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Anhörung vor Unterhaus: Rupert Murdoch zeigt Schwäche im Kreuzverhör

Nichts fragen, nichts wissen: Der Auftritt von Rupert und James Murdoch vor den britischen Parlamentariern gab*tiefe Einblicke in den*Managementstil der Firma News Corp.*Die Nachfolgedebatte ist längst im Gang, doch*der*Patriarch*will nicht gehen - er sei "die beste Person, um dies aufzuräumen".

http://www.spiegel.de/politik/auslan...775387,00.html
  1. #10

    Limitiert verantwortlich sein,

    will der Herr Murdoch.
    Natuerlich nicht fuer den schlechten Ruf, den viele Menschen mit seinem Medienimperium verbinden. Dafuer will er nichts koennen, weil er anderen vertraut hat, aber weiterhin leiten will er das Unternehmen.

    Anscheinend ist der Mann nicht mehr faehig/willens, sich klar zu machen, was fuehren beinhaltet. Er will auch nicht einsehen, dass der CEO letzlich fuer alles verantwortlich ist, egal ob er davon gewusst hat, den die anderen Typen handelten ja in seinem Namen (vielleicht, aber nur vielleicht ohne diesen Auftrag).
    Spaetestens nach den Geldzahlungen haette dieser CEO einschreiten muessen. Hat er aber nicht.
  2. #11

    drauf

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nichts fragen, nichts wissen: Der Auftritt von Rupert und James Murdoch vor den britischen Parlamentariern gab*tiefe Einblicke in den*Managementstil der Firma News Corp.*Die Nachfolgedebatte ist längst im Gang, doch*der*Patriarch*will nicht gehen - er sei "die beste Person, um dies aufzuräumen".

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...775387,00.html
    Immer feste drauf, typisch Spiegel, wenn jemand schon gefallen
    ist, wie damals Kachelmann und DSK ! Ihr lernt's nie !
    Der Mann ist doch schon 80 Jahre alt- darf er keine Schwäche
    zeigen?- wenn nicht jetzt wann dann ????? Eine zynische menschenverachtende Presse haben wir !!!!!!
  3. #12

    Preisfrage oder Fall für den Hohlspiegel

    Wer findet hier den Fehler?
  4. #13

    Murdoch ist ein alter Mann

    Murdoch ist heute ein alter Mann, der mitsamt seinen willigen Gefolgsleuten sein Leben lang wissentlich Gesetze gebrochen und gegen Moralgebote verstoßen hat. Dieser Mann und seine Hofschranzen berufen sich heute auf Nichtwissen. Das war zu erwarten. Gewusst hat es doch jeder, daß es aber einmal öffentlich diskutiert wird, hätte ich nicht geglaubt.
  5. #14

    Watergate reloaded.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nichts fragen, nichts wissen: Der Auftritt von Rupert und James Murdoch vor den britischen Parlamentariern gab*tiefe Einblicke in den*Managementstil der Firma News Corp.*Die Nachfolgedebatte ist längst im Gang, doch*der*Patriarch*will nicht gehen - er sei "die beste Person, um dies aufzuräumen".

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...775387,00.html
    na wie war das damals im Erwin Ausschuss, als der republikanische Vertreter fragte, "what did the president know and when did he know it (es ging um Watergate)
    Und die Persiflage war dann...what did the president know and when did he stop knowing (was wusste der Praesident und wann hoerte auf, etwas zu wissen.)
    Das ueberhaupt jemand das glauben kann, dass jemand, der eine Auszahlung von 700.000 GBP genehmigt, nicht weiss, wofuer, da fragt man sich dann unwillkuerlich, wer gehoert in den Knast, der Taeter oder derjenige, der so etwas glaubt.
  6. #15

    Murdochs haben GB fest im Griff!

    Keiner will was gewusst haben in der News International/News Corporation, das was nicht mit rechten Dingen zuging. Das kann ja wohl keiner glauben. Aber als dann die Firma einen Aussenstehenden endlich in die Firma bringt (Lord Macdonald - frueheren Oberstaatsanwalt von GB), um die internen Untersuchungspapiere zu ueberarbeiten braucht der "3 oder 4 Minuten" bis ihm auffaellt, das etwas faul an der Sache ist, und die Polizei eingeschaltet werden muss.

    Die Murdochs sagten, sie haetten einer externen Anwaltsfirma (Harbottle and Lewis - die sich auch die Untersuchungspapiere angeschaut hat) geglaubt, die sagten das alles ok waere, und sich nicht weiter um andere Meinungen gekuemmert - auch nicht der des parlamentarischen Untersuchungsausschusses, der schon vor Jahren den frueher vorgeladenen New International Managern "gemeinsamen Gedaechnisverlust" vorwarf.

