seite "schavanplag" was ihn antreibt, warum er an den Titelentzug glaubt - und wieso er sich über die Mehrheitsentscheidung der VroniPlag-Rechercheure hinwegsetzte.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...831459,00.html
  1. #40

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Will er im Alleingang eine Ministerin stürzen? In seinem ersten Interview erklärt der anonyme Ankläger hinter der Seite "schavanplag" was ihn antreibt, warum er an den Titelentzug glaubt - und wieso er sich über die Mehrheitsentscheidung der VroniPlag-Rechercheure hinwegsetzte.

    Plagiat-Verdacht gegen Schavan: Schavanplag-Autor im Interview - SPIEGEL ONLINE
    Ist es nicht seltsam, dass die Plagiatoren immer im bürgerlichen Lage stehen? Schechtes denkt, der daraus schließt, dass die im linken Lager sogar zum Abschreiben zu doof sind, denn schließlich muss man diese Stellen ja erst einmal finden!

    Was nun diesen Fall anbelangt, so halte ich den angeblichen Ankläger eher für eine dumme Pappnase, der es durchaus zuzutrauen ist, über so wichtige Themen wie "Die Bedeutung der Gürtelschnalle beim Tragen einer Hose" erst zu philosophieren, um nach geraumer Zeit zu diplomieren und um letztlich mit hinzugefügter Danksagung zu promovieren.

    Ich habe mir den Zwirn auf dieser Zeite nur anfänglich zu Gemüte gezogen. Besonders bemerkenswerte ist, dass die Pappnase es allen Ernstes als "besonders bemerkenswert" empfindet, dass bei Schavan auf Seite 47 und bei Fend auf Seite 30 Ähnliches steht, wenn sich beide Autoren über dieselbe Theorie eines gewissen George Herbert Mead (es geht dabei um die Menschwerdung) auslassen.
  2. #41

    Zitat von *** Beitrag anzeigen
    Es geht hier also um eine Doktorarbeit von 1980 - vergessen wir nicht, dass damals statt Computer und Internet nur Karteikärtchen, olivetti und Xerox zur Verfügung standen. Wie exakt hätten Sie damit gearbeitet "Herr Schmidt"?
    Dann schauen Sie sich mal "richtige" Doktorarbeiten von vor 1980 an. Die Regeln für wissenschaftliche Arbeiten wurden durch den Computer nicht geändert, nur die Abfassung der schriftlichen Fassung vereinfacht. "copy & paste" gab es auch zuvor, nur musste man die Textteile mühsam abtippen. Das muss allerdings auch der moderne Computernutzer, wenn er die Vorlage nur in gedruckter Form zur Verfügung hat.
  3. #42

    Zitat von RinKa Beitrag anzeigen
    Ich halte die Arbeit der Plagiatsjäger für verdienstvoll. Mittlerweile droht die Begeisterung dieser Jäger allerdings in Übereifer umzuschlagen, was gerade in diesem Fall deutlich zu sehen ist. Selbst die besonders "brisanten" Seiten auf schavanplag bieten nur Beispiele, wo Schavan Quellen paraphrasiert - und in fast allen Fällen auch genannt - hat. Was ist daran verwerflich? - Die Konstruktion solcher "Affären" ist kontraproduktiv, weil hierdurch der gewaltige Unterschied zwischen solchen Arbeiten wie der von Schavan und solchen gänzlich verwerflichen Raubkopien wie der von Guttenberg verwischt wird. Die Plagiatsjäger täten gut daran, sich auf die echten Plagiate zu konzentrieren, auch um den Preis, eventuell einmal eine Sauregurkenzeit in Kauf zu nehmen.
    Dem kann ich so ziemlich zu stimmen.

    Eben weil Mr. Unbekannt auch keine gemeinsam getroffene Entscheidung akzeptieren kann, hab ich eh meine Bedenken um die Person Mr. Unbekannt ;)

    Ich schätze, man nimmt eine 20, 30 Jahre alte Doktorarbeit, hat vorher die meiste Literatur zum Thema in ein Programm gefüttert sowie die Doktorarbeit digitalisiert, und legt los.

