Nichts fragen, nichts wissen: Der Auftritt von Rupert und James Murdoch vor den britischen Parlamentariern gab*tiefe Einblicke in den*Managementstil der Firma News Corp.*Die Nachfolgedebatte ist längst im Gang, doch*der*Patriarch*will nicht gehen - er sei "die beste Person, um dies aufzuräumen".
http://www.spiegel.de/politik/auslan...775387,00.html
...wenn ich nen Konzern leite u. dort sowas passiert, dann kann ich doch nicht ernsthaft versuchen mich dadurch rauszureden, dass ich davon nichts mitbekommen habe... und selbst wenn, dann würd ich sagen Pech gehabt, Unwissenheit ist dein Problem...ich muss doch in meinem Job auch schauen, wie ich den gebacken krieg, dann hätte er halt Pizzabäcker oder Hundetherapeut werden sollen...
...aber diese Masche zieht immer wieder, gehts um Verantwortung: nix gewusst...
gehts ums Verdienen: alles mitgenommen
Sehr ironisch dieser Beitrag.
Die Medien haben schon einige Personen in den Ruin und/oder Wahnsinn getrieben und daran gut verdient. Rupert Murdoch ist der Inhaber eines mächtigen Medienimperiums,welches auch einige Boulevard-Zeitungen enthält. Ich frage mich,ob dieser Mann ihr Mitleid verdient hat,wenn er mit seinen eigenen Waffen geschlagen wird.
Ich wette, Spiegel-Redakteure wollen in 3 Monaten auch nichts davon gewusst haben, dass sie sich im Libyen-Krieg für eine auf Lügen aufgebaute Hetzpropaganda missbrauchen ließen.
So ist das eben mit der Geschichte: Im nachhinein sind wir alle klüger und manche sogar schon vorher.
Wird Murdoch den Stresstest im Parlament überstehen? Hat er vielleicht Dinge versäumt? Hätte seine Verbrecherin besser aufpassen müssen dann wäre es nicht passiert. Kann man wirklich von Korruption sprechen. Meinen Sie, dass auch die Regierung darin beteiligt ist?
Man redet gern von Skandal und Missgeschick von Versäumnissen und Unterlassungen, wenn man von Verbrechen und Korruption, Bestechung und möglichen Mord eines renommierten Journalisten sprechen sollte.
Die Berichterstattung und Meinungsfindung bewegt sich häufig in den unkommentierten Vernebelungsaussagen und hemmungslosen Lügen der Protagonisten und Verbrecher, von denen man berichtet. Und warum nennt man Korruption nicht Korruption.
Ob man bei Spiegel mittlerweile ansatzweise so ein System etabliert hat wie bei Murdochs FOX-News kann ich nicht beurteilen. Ich kann mich allerdings an einen Spiegel-Mitarbeiter in einem ICE erinnern, der sich am Telefon darüber aufgeregt hat dass Fukushima als Thema auf Platz 17 abgerutscht ist als es noch Top-Aktuell war. Man hört sowieso nur noch erstaunlich wenig davon, dafür dass es eine dreifache Kernschmelze gab.
Irgendwie finde ich die Beiträge hier etwas einseitig, habe daher beschlossen, eine lanze für Rupert Murdoch zu brechen.
Man muss Rupert Murdoch zugute halten, dass in Angesicht der Größe seines Unternehmens-'Imperiums' es durchaus sehr schnell vorkommen kann, dass man vieles nicht mitbekommt.
Nehmen Sie mal an, Sie wären schwer reich, könnten 5 Unternehmen Ihr eigen nennen, wollen aber mit der Leitung nichts zu tun haben (oder zumindest nicht im Detail). Nun, genau dafür stellen Sie Manager ein, die das dann für Sie tun.
Rupert Murdoch stellt schließlich Manager ein, die die Einzelunternehmen leiten, weil es eben unmöglich ist, bei der Größe eines solchen Multiunternehmens den Überblick zu behalten. Bei aller Antisympathie für Rupert Murdoch: Von daher ist es nun gar nicht sooo abwegig, wenn Rupert Murdoch behauptet, er hätte davon nichts gewusst. Ich habe das Gefühl, dass hier viele Foristen die Glaubwürdigkeit Rupert Murdochs ohne Sachzusammenhang direkt von der geringen Sympathie, die Sie für Rupert Murdoch empfinden, herleiten. Ein falsches Vorgehen!
Ihre Argumentation ist meiner Ansicht nach hingegen sehr zutreffend, wenn es um die Chefredakteurin Rebekah Brooks geht. Als direkte Leiterin dieser Zeitung hatte Sie sicherlich die Pflicht, über die Vorgänge der Zeitung, die Sie leitete, genau Bescheid zu wissen.
Und es ist schon etwas arg keck, nahezulegen, Rupert Murdoch solle sich doch besser als Pizzabäcker oder so verdingen, wenn er es als Leiter seines Multiunternehmens nicht drauf hat. In Angesicht des Multiunternehmens, das er aufgebaut hat, kann man wohl getrost annehmen, dass er als Unternehmer doch ein klein wenig geeignet ist.