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Anleger im Goldrausch: Sehnsucht nach dem harten Geld

Hinter dem Goldboom der vergangenen Jahre steckt mehr als nur Spekulation. Mit der Staatsverschuldung wächst auch die Angst vor einem Währungskollaps. Im Internet hat sich längst eine Gemeinde überzeugter Untergangsanhänger gebildet.*Ein Besuch bei*den Apokalyptikern.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...782089,00.html
  1. #1

    das ist ja alles schön und gut

    Ein Besuch bei den Apokalyptikern
    aber mehr als Apokalyptiker sind es dann eben auch nicht. Sie klammern sich an Gold, als hätte es einen natürlichen Wert, dem ist aber nicht so. Auch Gold hat wie Papiergeld nur den Wert, den man ihm beimißt - die Kursexplosion der letzten Zeit bestätigen das. Gold kann man zudem nicht essen und nicht damit heizen und wirtschaftlich gesehen gibt es auf der einen Seite einen recht konstanten Nachschub, andererseits würde auch nichts Lebensbedrohliches passieren, wenn dieser nicht mehr da wäre. Und was soll eigentlich nach dem Zusammenbruch des Papiergeldsystems, was einen Zusammenbruch der Weltwirtschaft und wahrscheinlich ein paar hundert Millionen Tote verursachen würde, passieren? Warum sollte der Rest der Welt auf die Knie fallen, weil irgend jemand einen Haufen bedeutungsloses Metall im Schrank hat? Das unterscheidet sich nicht vom aktuellen System, lediglich das Götzenbild, was angebetet wird, ist ein anderes! Fakt ist der Spruch, den ich letztens irgendwo gelesen habe "Sie kaufen Gold, weil Sie Sicherheit wollen? Kaufen Sie sich lieber ein Sturmgewehr!"
  2. #2

    Man muss...

    ... kein weltfremder Phantast sein um zu erkennen, dass das aktuelle Finanzsystem über kurz oder lang mit einem riesigen Knall implodieren wird.

    Der Geldbedarf übersteigt in den allermeisten Ländern und auch weltweit das Angebot bei weitem. Riesige Summen sind nur deswegen vorhanden weil sie gedruckt wurden oder virtuell auf den Konten liegen, aber kein realer Gegenwert vorhanden ist.

    Dass uns das Zinseszinzsystem ruinieren wird kann jeder nachvollziehen, der in der Schule aufgepasst und verstanden hat, was exponentielles Wachstum ist.

    Gut erklärt wird es von Professor Bernd Senf aus Berlin, z. B. hier: http://www.youtube.com/watch?v=6yBb-...eature=related - ab 1:43:00
  3. #3

    Plakativ

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hinter dem Goldboom der vergangenen Jahre steckt mehr als nur Spekulation. Mit der Staatsverschuldung wächst auch die Angst vor einem Währungskollaps. Im Internet hat sich längst eine Gemeinde überzeugter Untergangsanhänger gebildet.*Ein Besuch bei*den Apokalyptikern.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...782089,00.html
    Auch wenn Sie im Text etwas mehr differenzieren, so hinterlassen die Anfangszeilen des Arteikels doch den Eindruck, dass die Menschen, die einen Währungskollaps befürchten, alle Apokalyptiker und Untergangspropheten sind. Die apokalyptischen Fantasien sind zur Zeit doch eher bei den Rettungsschirm- und Eurobonds-Befürwortern zu finden. Hier wird mit Weltuntergangsszenarien Politik gemacht und versucht, die Bürger in Angst und Schrecken zu versetzen.

    Man muss doch kein Weltuntergangsanhänger sein, um zu befürchten, dass dauernde Anleihekäufe durch Zentralbanken und unendlich viele Kredite zur Finanzierung des Konsums an Pleitestaaten keine stabile Währung erzeugen können.
  4. #4

    Die Schweiz auf dem Weg zu Goldbunker-Land

    Der Flughafen Kloten hat sich seit 2010 zum Umschlagplatz Nr. 1 gemausert. Internationale Wertsachen-Spediteure wie BRINKS haben schwerste Strassentransporter in die Schweiz verlegt. In den Zollfreilager muss immer zu der Lagerplatz für den Umschlag erweitert werden.

    2010 Verdoppelung der privaten Einfuhr, 2011 ebenfalls eine Verdoppelung in den ersten 3 Quartalen gegenüber Ganzjahr 2010.

    SIAG, Swiss Gold Safe u. a. Konzerne mit ihren modernsten Alpenbunkern, teilw. mit eigenem Rollfeld haben sich zu einer massiv wachsenden Branche entwickelt, Daten/Dokumente/ Wertsachen/Kunst/Edelmetalle etc. werden aus der ganzen Welt in der Schweiz verbunkert. Aktuell stehen Erweiterungen an um Lagerplatz für Silber zu schaffen.