    Mit anderen Worten, es interessiert die Murdochs nicht, was demokratisch gewaehlte Abgeordnete denken. Demokratie, was soll das? Denn es ist ja schliesslich so, Rebekah Brooks (Chefin von News International bis letzten Freitag) ist Nachbarin von David Cameron. Und die haben sich schon 26 (!) Mal getroffen. Und die Murdoch Presse hat 44% der Leser englischer Zeitungen, und das Privatfernsehen gehoert ihnen ja schliesslich auch zu 40% schon.

    Die Macht von Murdoch ist so gewaltig, dass die anscheinend machen koennen was sie wollen in GB. Der Murdoch kann noch so ein alter Opa sein - die haben GB fest im Griff, Polizei wird anscheinend geschmiert (zwei der obersten Polisisten schon zurueckgetreten), und gut ist!

    Denkt jetzt vielleicht einer das laeuft in Deutschland anders?
  7. #16

    das geht genau so aus...

    ... wie bei ähnlichen Fällen in Deutschland, z.B. Telekom. Die oben sagen aus sie haben nichts gewusst, obwohl jeder weis dass solche Sachen nicht gemacht werden können wenn das nicht von ganz oben kommt. Am Ende wird der Pförtner, die Putzfrau oder der Gärtner entlassen und angeklagt.
    Die Leute ganz oben wissen halt wie es geht, nichts schriftliches, nichts per Mail, nur in 1:1 Gesprächen, ohne Zeugen etc.... dann behauptet man hinterher man wusste von nichts, und fertig. Immer das Gleiche....
    allerdings hinterfrage ich bei sowas immer die Eingnung dieser Leute zur Führungspersönlichkeit. Ein Ricke oder Murdoch sind doch als Führungskraft ungeeignet und haben total versagt wenn sie nicht peilen was ihre Untergebenen tun....
  8. #17

    Nazikeule

    Zitat von kjartan75 Beitrag anzeigen
    Na gut, vielleicht nicht so ganz...Fleischhauer würde selbst den Herrn in Schutz nehmen, der von 1933-45 in Deutschland, wenn es seiner Sache dient, gegen alles "Linke" zu wettern. ;)
    Gut, dass es die Nazikeule gibt. So steht man Argumenten wenigstens nicht hilflos gegenüber.
  9. #18

    .

    Zitat von Sabi Beitrag anzeigen
    Immer feste drauf, typisch Spiegel, wenn jemand schon gefallen
    ist, wie damals Kachelmann und DSK ! Ihr lernt's nie !
    Der Mann ist doch schon 80 Jahre alt- darf er keine Schwäche
    zeigen?- wenn nicht jetzt wann dann ? Eine zynische menschenverachtende Presse haben wir !!!!!!
    So wie die von seinen Blättern und Sendern gegängelten Personen eine Schwäche zeigen durften? Natürlich sind diese Blätter und Sender im Vergleich zum Spiegel mit der Apotherker-Zeitung gleichzusetzen oder etwa nicht? Was war an dem Artikel nochmal genau menschenverachtend?
  10. #19

    Das Zentralproblem

    Zitat von matt_us Beitrag anzeigen
    Die Macht von Murdoch ist so gewaltig, dass die anscheinend machen koennen was sie wollen in GB. Der Murdoch kann noch so ein alter Opa sein - die haben GB fest im Griff, Polizei wird anscheinend geschmiert (zwei der obersten Polisisten schon zurueckgetreten), und gut ist!
    Die Macht von Menschen, die Macht haben, ohne dafür gewählt worden zu sein, und deshalb auch ausserhalb der "demokratischen Kontrolle" (z.B. Parlament) stehen, ist das Zentralproblem. Nicht der fiese Charakter von Murdoch, sondern die Gesetze oder ihre unzulängliche Anwendung, die zulassen, dass solch eine fieser Character sich so lange (an der Macht) halten kann, ist der eigentliche Skandal in dieser Angelegenheit.
    Denkt jetzt vielleicht einer das laeuft in Deutschland anders?
    Sicherlich nicht, und es beschränkt sich auch nicht auf die Presse, sondern betrifft alle mächtigen Instutionen (Oelfirmen, Banken ...).

    Seit ewigen Zeiten weiss man: Macht korrumpiert, abolute Macht korrumpiert absolut, und da hilft auch nur selten die Justiz, parlamentarische Kontrolle usw.

    Als ich noch klein und naiv war, glaubte ich immer, dass Anti-Kartell-Gesetze geschaffen wurden um genau das, nämlich unkontrollierbare Macht zu verhindern.


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