    Man findet mit Sicherheit in jeder Arbeit etwas.

    Früher war es sicherlich einfacher, ganze Teile einfach abzuschreiben als heute, bzw. Standards ändern sich. Was vor 30 Jahren in Ordnung war, kann unter heutigen Maßstäben schlecht sein, oder umgekehrt. (Abschreiben war sicher nie in Ordnung...)

    Man sollte/muss wirklich unterscheiden, ob es sich um Betrug handelt, wie im Fall von Guttenberg & Co., oder um Zufälle, "Kleinigkeiten", Schludrikeiten. Ich persönlich bin auch der Meinung, irgendwann ist ein Thema ausgelutscht, und wenn man sich Titel von so mancher Arbeit an liest, muss man als Fachfremder sich doch manchmal wundern.


    Wenn nur einfach schlechte Arbeiten nun gebrandmarkt werden, gewinnen Leute wie Guttenberg, denn es reduziert deren Dreistigkeit.
  4. #43

    Biblische Worte an heuchlerische „Steinewerfer“?

    Zitat von MtSchiara Beitrag anzeigen
    Und Schummeln bei Prüfungen als "Betrug" zu bezeichnen, klingt sehr selbstgerecht. Ich halte es da mit dem Bibelwort: "wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein"!
    Genau das ist die prinzipielle Frage für eine CDU-Frau wie Schavan, besonders wenn man sich mit ein solchen Thema wie „Person und Gewissen“ persönlich auseinandersetzen will. Wie leicht kann da Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander driften!
    Hat sie sich damals bei ihrem Mitplagiator von der CSU daran nicht erinnern können, als sie sich nicht zurückhalten konnte, ihren obligatorischen „Stein“ zu werfen - uneingedenk ihrer eigenen „Sünden"?
  5. #44

    Sorry

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Will er im Alleingang eine Ministerin stürzen? In seinem ersten Interview erklärt der anonyme Ankläger hinter der Seite "schavanplag" was ihn antreibt, warum er an den Titelentzug glaubt - und wieso er sich über die Mehrheitsentscheidung der VroniPlag-Rechercheure hinwegsetzte.

    Plagiat-Verdacht gegen Schavan: Schavanplag-Autor im Interview - SPIEGEL ONLINE
    aber bei mir schleicht sich da so ein ungutes Gefühl von Blockwart-Mentalität ein. Hauptsache man kann mit dem Finger auf irgendjemanden zeigen der nicht gaaanz korrekt gearbeitet hat - und irgendwie scheint mir das auch eine sehr deutsche (leider) Geisteshaltung zu sein.
  6. #45

    Wie weisst man den nach?!

    Zitat von Inuk Beitrag anzeigen
    Es ist gut, dass Plagiatsvorfälle aufgedeckt werden. Ein Doktortitel bringt berufliche Vorteile und wer bei seiner Promotion geschummelt hat, soll auch die Konsequenzen tragen, schon aus Respekt den Doktoranden gegenüber, welche ihre Dissertation hart und ehrlich erarbeiten haben.

