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Annäherung in Nahost: Ägyptens Präsident plant historische Iran-Reise
REUTERSZum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren will ein Staatsoberhaupt Ägyptens Iran besuchen: Präsident Mursi plane in eineinhalb Wochen eine Reise nach Teheran, heißt es aus Kairo. Israel, die USA und andere blicken besorgt auf eine mögliche Annäherung der beiden Länder.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...850836,00.html
- #1 19.08.2012 09:54 von
xxx
Ich finde es gut, wenn man in der Region stärker zusammenarbeitet. Die Länder in dieser Weltgegend stehen vor ähnlichen Problemen (Umwelt, Arbeitslosigkeit, wirtschaftspolitische Probleme, etc.) die sie nur gemeinsam lösen kann. Hoffentlich schließt sich die israelische Regierung bald dieser Zusammenarbeit bald an.
- #2 19.08.2012 10:10 von
- #3 19.08.2012 10:28 von
Gegengewicht zu Saudi-Arabien
Es ist ja auch Heuchelei immer auf den Iran zu hauen und sich den Saudis anzubiedern. Wir brauchen ein Gegengewicht zu den Saudis und Emiratis.Im Vergleich zu Saudiarabien gibt es im Iran mehr Freiheit und eine intellektuelle Tradition, zudem ist es das bevölkerungsreichste Land am Golf. Aus Saudiarabien und den Emiraten kommt außerdem noch ein Großteil der Unterstützung für (sunnitische) Salfisten und Djihadisten. Das sehe ich als größeres Problem, als das Gerassel des Iran welches, meiner Meinung nach, eher auf die Kränkung eines großen Volkes zurück zu führen ist. Würden mehr Völker den Dialog mit der ganzen iranischen Gesellschaft suchen, würde diese sich wahrscheinlich auch anerkannt fühlen und sich de-radikalisieren.
- #4 19.08.2012 10:28 von
Eid Mubarak
Wunderbare Nachricht. Ich hoffe durch den Dialog dieser beiden grossen Nationen werden sogenannte "Probleme" geloest. Kanonen und Drohnen haben noch nie zur Problemloesung beigetragen.
Wer Zeit hat schaut sich vielleicht folgende Docu an (BBC)
Why We Fight - http://documentariestowatch.blogspot.com/ - YouTube
In diesem Sinne - Eid Mubarak - #5 19.08.2012 10:37 von
Traumtänzer
Soviel zur Demokratisierung durch den "Arabischen Frühling". Wer glaubte mit Facebook wird solzialromatisch alles wie in (Gut-)Deutschland sieht sich mit der Wirklichkeit konfrontiert. Nicht das ich den Ägyptern Ihre neuen Freiheiten nicht gönne, aber mit unserem westlichen Weltbild hat das Denken dort nicht viel gemein.
- #6 19.08.2012 10:38 von
Prima Vorschlag
Ohja, wenn ich an Israels Stelle wäre, würde ich mich auch mit Staaten an einen Tisch setzen, die meine Bevölkerung tot und mein Land als Geschwür bezeichnen und von der Landkarte getilgt sehen möchten.
Das wäre bestimmt spaßig.
Aber vorher müsste Israel allerdings noch ein islamisches Land werden, den sonst kommt man wohl nicht in die OIC. Aber nach Mekka kommt man als Ungläubiger ja eh nicht. Muslims only! Also alle noch schnell konvertieren um diese rassistische Regelung zu umgehen.
Ich weiß ja nicht, was Sie so konsumieren, aber den Realitätssinn schein es nicht zu steigern. - #7 19.08.2012 10:47 von
Zum Glueck
Zum Glueck ist das "westliche Welt" nicht das Mass der Dinge. Es noch anderes als Konsum, Waffen, "Demokratie", Rendite, Investorrelaions, Public Viewing, Autobahnen, Frauenbefreiung...... auch wenn und dass TagausTagein eingeblaeut wird. Ich lebe seit >10 Jahren im arabischen Raum, 50 % meine Kollegen sind Frauen, meine Chefin is eine arabische selbstebewusste Frau, keiner wird hier unterdrueckt, es gibt keine Frauenhaeuser und am Strand muss ich keine Speedobekleidenten Bierbaeuche und Tangabraeute sehen.
Also ich hoffe der Dialog bringt die Nationen weiter.
Eid Mubarak - #8 19.08.2012 11:03 von
Alter Schuh
Ich hatte eigentlich nicht vor wieder in diesen alten Schuh zu treten, aber ihr aggressives Vocabular schreit foermlich nach einer Antwort. Ich lasser Herrn David Ben Gurion antworten, der kennt die Verhaeltnisse besser als jeder von uns.
"Let us not ignore the truth among ourselves ... politically we are the aggressors and they defend themselves... The country is theirs, because they inhabit it, whereas we want to come here and settle down, and in their view we want to take away from them their country."
-- David Ben Gurion, quoted on pp 91-2 of Chomsky's Fateful Triangle, which appears in Simha Flapan's "Zionism and the Palestinians pp 141-2 citing a 1938 speech. - #9 19.08.2012 11:07 von
Reden ist besser als schießen. Gerade mit Gegnern muss man reden, man darf ihn nicht in die Enge treiben. Mursi lässt sich nicht über den Tisch ziehen, das hat er schon gezeigt. Die Gespräche werden sicher noch keine sichtbaren Ergebnisse bringen, aber es ist ein Anfang. Der Iran wird sich genauso verändern wie Ägypten, ob morgen oder übermorgen ist zweitrangig. Es gibt eine kurdische und eine arabische Provinz im Iran, beides können Unruheherde werden. Beim jüngsten Erdbeben hat sich die Regierung auch nicht mit Ruhm bekleckert.
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