    Eine ähnliche, wenn auch schwächere Entwicklung ist auch in Norwegen und Kanada ersichtlich.


    ES WIRD MASSIV AUS DEN LÄNDERN GESCHAFFT
  5. #5

    .

    Der Goldstandard ist nun wirklich überflüssig. Er löst vor allem nicht das Problem der Vermögensakkumulation bei einigen wenigen Spielern.

    Aber die Untergangs-Fans liegen tendenziell doch eher richtig, denn stabil wäre das aktuelle Geldsystem nur dann, wenn es weltweit eine vernünftige Steuerpolitik gäbe, die das Anschwellen der Geldwirtschaft auf Dauer wirksam verhindern würde. Wo aber Staaten im weltweiten Wettbewerb um die Niederlassung von Unternehmen stehen, ist die Besteuerung der wirksamste Standortfaktor.

    Dabei muss das Ende allerdings nicht unbedingt als großer Knall erfolgen. Es ist nur eben so, dass die Katastrophenfraktion vermutlich einfach einen realistischen Blick auf die Menschheit hat. Solange es noch Leute gibt, die glauben, aus den herrschenden Zuständen Gewinne schlagen zu können, die einen unkontrollierten Zusammenbruch überleben würden, werden sich eben diese Leute einem vernünftigen Übergang niemals öffnen.

    Von daher schätze ich mal, innerhalb der nächsten ca. 20 Jahre wird sich irgendwas Großes ereignen. Aber was das sein wird? Wer auch nur ein bisschen Ahnung von der Materie hat, der könnte sich soviele Möglichkeiten ausspinnen, dass es kaum sinnvoll erscheint, auf so etwas Spezielles wie z.B. die Rückkehr der D-Mark zu setzen.
  6. #6

    Gold hat nur den Wert, den man bereit ist dafür zu zahlen!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hinter dem Goldboom der vergangenen Jahre steckt mehr als nur Spekulation. Mit der Staatsverschuldung wächst auch die Angst vor einem Währungskollaps.
    Gold hat keinen inneren Wert, ist zu nichts anderes zu gebrauchen als für Schmuck!
    Wie soll es heute zu einer Geldentwertung kommen, es hat alles im Überfluss! Einzig was knapp ist, das ist die Nachfrage, die Überproduktion wird im Export "versenkt". Das geht aber nur so lang, wie es Abnehmerländer hat, wenn alle das Problem so lösen klappt das nicht mehr - einziger Ausweg wäre das BGE! Nur so lässt sich die heutige Nachfragekrise überwunden!
  7. #7

    Unlogisch

    Man mag ja annehmen, dass es eine Währungsreform geben muss, dass die Weltwirtschaft zusammenbricht etc. Ob es stimmt, kann ich nicht beurteilen.
    WENN man das aber glaubt, sollte man sich auch im Klaren sein, dass die größten Sorgen hinterher nicht der Bestand des eigenen Vermögens sein werden, sondern das eigene Überleben. Dann bricht nämlich nicht nur die Währung zusammen, sondern auch der Nahrungsmittelhandel.
    Also sollten die ganzen Untergangspropheten und ihre Gläubigen nicht nur Gold horten, sondern Ackerland. Sonst können sie ihr Gold nämlich gegen Brot eintauschen, zu einem Kurs der in etwa 1 Kilo/Unze entsprechen könnte...
  8. #8

    Richtig!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hinter dem Goldboom der vergangenen Jahre steckt mehr als nur Spekulation. Mit der Staatsverschuldung wächst auch die Angst vor einem Währungskollaps. Im Internet hat sich längst eine Gemeinde überzeugter Untergangsanhänger gebildet.*Ein Besuch bei*den Apokalyptikern.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...782089,00.html
    Zur Zeit tummeln sich viele Spinner auf den Weltfinanzmärkten. Deshalb macht man seine Gewinne am besten dann, wenn man als Psychologe unterwegs ist. Die Goldjünger sind ganz prächtige Exemplare. Als Melkmaschinen waren sie perfekt und weil sie Gläubige sind, werden sie auch die sein, die am Ende mit weniger dastehen als am Anfang.
  9. #9

    Interessen

    Ja, die Rückkehr zum Goldstandard würden Fröhlich und Genossen auch lieber vermeiden, denn dann würde die Feinunze eben nicht mehr $1800 teuer sein und vieles vom hart verdiente Geld das man reingesteckt hätte wäre zunächst mal nicht mehr verfügbar...








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