    Die Aberkennung eines Doktortitel ist mMn zu gnädig. Plagiatsbetrug ist ähnlich wie Urkundenfälschung zu bestrafen.
    Es ist richtig, dass dreisten Betrügern wie Guttenberg, die ganze Seiten fast unverändert übernehmen auf die Finger geschaut wird.
    Ansonsten finde ich ihren Vorschlag unangemessen, da nicht realisierbar.
    Schwierig wird es z.B. wenn einzelne Zitate nicht korrekt wiedergegeben werden. In den Geisteswissenschaften wird viel mit und am Text gearbeitet. Ich denke bei dieser ganzen Textlastigkeit ist es quasi unmöglich 100 %ig korrekt zu arbeiten. Es geht dann darum, ob hier Methode dahinter steht. Wie will man denn hier dann Vorsatz nachweisen?!
    Bei empirischen Arbeiten ist "Schummeln" im Sinne von plagiieren kaum möglich, da hier neue Dinge in aufwändigen Erhebungen erforscht werden. Aber auch hier gilt, dass das Rad nicht mehr neu erfunden werden kann und man gleiche Sachverhalte nicht auf unendlich viele Weisen ausdrücken kann. Schwierig wird es hier strafrechtlich - wie von Ihnen gefordert - zu ermitteln. Und teuer für den Steuerzahler. Aber vielleicht hat es dann sein Gutes und es gibt viele neue Stellen bei Gericht für bisher arbeitslose Akademiker als "Plagiatsjäger". Die können sich dann auch an misslieben Personen rächen.
    Ich möchte vorsätzliche Plagiate hier nicht gutheissen, aber wer einmal eine Arbeit geschrieben hat, weiss wie schnell auch mal unkorrekt zitiert wird und sei es, dass einem nach dem Lesen einzelne Formulierungen oder ein Schreibstil im Kopf haften bleiben .unabsichtlich solche Fehler passieren.
  7. #46

    sind auch nur Menschen. Und deswegen ist es nur richtig, dass diese Menschen ganz genau durchleuchtet werden, die sie erdreisten sich, Maßstäbe und Regeln für die Bürger zu erfinden, die sie teuer bezahlen. Es sind keine unantastbaren Gottheiten (obwohl einige das von sich selber glauben). Eine Bildungsministerin die in ihrer Dissertation schlampig bis betrügerisch gearbeitet hat - das ist ein Fall der ganz genau geprüft werden muss. Und strenge Konsequenzen zur Folge sind unerlässlich.
  8. #47

    Denunziant....Psychopath oder nur geltungsbedürftig???

    Zitat von Lorbeerblatt Beitrag anzeigen
    ...verkehrt schon mal ins Gegenteil.

    .....
    Das wirft kein gutes Licht auf Mr. Unbekannt!

    Leute , die anderen etwas anhängen, handeln oft zwanghaft und sind von Neid, Geltungsbedürfnis oder auch Geschäftssinn getrieben.
    Ganz zu schweigen von von gezielt parteipolitischem Aktivismus.

    Kaschiert wird das dann unter dem Heading der Gerechtigkeit oder öffentlichen Ordnung. In fast jedem Denunzianten steckt ein kleiner selbstgerechter Robin Hood.....

    Manchmal haben Sie auch eine ganz persönliche offene Rechnung mit dem Denunzierten, oder fühlen sich verfolgt oder ungerecht behandelt, etwa, wie in solch einem Fall, durch eine verhauene Prüfung oder die bloße Projektion auf einen vermeintich Schuldigen.
    Erstaunlich ähnlich übrigens dem Profil von Amokläufern......
  9. #48

    Oh je...

    Zitat von anitta Beitrag anzeigen
    ich bin von Ministerin Schavan sehr enttäuscht. Ihr geht e nicht um wissenschaftliche Prinzipien, ihr geht es einen eklatanten Plagiatsfall zu verschleiern und ein Skandal zu vermeiden. Deswegen habe ich das Gefühl, sie wird alles machen um sauber aus der Situation rauszukommen. Interessant. Wir brauchen Plagiatsaufdecker und sie sind leider gezwungen anonym zu bleiben. Danke, Herr Schmidt. Wie kann man helfen und gegen Vertuschungsversuche etwas erreichen?
    Ein "eklatanter Plagisatsfall" ist der von Schavan nun wirklich nicht und natürlich würde jeder Mensch versuchen aus so einer Geschichte sauber rauszukommen, Sie nicht?
  10. #49

    es stand schon immer fest...

    zu meiner Zeit, wer dieses tut, hat alles verloren. Heißt Titel,
    Funktion und Öffentlichkeit. Deshalb verstehe ich diese wenn und Aber nicht.Er hat wissendlich betrogen.








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