Animationsfilm "Toy Story 3": Aufstand der Spielzeug-Rentner

Ab auf den Dachboden oder in die Müllverbrennungsanlage? Im dritten Teil der "Toy Story"-Saga versuchen die alten Spielzeughelden um Cowboy Woody und Astronaut Buzz Lightyear ihrer Entsorgung zu entkommen. Hinter ihrem lustigen Kampf steckt die ernste Frage, wie es sich in Würde altern lässt.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,708725,00.html
  1. #1

    Diskussion zwecklos.....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ab auf den Dachboden oder in die Müllverbrennungsanlage? Im dritten Teil der "Toy Story"-Saga versuchen die alten Spielzeughelden um Cowboy Woody und Astronaut Buzz Lightyear ihrer Entsorgung zu entkommen. Hinter ihrem lustigen Kampf steckt die ernste Frage, wie es sich in Würde altern lässt.

    http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,708725,00.html
    ....wo PIXAR draufsteht ist auch PIXAR drin. Ich war noch nie von einem PIXAR-Film enttäuscht (lediglich Cars hat mich nicht so begeistert); die Jungs haben es einfach drauf.
    Obwohl ich 1995 mehr als skeptisch war, als der erste Teil von Toy Story angekündigt wurde. Ein Trickfilm zu 100% aus dem Rechner, das konnte doch nur seelenloser Müll sein. Ich (und viele andere wahrscheinlich auch) wurde eines besseren belehrt. Die Technik ist hier nicht, wie in vielen anderen Produktionen, Selbstzweck, sondern immer nur Mittel zum Zweck. Mit immer ernsthaften Themen im Hintergrund, strickt Pixar liebevoll eine geist- und witzreiche Geschichte drumherum und gerade die computeranimierten Spielzeuge aus Toy Story haben mehr Potential zum Charakterdarsteller als so mancher Hollywoodstar.
    Fazit: Über Pixar gibt es nichts zu diskutieren, die sind einfach nur gut!
  2. #2

    Neue Aufgaben für die Alten...

    ...ich habe den Film noch nicht gesehen, aber aus Ausschnitten habe ich entnehmen können, dass die Toys ihrer Entsorgung zuvorkommen, indem sie Kinder bespaßen und so doch noch einen Zweck erfüllen.

    Das wäre doch ein Modell für eine generationengerechte Gesellschaft, in der es mittlerweile als selbstverständlich gillt, dass beide Elternteile arbeiten!
  3. #3

    Naja

    Zitat von alexl1966 Beitrag anzeigen
    Fazit: Über Pixar gibt es nichts zu diskutieren, die sind einfach nur gut!
    Überschätzt triffts meiner Meinung nach eher. "Toy Story 3" wird zwar von allen Seiten mit viel Geseiere in den Himmel gelobt, was ihn aber nun so einzigartig macht, ist mir nicht klar. Auch mit "Oben" konnte ich nicht viel anfangen, obwohl ein ähnlicher Hype vonstatten ging. Noch schwächer in meinen Augen war "Wall-E".

    Die Menschen brauchen halt Dinge, die sie verehren können, die für sie unantastbar sind und an die sie sich klammern können. Für die einen ist es das Image von Apple, für die anderen die Qualität von Pixar und für den einfallslosen Rest wohl die Religion.
  4. #4

    ...

    Zitat von alexl1966 Beitrag anzeigen
    Fazit: Über Pixar gibt es nichts zu diskutieren, die sind einfach nur gut!
    Sie sind der Kunde, den das Kino braucht.
  5. #5

    Pixar - Qualitätssiegel!

    Zitat von Fuchser Beitrag anzeigen
    Überschätzt triffts meiner Meinung nach eher. "Toy Story 3" wird zwar von allen Seiten mit viel Geseiere in den Himmel gelobt, was ihn aber nun so einzigartig macht, ist mir nicht klar. Auch mit "Oben" konnte ich nicht viel anfangen, obwohl ein ähnlicher Hype vonstatten ging. Noch schwächer in meinen Augen war "Wall-E".

    Die Menschen brauchen halt Dinge, die sie verehren können, die für sie unantastbar sind und an die sie sich klammern können. Für die einen ist es das Image von Apple, für die anderen die Qualität von Pixar und für den einfallslosen Rest wohl die Religion.

    Klar, die meisten Filme von Hitchcock, Kubrick, Lynch, Fincher werden ebenso überschätzt wie viele von Spielberg, den Coen-Brüdern, Weir, Welles, Forman, Eastwood, Scorsese, Jackson, Chaplin, Altman, Capra, Coppola, Ford, Allen und Zinnemann.

    Schauen wir uns doch am besten gar keine Filme mehr an. Alles überschätzt. Oder TV - nur Schrott!
    Oh ja, war klar, dass Apple noch kommt... Kaufen wir einfach keine Produkte mehr. Alles Markenwahn, nur gut fürs Image. Ein Leben als Aussteiger - ja, das wär was!
    Wobei... selbst das ist ja was fürs Image... mist.
  6. #6

    erstmal anschauen - dann diskutieren...

    ich hab den film schon vor einer woche in einer sneak-preview gesehen und kann nur sagen: macht spaß. ob es dann den elitären ansprüchen der "anti-mainstream-fraktion" gefällt, mag dahin gestellt sein. aber einfach mal über einen mit liebe zum detail gemachten film lachen kann auch schon (jedenfalls mich) erfreuen, auch wenn dieser zum hollywood-popkornkino gehört und nicht im programmkino läuft.

    seids doch mal nicht so verbissen!
  7. #7

    Ohne Reue

    Möchte mich alexl1966 nur anschliessen.

