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Anonymer Schavan-Ankläger: "Ich wollte das nicht unter den Tisch fallen lassen"

DPAWill er im Alleingang eine Ministerin stürzen? In seinem ersten Interview erklärt der anonyme Ankläger hinter der Seite "schavanplag" was ihn antreibt, warum er an den Titelentzug glaubt - und wieso er sich über die Mehrheitsentscheidung der VroniPlag-Rechercheure hinwegsetzte.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...831459,00.html
  1. #30

    Man sollte nur die Plagiate publik machen, die eindeutig als solche Bestätigung finden werden, sonst schadet die ganze Aktion nur. Die womöglich gar nicht nachweisbare Schummelei in der Doktorarbeit von Frau Schavan lenkt derzeit ab von dem Fall Florian Graf. Ich finde es erstaunlich, wie wenig mediale Aufmerksamkeit dieser Fall erhält und vor allem das diesbezügliche Verhalten der CDU.
  2. #31

    Mann oh Mann..

    Zitat von larousse Beitrag anzeigen
    Ich sehe mit Freuden, daß durch die Plagiataffären so langsam das ganze Promotions-Getöse in Frage gestellt wird. Unsere Gesellschaften müsssen sich vom gesamten Machtinstrumentarium fortentwickeln, zu dem auch Insignien wie ein "Doktortitel", aber auch Uniformträger aller Art, besonders auch Roben von Richtern usw. gehören. Es ist bezeichnend, wenn man Berichte aus autoritären Regimen sieht. Hier sind Titel oder auch andere Merkmale noch viel stärker ausgeprägt. Aber die deutsche Gesellschaft hat den ganzen Ballast nicht mit dem Ende des zweiten Weltkrieges versucht abzuwerfen, sondern weitergeführt.

    Wenn wir eine solidarische und offene Gesellschaft wirklich WOLLEN, müssen Dinge wie Titel endlich abgeschafft werden. Ein Name genügt, es muss nicht ein Gesslerhut davor gesetzt werden. Ich wundere mich, daß Akademiker nicht diese Selbstverständins haben, sollten sie doch kraft ihres Intellekts gerade weiter denken können !
    ..Ihr Denken scheint deutlich begrenzt, denn anscheinend hat es bei Ihnen noch nicht einmal zu einem Gesellenbrief gereicht, sonst könnten Sie eine Ausbildung mit Anschluss nicht so herabwürdigen.

    Auch ein Meister ist stolz auf seine jahrelange Zusatzausbildung, wie der Student auf sein Diplomn, oder der Doktorant der in den schöngeistigen Wisssenschaften ein jahrelanges Zusatzstudium, oft nur mit einem Taschengeld, hinter sich gebracht hat.

    Neid gibt es überall, bei Ihnen erscheint er mir besonders ausgeprägt, - denn einen solchen Titel schafft halt nicht jeder, da muss man halt für seine Bildung erheblich mehr machen als andere.
  3. #32

    Zitat von TheK79 Beitrag anzeigen
    Gut, und einmal reichten auch 75%, davon ca. 50% komplett und wörtlich nicht – aber das war auch ein Mediziner.
    Danke, ich musste wirklich schmunzeln. Aus eigenen Erfahrungen kann ich das nur untersteichen!
  4. #33

    Falscher Fokus

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Will er im Alleingang eine Ministerin stürzen? In seinem ersten Interview erklärt der anonyme Ankläger hinter der Seite "schavanplag" was ihn antreibt, warum er an den Titelentzug glaubt - und wieso er sich über die Mehrheitsentscheidung der VroniPlag-Rechercheure hinwegsetzte.

    Plagiat-Verdacht gegen Schavan: Schavanplag-Autor im Interview - SPIEGEL ONLINE
    Was ich eigentlich noch viel schlimmer finde, als diese Frage: "Was ist nun wörtlich abgeschrieben und was nicht?" ist die Frage nach der wissenschaftlichen Leistung. Schon eine Diplom/Master-Arbeit sollte wirklich neues Wissen generieren und nicht nur andere Arbeiten wiedergeben, zusammenführen und analysieren. Für eine Doktorarbeit sollte das umso mehr gelten. Eine solche Arbeit sollte daher über weite Strecken vollständig ohne Bezüge auf andere Arbeiten auskommen, also mit Ausnahme von der Erfassung des Themas und ggf. einer Auswertung nicht auf fremdes Gedankengut zurückgreifen müssen, d.h. auch nicht die Ideen wiederkäuen müssen.

