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Ankunft in Monaco: Solarboot kehrt von Weltreise zurück

DPA60.000 Kilometer auf hoher See liegen hinter der "PlanetSolar" - nun steuerte der mit Sonnenenergie betriebenen Katamaran sicher in den Hafen von Monaco. Damit geht keine gewöhnliche Weltreise zu Ende: Ein Schweizer Unternehmer bewies mit dem Trip die Kraft erneuerbarer Energien.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...831418,00.html
  1. #20

    Zitat von Deep_Thought_42 Beitrag anzeigen
    Das interplanetarische Windsystem ist im wesentlichen von der Sonneneinstrahlung abhängig. Im Artikel wird auf die "Banque Populaire V" verwiesen, aber es wird verschwiegen, dass es sich dabei um ein Segelfahrzeug handelt (Trimaran). Umrundungszeit 45 Tage. Dagegen sehen die 2 Jahre der "MS Tûranor PlanetSolar" ziemlich müde aus: High-Tech-Segeltuch gegen Solarzellen: 16 zu 1 !
    Selbst die fossilen Energieträger sind "gespeicherte Sonnenenergie". Atomenergie kommt zwar nicht von unserer Sonne aber von deren Vorgänger(n). Wenn sie so argumentieren müssten Sie Umrundungszeiten mit allen derzeit möglichen Antrieben berücksichtigen. Der Unterschied zum Segelboot ist, dass die Sonneneinstrahlung direkt verwendet wird.
  2. #21

    Was fördern Sie?

    Zitat von crocodil Beitrag anzeigen
    ..wer zahlt denn das alles? Ich hoffe nicht duch Förderungsgelder von Regierungen. Da hat ja die Solarbranche wieder gute Aussichten, sich aus ihrem Dilemma zu erholen, wenn noch mehrere von diesen - nur zu Showzwecken- gebaute Boote gebaut werden. Für eine kommerzielle Nutzung ist das industikabel.
    Hauptsache es nützt den Projekt-Partnern (Technische Hochschulen/Industrie ) als Wissensvorsprung, damit ist ja schon jedes Fördergeld eine Super Investition für die Zukunft ;-)

    Da müssen Sie sich keine Sorgen machen, die Schweiz hat ja letzthin beschlossen das sie 22Mrd. Euro in die Forschung/Wissenschaft reinbuttern.

    Dagegen war das Projekt geradezu klein...... obwohl die esa, Meteo France und HDW (Thyssen Werfte) interessierte es ja Wissenschaftlich ebenfalls.
  3. #22

    Zitat von crocodil Beitrag anzeigen
    ..wer zahlt denn das alles? Ich hoffe nicht duch Förderungsgelder von Regierungen. Da hat ja die Solarbranche wieder gute Aussichten, sich aus ihrem Dilemma zu erholen, wenn noch mehrere von diesen - nur zu Showzwecken- gebaute Boote gebaut werden. Für eine kommerzielle Nutzung ist das industikabel.
    Hätte man in den letzten 200 Jahren auf solche Ansagen gehört, gäbe es kein elektrisches Licht, keine Zentralheizung und wir würden vermutlich noch glauben, die Erde wäre eine Scheibe.
  4. #23

    Zitat von Mario V. Beitrag anzeigen
    Ein modernes Segelschiff wäre bestimmt schneller gewesen.
    Kann schon sein. Da gibt es ja auch die Entwicklung und Erfahrung aus mehreren Jahrhunderten. Beim Solarantrieb steckt das alles ja noch in den Kinderschuhen.
    Was das Projekt aber zeigt: Es ginge. Man könnte ja jetzt Solarantrieb und Segel kombinieren und schauen, wie große Schiffe man auf die Art bewegen kann.
    Ich glaube für die Wirtschaftlichkeit bei der Seefracht und für die Umweltverträglichkeit wäre es nicht so schlecht, wenn es Frachtschiffe gäbe, die kein Schweröl mehr verbrennen.
  5. #24

    Zitat von Spiegelwahr Beitrag anzeigen
    ...mit gewaltigen Aufwand ihr grünes Gewissen befriedigt haben nur ökolgisch ist anderes und von Aufwandnutzenverhältnis, da schweigen wir ganz still. Es war eine technische Spielerei von Reichen, die zuviel Geld haben und man sollte ihn kein grünes Hemdchen umhängen, denn es ist ganz einfache Verschwendung.
    Erkundigen Sie sich doch einmal, was die ersten Kühlschränke gekostet haben. Ich bin froh, dass die damals trotzdem weitergemacht haben. Obwohl es seinerzeit eine Menge Leute gab, die sich über die ersten Kühlschränke so ähnlich geäußert haben, wie Sie über das Solarboot.
  6. #25

    Zitat von pfeiffffer Beitrag anzeigen
    Jo, und damit ist Kolumbus in 5 Wochen bis nach Amerika gesegelt.