    Tatsächlich ist bei Pixar immer(noch) drin, was draufsteht, weil die in jeder Hinsicht - kreativ, strategisch, finanziell - Verantwortlichen seit frühestens 1984, offiziell seit `86 auch immer noch "drin" sind. Und immer noch konsequent ihrer Vision folgen: Quality is a great business plan.

    Deswegen bleibt auch immer noch jeder ihrer Lang- oder Kurzfilme länger im Gedächtnis, enthält jede ihrer Geschichten mehr grundsätzliche gesellschaftliche Bezüge, sind in jeder ihrer Stories mehr Rezeptionsebenen eingezogen, verweist zum großen Vergnügen der Zuschauer aller Alterschichten jede Szene auf mehr filmhistorische Schlüsselmomente, als - sagen wir mal: der gesamte Output der deutschen Filmproduktion in jedem beliebigen Jahr.

    Das gilt imho auch für vermeintlich 'schwächere' Filme wie z.B. "Cars", der auch nach Herausrechnen des durchschnittlichen Michael-Bay-Überwältigungsbonus' immer noch eine schlüssigere Geschichte, eine stringentere Dramaturgie, eine klarere, dabei glaubwürdige Figurenführung (es sind es doch "nur" Autos!), eine dichtere Atmosphäre und eine Emotion bietet, für die man sich auch als Erwachsener nicht rechtfertigen muß, als - okay, nochmal: die komplette Filmografie von z.B. Chris Columbus ("Home Alone" außen vor), eben jener Michael Bay, oder alles von Bruckheimer. Sein "National Treasure" geht als bildungspolitsch entschuldigtes guilty pleasure gerade so durch.

    Dank eines glücklichen Zufalls hatte ich '86 auf der SIGGRAPH in Dallas das unverhoffte Vergnügen, mit John Lasseter nach seiner spektakulären Präsentation von "Luxo Jr." an der Hotelbar über das Potential komplett computeranimierter Langfilme zu diskutieren.

    Ich bin sehr froh, dass ER mit seiner damals fast naiv wirkenden Haltung Recht behalten hat: It's not the technology that's going to entertain audiences, it's the story (Billy Wilder nickt heftig im Grabe).

    Zu meiner Erleichterung teilt mein fast Sechsjähriger die Freude an allen danach entstandenen Filmen. Natürlich gibt es nachvollziehbare Abweichungen der Vorlieben.
    Während er besonders "Cars", "Monsters Inc.", "Finding Nemo" und "Ratatouille" (in dieser Reihenfolge) von ganzem Herzen liebt, schätze ich die Intelligenz und den Anspielungsreichtum von "Toy Story I+II", "Bug's Life" oder den "Incredibles", gar nicht zu Reden von der unfasslichen und ebenso entsetzlichen Tiefe der erzählerischen Wahrheit in "Up" oder "WALL-E".

    Über all das könnte ich mich nach knapp 25 Jahren medienwissenschaftlicher und filmpraktischer Arbeit mit speziellen Fokus auf computer-generated imagery immer wieder gern den lieben+langen Tag hier im Forum steiten. Aber ich bin heut' zu müd'.

    Da freu' ich mich doch reinen Gewissens auf den 6. Geburtstag meines Söhnchens, den wir Seite an Seite vor "Toy Story 3" verbringen werden, IHM die erste 3D-Film-Erfahrung seines Lebens verpassend, und MIR die Gewissheit, dass wir uns in 20 Jahren nicht dafür schämen werden.

    Ich bin beileibe kein "Fan" von irgendwas. In Bezug auf Pixar könnte ich mir das noch überlegen.
  8. #8

    ... nicht für GROSSE ...

    Ich habe den Film mit meinen 3 Kindern bereits gesehen und wir haben uns alle bestens unterhalten gefühlt. Abgesehen davon das 3D-Brillen für Kinderaugen nichts taugen, war der Spass-Faktor sehr hoch. Was will man mehr. Der Film hat eine Botschaft und die ist für Kinder gedacht. Also - fragt lieber normale Kinder ...
    Wer seine Kinder gut unterhalten lassen will - Buzz Lightyear und Woody erreichen das locker. Auch die Tränendrüse wird bei den Kleinen nicht vernachlässigt.
    Technisch gut gemacht - flotte Handlung - nie langweilig - tolle Synchronisation - simple aber kindgerechte Geschichte.
    Danke - schöner Film.
  9. #9

    "Geseiere"

    Zitat von Fuchser Beitrag anzeigen

    Die Menschen brauchen halt Dinge, die sie verehren können,
    Reflexartige Lob-Allergie ist auch keine Lösung.
    Was auch immer man an Pixar kritisieren möchte (was war das bei ihnen nochmal außer einem dumpfen "gab mir nichts" ?), sind alle ihre Filme doch um Klassen besser als die Konkurrenz. Das einzige was sie vergeigt haben, war die Besetzung von Bully als Woody. Im Original hört man da immerhin Tom Hanks.
    Auch wenn Herr Buß mit dem offenbar bei SPON vorgeschriebenen Querverweis auf bundespolitische Befindlichkeiten übers Ziel hinausschießt, kann ich ihm sonst nur Recht geben.

    http://www.trailerseite.de/filmkriti...mkritiken.html