    Ich habe über Jahre solche Arbeiten im Hochschulbetrieb betreut (Wirtschaftswissenschaften), dort war dies gefühlt besonders schlimm. Bis auf wenige Ausnahmen wurde hier kein neues Wissen generiert, sondern die x.-te Abhandlung einer Thematik auf ein paar hundert Seiten ausgebreitet und dafür Titel verliehen. Kreative Verwurstung fremden Wissens wurde gelehrt und gelernt.
  5. #34

    Ob das so stimmt???

    Zitat von jan.dark Beitrag anzeigen
    Im Berliner Tagesspiegel sagte Frau Schavan 2009: "Als ich in den sechziger Jahren aufs Gymnasium kam, da gab es sehr viele Familien, in denen es zuvor noch nie jemand bis auf die höhere Schule geschafft hatte. Die Familien hatten meist wenig Geld. Und sie mussten für die Schulbücher zahlen. "
    Annette Schavan:

    Das ist sachlich falsch. Frau Schavan kam 1966 auf das Nelly-Sachs-Gymnasium in Neuss. 1966 herrschte in NRW Lehrmittelfreiheit.

    http://protokolle.archive.nrw.de/pdf.../kv931_1_1.pdf

    Es ist zu befürchten, dass wir noch mehr Unwahrheiten erfahren.

    Mich irritiert auch, dass Frau Schavan nicht zur Sache reden will, aber ad hominem. Es ist wissenschaftlich völlig unerheblich, wer die Vorwürde erhebt. Es geht nur um die Sache, also die Dissertation. Wir müssen sicherstellen, dass unsere Doktoranden uns nicht fortwährend betrügen. Offenbar haben die Hochschulen Schwierigkeiten, uns vor Betrügern zu schützen, wie wir bei Guttenberg oder jetzt auch wieder in Berlin gesehen haben. Ich finde das gut, wenn möglichst viele Menschen möglichst hohe akademische Graduierungen erlangen (was ja auch das Ziel der Lehrmittelfreiheit in NRW war, die Schavan fälschlicherweise leugnet). Aber Betrüger haben da nichts zu suchen. Auch nicht in öffentlichen Ämtern.
    Wie ich im reichen Hessen (Hessen zahlt mit BW noch heute als einziges Land von Anfang an in den Länder-Finanzausgleich) damals etwas früher zur Schule ging herrschte offiziell auch Lehrmittelfreiheit, aber da schon damals nicht für alle z.B. Lehrbücher vorhanden waren hieß es: "Ihr Vater ist Beamter, der kann ihnen sicher das Buch kaufen"

    Ob das in NRW wirklich anders war????
  6. #35

    Ein erfolgreicher Abschluß

    Zitat von dschg Beitrag anzeigen
    ..Ihr Denken scheint deutlich begrenzt, denn anscheinend hat es bei Ihnen noch nicht einmal zu einem Gesellenbrief gereicht, sonst könnten Sie eine Ausbildung mit Anschluss nicht so herabwürdigen.

    Auch ein Meister ist stolz auf seine jahrelange Zusatzausbildung, wie der Student auf sein Diplomn, oder der Doktorant der in den schöngeistigen Wisssenschaften ein jahrelanges Zusatzstudium, oft nur mit einem Taschengeld, hinter sich gebracht hat.

    Neid gibt es überall, bei Ihnen erscheint er mir besonders ausgeprägt, - denn einen solchen Titel schafft halt nicht jeder, da muss man halt für seine Bildung erheblich mehr machen als andere.
    Jeder der einen Abschluß mit Erfolg geschafft hat kann darauf stolz sein, aber wer betrogen hat, der schmückt sich mit falschen Lobeeren.
    Einen Abschluß bekommt man imgrunde auch nur, wenn man sich durch das Studium sich das nötige Fachwissen angeeignet hat und wenn man seine Abschlußarbeit auch bei der mündlichen Prüfung gut verteidigt hat.
    Allerdings ist es nicht neu, dass viele diese Anstrengungen aus dem Wege gehen wollen und sich dafür auch den Abschluß erkaufen.
    Noch vor Jahren haben etliche Doktoranten sich ihren Abschluß mit Titel in einer Bananenrepublik erkauft, heute geht es einfacher, man kopiert das fremde Wissen aus dem Internetund hofft dass man so durchkommt.
    HR
  7. #36

    Formel 1 vs. Pferdekarren

    Es geht hier also um eine Doktorarbeit von 1980 - vergessen wir nicht, dass damals statt Computer und Internet nur Karteikärtchen, olivetti und Xerox zur Verfügung standen. Wie exakt hätten Sie damit gearbeitet "Herr Schmidt"?
  8. #37

    t534534534

    Zitat von filder Beitrag anzeigen
    Sie warten - soso. Man möge Sie bedienen? Wie wär's mit etwas eigener Aktivität:

    Plagiatsaffären: SPD-Politiker Brinkmann muss Doktortitel abgeben - Nachrichten Politik - Deutschland - WELT ONLINE

    Oder ist Ihnen der nicht "rot" genug? Dann werden Sie doch selbst aktiv und prüfen.
    vermutlich ist da einfach weniger zu holen.

