Im Berliner Tagesspiegel sagte Frau Schavan 2009: "Als ich in den sechziger Jahren aufs Gymnasium kam, da gab es sehr viele Familien, in denen es zuvor noch nie jemand bis auf die höhere Schule geschafft hatte. Die Familien hatten meist wenig Geld. Und sie mussten für die Schulbücher zahlen. "
Annette Schavan:
Das ist sachlich falsch. Frau Schavan kam 1966 auf das Nelly-Sachs-Gymnasium in Neuss. 1966 herrschte in NRW Lehrmittelfreiheit.
http://protokolle.archive.nrw.de/pdf.../kv931_1_1.pdf
Es ist zu befürchten, dass wir noch mehr Unwahrheiten erfahren.
Mich irritiert auch, dass Frau Schavan nicht zur Sache reden will, aber ad hominem. Es ist wissenschaftlich völlig unerheblich, wer die Vorwürde erhebt. Es geht nur um die Sache, also die Dissertation. Wir müssen sicherstellen, dass unsere Doktoranden uns nicht fortwährend betrügen. Offenbar haben die Hochschulen Schwierigkeiten, uns vor Betrügern zu schützen, wie wir bei Guttenberg oder jetzt auch wieder in Berlin gesehen haben. Ich finde das gut, wenn möglichst viele Menschen möglichst hohe akademische Graduierungen erlangen (was ja auch das Ziel der Lehrmittelfreiheit in NRW war, die Schavan fälschlicherweise leugnet). Aber Betrüger haben da nichts zu suchen. Auch nicht in öffentlichen Ämtern.