    Moderne Segelschiffe mit ein paar Solarzellen und Windrädern, die den Strom in Akkus für schlechte Zeiten speichern, um bei Windstille per Elektromotor zu fahren, dürften wohl eine sinnvollere Idee sein.
    Der Meinung bin ich auch!
    Ich erinnere mich an einen Bericht über eine Idee, große Frachtschiffe mit einem Drachen-ähnlichen Segel auszustatten. Ich weiß nicht, was daraus geworden ist - aber die Richtung fand ich nicht schlecht.
  7. #26

    Zitat von Hagbard Beitrag anzeigen
    Kann schon sein. Da gibt es ja auch die Entwicklung und Erfahrung aus mehreren Jahrhunderten. Beim Solarantrieb steckt das alles ja noch in den Kinderschuhen.
    Was das Projekt aber zeigt: Es ginge. Man könnte ja jetzt Solarantrieb und Segel kombinieren und schauen, wie große Schiffe man auf die Art bewegen kann.
    Ich glaube für die Wirtschaftlichkeit bei der Seefracht und für die Umweltverträglichkeit wäre es nicht so schlecht, wenn es Frachtschiffe gäbe, die kein Schweröl mehr verbrennen.
    Da kann ich Ihnen weitgehend zustimmen. Diese Fahrt war in erster Linie ein interessantes technischer Experiment und hat gezeigt was mit heutiger Solartechnologie möglich ist. Sicherlich ist dies noch kein tragfähiges Konzept für die kommerzielle Seeschifffahrt, aber die Entwicklung steht ja noch am Anfang. Immerhin gibt es schon seit gut 10 Jahren solarangetriebene Ausflugsboote auf Binnengewässern, wie z.B. die "Alstersonne" in Hamburg.
    Alsterdampfer

    Was den Einsatz von Schweröl in heutigen Schiffsmotoren angeht, so dies rein wirtschaftliche Gründe. Schweröl ist ein Nebenprodukt der Raffinerien und steht daher in großen Mengen und sehr günstig zur Verfügung. Schweröl ist teilweise billiger als Rohöl.

    Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation) (IMO) hat das Problem der Schadstoffemissionen schon seit Jahren erkannt und Vorschriften erlassen (Internationales Übereinkommen zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe) VI, welche den Gebrauch von Schweröl stufenweise einschränken. Es sind zur Zeit erhebliche Anstrengungen im Gange um Seeschiffe emissionsärmer zu machen, damit diese die strengeren Abgasregeln, welche ab 2016-2020 gelten werden, einzuhalten.

    Wir werden in den kommenden Jahren noch einige Neuerungen auf dem Gebiet der Schiffsantriebstechnik sehen.
  8. #27

    Jeder Euro kommt zurück

    Zitat von Hagbard Beitrag anzeigen
    Der Meinung bin ich auch!
    Ich erinnere mich an einen Bericht über eine Idee, große Frachtschiffe mit einem Drachen-ähnlichen Segel auszustatten. Ich weiß nicht, was daraus geworden ist - aber die Richtung fand ich nicht schlecht.
    Na die Schweizer sind da beim Boote-Bau schon auf der richtigen Fährte und mit sämtl. Patenten schon Heute vertreten.

    Wer sagt da noch Fördergelder bringen Nichts, sicher kein Schweizer mehr.

    Das Schiff Hydroptère und Diverse Hydrofoil Projekte sind da im Gange und Neuste Werkstoffe werden getestet. Warum nicht auch bei 100 Tonnen schweren Motorschiffen ansetzen und anfangen zu testen wie bei Solar Planet?

    Um die ETHs in der Schweiz ist ein richtiges Sammelsurium von Forschungs-Büros von Internationalen Schiffsbauer, Segeltuch und Werkstoff-Herstellern die mit diesen Hochschulen zusammen arbeiten entstanden.

    Fördergelder nützen jeder Technischen Uni, egal in welchem Lande. Damit entstehen neue KMUs die die Gross-Industrie unter Druck setzen nicht zu faul zu werden und sich nicht nur am Erreichten zurück zu lehnen.
  9. #28

    Wenn

    Zitat von besserbescheidwisser Beitrag anzeigen
    584 Tage für 60000km. Das ergibt eine Durchschnitsgeschwindigkeit von weniger als 5 km/h.

    Natürlich ist Geschwindigkeit nicht alles, aber ein Schiff das im 21 Jahrhundert mit Schrittgeschwindigkeit die Meere kreuzt stellt für mich keinen Forschritt dar. Es zeigt eigentlich nur, dass solarzellenbasierte Antriebe für die Schifffahrt unbrauchbar sind.

    Technische Fortschritte in der Schifffahrt sind für mich ehr das Enercon-Schiff mit Flettner-Rotoren oder der Lenkdrachen-Antrieb von Sky-Sails.
    die Betreiber das so gewollt hätten wie Sie, hätten sie es so gemacht. Sie wollten aber mit Licht 60.000 km zurücklegen. Sagenhafte Leistung. Ein grosser Schritt für die Menschheit. Lichtgetriebene Fahrzeuge
    - genial bei endlichen Roh/Treibstoffen. Es gibt ihn doch noch, den menschlichen Pioniergeist, jenseits der Waffentechnik.
  10. #29

    Wer zahlt?

    Zitat von crocodil Beitrag anzeigen
    ..wer zahlt denn das alles? Ich hoffe nicht duch Förderungsgelder von Regierungen. Da hat ja die Solarbranche wieder gute Aussichten, sich aus ihrem Dilemma zu erholen, wenn noch mehrere von diesen - nur zu Showzwecken- gebaute Boote gebaut werden. Für eine kommerzielle Nutzung ist das industikabel.
    Der Vollständigkeit halber sollte hier erwähnt sein, dass es sich um ein zwar in Deutschlad gebautes aber nach schweizerischen Konstuktionsplänen von schweizerischen Auftraggebern finanziertes Boot handelt.
    Als keine Angst: Es werden wohl kaum deutsche Steuergelder verschwendet!








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