    Wer in seiner Jugend die Welt verändern will und Che verehrt, ist natürlich weniger anfällig für Titel als jemand der eher die Strukturen schätzt und sie allenfalls langsam verbessern will. Und wer erstmal im Politzirkus steckt, baut mit 50 auch keinen Doktor mehr.
  9. #38

    Die Arbeit der Plagiatsjäger...

    ...ist wirklich sehr hoch einzuschätzen und gesellschaftlich gesehen letztlich von ungeheurem Nutzen - auch wenn manche hier anscheinend anderer Meinung sind und diese auch noch zu denunzieren (ja, so herum wird ein Schuh draus...) versuchen!!!

    Da man sich heutzutage auf kaum noch etwas (Presse, Rundfunk, TV, Titel...) richtig verlassen kann, sind sie einer der wenigen echten Versuche, etwas mehr Glaubwürdigkeit und Würde in wichtige gesellschaftliche Bereiche zurückzugewinnen - und das sollte allen doch einiges wert sein! Auch wenn manchmal eventuell ein ganz klein wenig, falls überhaupt, wie hier (was ich allerdings stark bezweifle...) über das Ziel hinaus geschossen wird! Und Herr Schmidt sagt doch selbst, dass dieser Fall mit den andern, weitaus schlimmeren, nicht vergleichbar wäre - was will man dann überhaupt noch mehr? Bonus und gewisse Narrenfreiheit für überaus seriös erscheinende Amtsträger???

    (Als Vergleich fällt mir dazu nur Dieter Baumann ein, der im Sport sich ja immer sehr vehement gegen Doping ausgesprochen hat - und dann doch mal selbst erwischt wurde! War damals die ominöse Zahnpasta-Geschichte...)
  10. #39

    Dr. Titel und die ewigen Plagiate, wie nun z.B....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Will er im Alleingang eine Ministerin stürzen? In seinem ersten Interview erklärt der anonyme Ankläger hinter der Seite "schavanplag" was ihn antreibt, warum er an den Titelentzug glaubt - und wieso er sich über die Mehrheitsentscheidung der VroniPlag-Rechercheure hinwegsetzte.

    Plagiat-Verdacht gegen Schavan: Schavanplag-Autor im Interview - SPIEGEL ONLINE
    der von Frau Schavan beweist nur, dass diese Personen aufgewertet werden, sie es aber nicht verdienen. Zudem sieht es schick aus, auf der Visiten-Karte den Dr. zu führen. Ein Dr. Titel ist natürlich auch ein finanzieller Aspekt, der Dr. Zuschlag kann erheblich sein. Deshalb sollten die Universitäten sorgfältigst die Arbeit prüfen, bevor sie diesen Titel einem "verpassen", denn in vielen Fällen wurde er nicht verdient.

    Da möchte ich den Dr. Titel von Merkel anführen, denn der ist aus meiner Sicht mehr als misteriös. Wohl nicht alle wissen, dass Merkel, geb. Kasner an der Leipziger Karl-Marx-Universität "Physik" studierte. Zitat: *Sie entsprach nach ihrem Abitur den "offiziellen Anforderungen an die Studienbewerber", und hier galt: "Die Bewerber müssen durch ihre bisherigen Leistungen dokumentieren, dass sie fähig und bereit sind, sich für unsere sozialistische Gesellschaftsordnung einzusetzen. Sie sollen sich durch sozialistisches Bewusstsein, gesellschaftliche Aktivität, untadeliges Verhalten, gute Allgemeinbildung und gefestigtes politisches Wissen auszeichnen".

    Zitat: *Ihre Abschlussarbeit in Marxismus-Leninismus zum Thema: "Was ist sozialistische Lebensweise" und weitere Arbeiten Merkels geb. Kasner im universitären Pflichtfach Marxismus-Leninismus sind samt und sonders irgendwie perdu gegangen, gelten jedenfalls als nicht mehr auffindbar. Auch ihr Elaborat "Was ist sozialistische Lebensweise?" ist scheinbar in den Akademie-Akten nicht mehr zu finden". Frau Merkel macht geltend, über keinerlei Abschrift oder Kopie zu verfügen. Nach Abschluss ihres Studiums erhielt sie 1978ihr Diplom. *Quelle: "Wem dient Merkel wirklich?, von David Korn, 2006.

    Also scheint auch dieser Doktor Titel fragwürdig und nachprüfbar zu sein!? Ob er einer Überprüfung standhält, ist ernsthaft zu bezweifeln!








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