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Anonymer Schavan-Ankläger: "Ich wollte das nicht unter den Tisch fallen lassen"

DPAWill er im Alleingang eine Ministerin stürzen? In seinem ersten Interview erklärt der anonyme Ankläger hinter der Seite "schavanplag" was ihn antreibt, warum er an den Titelentzug glaubt - und wieso er sich über die Mehrheitsentscheidung der VroniPlag-Rechercheure hinwegsetzte.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...831459,00.html
  1. #100

    Einfach die google-books Funktion nutzen! Das ist der erste Schritt zur Entdoktorung.

    Zitat von turo Beitrag anzeigen
    Wie krank muss eigentlich ein Denunziant mit dem
    angeblichen Namen "Schmidt" sein,
    der eine 32 Jahre alte Dissertation mit den heutigen
    Segnungen der Technololgie "Interenet" überprüft.
    An sich recht einfach, mit google-books mal schauen,
    aus welchen Büchern abgeschrieben wurde.
    Räuber und Gendarm, auch Versteckfangen, haben wir
    stets gerne gespielt. Das Spiel ist vorbei, wenn alle Räuber
    gefangen wurden. Da ist noch viel zu tun, nutzen wir die
    Zeit.
  2. #101

    Merkwürdige Auffassung...

    Zitat von Tubus Beitrag anzeigen
    "Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant." Zitat: Hoffmansthal . Wie krank muss man eigentlich sein, um an solchen Hexenjagden Freude zu haben. Es gibt auch Grauzonen. D.h. wenn man Bezug darauf nimmt, dass die Welt rund ist, muss man nicht Kopernikus zitieren. Wenn geschludert oder betrogen wird, haben doch wohl zuerst die Kontrollinstanzen an den Unis versagt. Um die sollte man sich kümmern.
    Was ist denn mit der offentlich-rechtlichen Aufforderung in der Fernsehsendung XY, gesuchte Kriminelle zu denunzieren? Also ich halte die Suche nach Betrügerinnen auch nach 30 Jahren für legitim. Schließlich wollen solche Betrüger Kraft ihrer Titel Kompetenz erzeugen, die sie nicht besitzen. Diese Aktivitäten werden schnell einem Denunzianten zugeordnet um jene zu verunglimpfen.

    Kann man Frau Schavan tatsächlich den Hexen zuordnen? ... wegen der genannten Jagd.
  3. #102

    Ich fürchte

    Zitat von Hinrich7 Beitrag anzeigen
    diese Jäger sind Gejagte ihrer eigenen Eitelkeit, in der Regel wird doch niemand an einer Hochschule bewußt täuschen, oder manipulieren. Die sogenannten Geisteswissenschaften plagen sich doch eh mit diesem Wust an Literatur und halbgarem Wissen. Dieser Jäger sollte mal vor seiner eigenen Türe kehren, im Übrigen halte ich Frau Schavan für unauffällig bis hin zur Unklarheit, die Einführung von Bachelor und Masterstudiengängen ist Amerikanismus pur. Frau Schavan hat bislang nur einfältige Kommentare abgegeben.
    ...daß in diesem Fall eher die Gejagten die Opfer ihrer Eitelkeit sind.
    Als gelernte "Christin" kennt Schavan natürlich den Bibelspruch:
    "Nur die Wahrheit wird euch freimachen."
  4. #103

    Der Kritik stellen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Will er im Alleingang eine Ministerin stürzen? In seinem ersten Interview erklärt der anonyme Ankläger hinter der Seite "schavanplag" was ihn antreibt, warum er an den Titelentzug glaubt - und wieso er sich über die Mehrheitsentscheidung der VroniPlag-Rechercheure hinwegsetzte.

    Plagiat-Verdacht gegen Schavan: Schavanplag-Autor im Interview - SPIEGEL ONLINE
    Den Schavan-Ankläger sollte man ernst nehmen und ihm dankbar sein, dass er sich dieser Promotion angenommen hat. Sollte dieses Plagiat von Frau Schavan auch eine andere Dimension haben, darf man den Ankläger nicht ohne weiteres verurteilen. Wer politisch so weit oben steht wie Frau Schavan, muss kritisch beleuchtet werden. Sie sollte als Bildungsministerin keinen "Eiertanz" aufführen, sondern entsprechende Konsequenzen ziehen.
  5. #104

    rechter Flügel der SPD

    Zitat von filder Beitrag anzeigen
    Es ist schon sehr bezeichnend, wie im konservativen Lager nach Ausredden gesucht wird - sofern die eigenen Leute betroffen sind und des Betrugs überführt werden. Dass auch die Arbeiten von SPD-Politikern untersucht wurden was im Falle von Uwe Brinkmann auch zum Verlust des Doktortitels führte, wird natürlich verschwiegen ... schäbig.
    Schäbig? Das ist Ihre Meinung.

