REUTERSTrotz seiner hohen Staatsverschuldung hat Spanien bei einer Anleiheauktion von Investoren mehr frische Kredite bekommen als geplant. Allerdings musste das Land auch höhere Zinsen zahlen. Börsianer zeigten sich dennoch erleichtert.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...828063,00.html
Gestern hieß es noch, Spanien stehe kurz vor dem Absturz, weil die Rendite für zehnjährige Anleihen bei über 6 Prozent lag. Heute schon wieder Entspannung. Diese Beliebigkeit und diese Volatilität machen den Euro kaputt. Doch die Eurogruppe legt die hände in den Schoß und drängt Spanien, sich noch tiefer in die Rezession zu sparen. In dieser Krise ist einfach nichts normal! Anomalien der Eurokrise - Lost in EUrope
Wer vertraut so einem Land Geld an?
... dass der Euro wenigstens noch dieses Jahr durchhält... Die Chancen dafür stehen m.E. nicht so schlecht: Einerseits schießt die EZB inzwischen aus allen Rohren, andererseits sind im November Wahlen in den USA und nächstes Jahr dann in Deutschland, da würde ein Crash möglicherweise die Stimmung beim Wahlvolk vermiesen...
Gerade kleinere und mittlere Unternehmen werden durch diese Zinspolitik der Banken erheblich belastet. Denn diese sind auf die Finanzierung der Banken angewiesen.
Dazu ein interessanter Link, der im Mittelteil sich mit dem Mittelstand beschäftigt und einige Hintergrundinformationen dazu liefert:
Interview mit Herrn Prof. Dr. Wilhelm Hankel « krisenfrei
Egal was Spanien tut: Es wird die Märkte nicht mehr für sich
gewinnen können.
Die Preisblase am Immobilienmarkt platzte. Die vielen Neubauten
waren fast alle kreditfinanziert. Den spanischen Banken,
insbesondere die Sparkassen, geht es deshalb finanziell nicht gut.
"Seitdem die Immobilienblase geplatzt ist, sitzen span. Geldhäuser
auf faulen Krediten in Höhe von 176 Milliarden Euro." (handelsblatt).
Spanien exportiert Halbfabrikate, (vor allem KFZ Teile),
Kfz, Nahrungs- und Genussmittel.
Was ist denn daran eine Beliebigkeit oder Votalität, wenn die Rendite zwischen 6,0 und 5,84% schwankt, das ist doch nun wirklich kein großer Sprung.
Die Sprüche von "kurz vor den Absturz" sind nur Sprechblasen, von profilierungsgeilen Politikern produziert und von sensationsheischenden Medien dankbar aufgenommen und weiter aufgeblasen.
Davon abgesehen, finde ich 6% vor dem wirtschaftlichen Hintergrund für Spanien noch geradezu freundlich. Dadurch kommt Spanien natürlich unter Druck, aber den scheint's auch zu brauchen, sonst ändert sich da nichts.
Das Geld bekommen die Banken von der EZB massenweise zu Minizinsen, leihen es an Spanien aus mit großer Zinsspanne, und wenn die Anleihen dubios werden, werden sie der EZB untergejubelt und auf Kosten der Steuerzahler entsorgt.
Tolles System