    Uwe Brinkmann wird dem rechten Flügel der SPD zugeordnet, dass passt also ins Muster.
  6. #105

    offene fragen

    Für jemand, der nach eigenen Angaben über 30 Jahre Doktoranten begleitet und oberste Beauftragte für Bildung ist, bleibt ein solch unsauberes Arbeiten peinlich- egal wie man das sehen mag.
    Zudem ist noch gar nicht gesagt, ob eine weitere Recherche anhand von Aufsätzen, die nicht im Netz zu finden sind, nicht ein weit peinlicheres Bild ergäbe..
    Was, wenn die Hilflosigkeit, eigene Sätze zu formulieren, sich durch die ganze Arbeit zieht? Interessant wäre also zweifellos eine sehr viel gründlichere Analyse- doch wer soll das tun? Die Uni wird sich wahrscheinlich hüten, ihre eigenes Nest zu beschmutzen und die Vroniplag-Leute können nur Netz. Schade eigentlich.
  7. #106

    Wenn Titel zum Maß und Maßstab von Menschen werden ...

    Zitat von kleiner-moritz Beitrag anzeigen
    Wundern Sie sich denn nicht, dass als Erstes - auf Seite 47 bei Schavan - moniert wird, dass ähnlich geschrieben wird, wenn zwei Autoren dieselbe Theorie eines Dritte zusammenfassend darlegen?
    Allerdings muss man sich da wundern, wenn eine Doktorandin noch nicht einmal mit den Grundregeln wissenschaftlichen Arbeitens vertraut ist, die jedem Verfasser einer ersten Proseminararbeit strikt eingebläut werden.
    Wenn das Schicksal es dann aber auch noch will, dass sie am Ende gar als Bundesministerin für Bildung und Forschung auf der Kabinettsbank „präsidiert“, kommt man fürwahr nur schwer aus dem Sich-Wundern heraus. Man reibt sich verdutzt die Augen und glaubt, gar einen Bock als Gärtner zu sehen! ;-)
    Dieser rein formale Anspruch an saubere universitär-wissenschaftliche Standards ist der eine Stein des Anstoßes, der andere liegt aber in ihrem auffälligen Verhalten in der Causa Guttenberg begraben. Selbst die SZ interessiert sich für die Frage:
    Es wäre interessant zu hören, was der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) dazu sagt. Vor gut einem Jahr galt seine Kabinettskollegin Annette Schavan (CDU) als die Politikerin, die ihm in seiner Plagiatsaffäre in den Rücken fiel. Als jemand, der selbst promoviert und viele Doktoranden begleitet habe, "schäme ich mich nicht nur heimlich", sagte Schavan damals. Einen Tag später trat der Verteidigungsminister zurück. CSU-Chef Horst Seehofer warf Schavan unsolidarisches Verhalten vor. - Plagiatsvorwürfe gegen Bildungsministerin Schavan - Das Problem mit den Quellen - Karriere - sueddeutsche.de
    Da kommt man in der Tat nicht umhin, sich darüber zu wundern, welche Teufel sie im Falle des Freiherrn damals geritten haben mögen, da sie doch ahnen konnte, auf welchen glühenden Kohlen sie selbst sitze – jeder, der einmal ein derartiges Oeuvre selbst fabriziert hat, weiß um das Ringen, den zu erörternden Stoff ein formal tadellos „weiße Weste“ angedeihen zu lassen ... vor dem Hintergrund überbordender Material- und Zitatkästen.

    Wen plagt da nicht stets die bange Sorge, ob man sich von fremden Gedanken – wenn man sie nicht als Zitate deutlich genug kenntlich machte - hat so befreien können, dass man am Ende über jeden Plagiatvorwurf erhaben sein kann?

    Die meisten Verfasser haben ein sicheres Gefühl dafür, dass ihnen das an manchen Stellen vielleicht nicht so einwandfrei gelungen ist ... Frau Schavan hatte das bei der Demontage des CSU-Kollegen wohl verdrängt ... aus welchen Gründen auch immer!?
  8. #107

    Ich denke

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Will er im Alleingang eine Ministerin stürzen? In seinem ersten Interview erklärt der anonyme Ankläger hinter der Seite "schavanplag" was ihn antreibt, warum er an den Titelentzug glaubt - und wieso er sich über die Mehrheitsentscheidung der VroniPlag-Rechercheure hinwegsetzte.

    Plagiat-Verdacht gegen Schavan: Schavanplag-Autor im Interview - SPIEGEL ONLINE
    das ist eher eine Rache eines Versagers, der sich als solcher
    auch outet, indem er Absprachen nicht einhält, und dann zu feige ist
    seinen richtigen Namen zu nennen. So handeln eigentlich nur erbärmliche Denunzianten. Wobei mal aussen vorgelassen sein soll, ob jetzt was faul an der Doktorarbeit ist oder nicht.
  9. #108

    1

    Zitat von pl-pitt Beitrag anzeigen
    der von Frau Schavan beweist nur, dass diese Personen aufgewertet werden, sie es aber nicht verdienen. Zudem sieht es schick aus, auf der Visiten-Karte den Dr. zu führen. Ein Dr. Titel ist natürlich auch ein finanzieller Aspekt, der Dr. Zuschlag kann erheblich sein. Deshalb sollten die Universitäten sorgfältigst die Arbeit prüfen, bevor sie diesen Titel einem "verpassen", denn in vielen Fällen wurde er nicht verdient.

    Da möchte ich den Dr. Titel von Merkel anführen, denn der ist aus meiner Sicht mehr als misteriös. Wohl nicht alle wissen, dass Merkel, geb. Kasner an der Leipziger Karl-Marx-Universität "Physik" studierte. Zitat: *Sie entsprach nach ihrem Abitur den "offiziellen Anforderungen an die Studienbewerber", und hier galt: "Die Bewerber müssen durch ihre bisherigen Leistungen dokumentieren, dass sie fähig und bereit sind, sich für unsere sozialistische Gesellschaftsordnung einzusetzen. Sie sollen sich durch sozialistisches Bewusstsein, gesellschaftliche Aktivität, untadeliges Verhalten, gute Allgemeinbildung und gefestigtes politisches Wissen auszeichnen".

    Zitat: *Ihre Abschlussarbeit in Marxismus-Leninismus zum Thema: "Was ist sozialistische Lebensweise" und weitere Arbeiten Merkels geb. Kasner im universitären Pflichtfach Marxismus-Leninismus sind samt und sonders irgendwie perdu gegangen, gelten jedenfalls als nicht mehr auffindbar. Auch ihr Elaborat "Was ist sozialistische Lebensweise?" ist scheinbar in den Akademie-Akten nicht mehr zu finden". Frau Merkel macht geltend, über keinerlei Abschrift oder Kopie zu verfügen. Nach Abschluss ihres Studiums erhielt sie 1978ihr Diplom. *Quelle: "Wem dient Merkel wirklich?, von David Korn, 2006.

    Also scheint auch dieser Doktor Titel fragwürdig und nachprüfbar zu sein!? Ob er einer Überprüfung standhält, ist ernsthaft zu bezweifeln!
    das ist mehr als schäbig. Bei jedem, der in der DDR irgendwie Karriere gemacht hat, und da gab es auch hochanständige Leute, können sie solche albernen Ausarbeitungen finden, das war einfach Folklore. Sowas hat niemand aufgehoben, das war so wichtig wie ein Schulaufsatz über das Mülltrennen. Das " geborene Kasner" ist auch völlig idiotisch, sie war zur Promotion schon ein Jahrzehnt verheiratet, der Name spielte also keine Rolle mehr.
    Nur, daß sich solcher Unsinn nicht festsetzt: das Thema der Dissertation lautete: "Untersuchung des Mechanismus von Zerfallsreaktionen mit einfachem Bindungsbruch und Berechnung ihrer Geschwindigkeitskonstanten auf der Grundlage quantenchemischer und statistischer Methoden ein.", das klingt nicht nach Rotlichtgesülze. (warum muß ich nur gerade an Dr. Gysi denken?)

    So, und nun sein Sie weiter stolz darauf, nicht im Osten geboren zu sein. Cui honorem, honorem, um mich mal auf das peinliche Niveau zu begeben.
  10. #109

    Dachte man doch die ganze Zeit: Die ist sauber. Von der erwarte ich das nicht. Und jetzt das: Schavan ist um nichts besser als Gutenberg, Koch-Mehrin, und alle anderen Betrüger. Auffällig an der Angelegenheit ist, dass es nahezu nur Politiker der Farben schwarz und gelb trifft. Ist die Unehrlichkeit dort zu Hause? Nimmt man es dort nicht so genau mit der Wahrheit?
    Wieso fragen wir uns das eigentlich erst mit dem Vorwurf des Plagiats? Mir war das schon lange klar.








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