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Anhörung des WikiLeaks-Aktivisten: Assanges Kampf*gegen die Auslieferung

Julian Assange wehrt sich vor dem britischen Supreme Court gegen eine Auslieferung nach Schweden.*Was wird dem WikiLeaks-Star vorgeworfen? Droht ihm eine Auslieferung in die USA? Was ist das Besondere an der Rechtslage in Schweden? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...812635,00.html
  1. #30

    Zitat von Hugh Beitrag anzeigen
    … Schweden ist k e i n Rechtsstaat in unserem Sinne…
    Und das warum genau? Was ist denn ein Rechtsstaat in „ihrem Sinne“?

    Zitat von Hugh Beitrag anzeigen
    … Oder würden Sie hier wegen schlechtem Sex als Vergewaltiger dastehen?…
    Lesen Sie die den Antrag. Da steht nix von „schlechtem Sex“… Und wenn das, was er getan haben soll, in Schweden strafrechtlich relevant ist, dann ist dann nun mal so. Wenn er nichts zu befürchten hat, kann er der Vernehmung ja entspannt entgegensehen.

    Zitat von Hugh Beitrag anzeigen
    … Würden Richter und Staatsanwälte die offen von Interessenvertretern gesponsort werden, hier in Fällen, die ihre Sponsoren anleiern, als unbefangen betrachtet? ….
    Damit unterstellen Sie den schwedischen Richtern Korruption. Beweise? Belege?

    Zitat von Hugh Beitrag anzeigen
    … Es gab solche Fälle (Entführungen) und die schwedische Regierung hat sich einen Teufel darum geschert, dass in Flugzeugen, die in Schweden zwischenlandeten, betankt und auch im Inneren inspiziert wurden (von Polizei und Zoll), Entführungsopfer der CIA auf dem Weg nach Guantanamo saßen, ….
    Sie meinem wie bei uns? In UNSEREM Rechtsstaat? Nicht doch…

    Zum Schluss nochmal eine Frage an alle Verschwörungstheoretiker hier: Was ist wohl leichter? Assange von einem im Krieg treu zur Seite stehenden Bündnispartner zu bekommen oder eine Entführung auf dem Weg zu einem gerichtlichen Prozess, der von der ganzen Presse verfolgt wird, zu inszenieren?
  2. #31

    Kennen Sie Schweden?

    Zitat von themistokles Beitrag anzeigen
    (...) Zum Schluss nochmal eine Frage an alle Verschwörungstheoretiker hier: Was ist wohl leichter? Assange von einem im Krieg treu zur Seite stehenden Bündnispartner zu bekommen oder eine Entführung auf dem Weg zu einem gerichtlichen Prozess, der von der ganzen Presse verfolgt wird, zu inszenieren?
    Fühle mich zwar nicht als Verschwörungstheoretiker, nehme den Ball dennoch auf, da ich mir anmaße, Schweden etwas besser zu kennen. Ich habe da gewohnt, Steuern gezahlt, spreche die Sprache. Wohingegen viele hier im Forum offenbar ihr Schwedenbild aus ABBA-Songs, 70er-Jahre-Pornos und der IKEA-Werbung beziehen.

    Also: schwedische Regierungen haben seither vor der jeweiligen Großmacht gekuscht und selbst die eigenen Gesetze verleugnet. Sei es, dass man die Wehrmacht nach Norwegen durch schwedisches Gebiet marschieren lässt, Balten den Sowjets ausliefert oder der CIA munter ägyptische Asylbewerber unter aktivem Wegsehen schwedischer Beamter entführt. Alles belegt, alles dokumentiert; diese Realitäten hätte sich kaum ein Verschwörungstheoretiker ausdenken können. Die Schweden haben eine eigenes Wort für diese Unterwürfigkeit: undfallenhet.

    Wenn die Saudis mal zu Weltmacht werden sollten, muss sich Prinzessin Madelein in acht nehmen, dass sie nicht von der schwedischen Regierung dorthin zwangsverheiratet wird.
  3. #32

    Zitat von ellereller Beitrag anzeigen
    (...)Womit sich die Frage stellt: Warum kämpft dann Assange so leidenschaftlich darum, nicht vor schwedisches Gericht gestellt zu werden?
    Die Frage stellt sich tatsächlich - genau genommen wird sie nur von der Assange-Fangemeinde auffallend vermieden. Offenbar ist es (trotz unzähliger Beispiele aus der Geschichte) noch immer schwer zu verstehen, daß jemand eine gute Idee haben und trotzdem ein ziemliches Ekelpaket sein kann.

    Statt dessen wird mit einer gewissen Angstlust die Vorstellung kolportiert, wie Assange in Guantanamo schmachtet...
  4. #33

    Zitat von elikey01 Beitrag anzeigen
    (...)Was der schwed. StA aus den "Begegnungen" A.'s mit den beiden Schwedinnen konstruierte (keine hat ihn wg. eines sex. Vergehens angezeigt), dass es einem europ. Haftbefehl standhält, obwohl er zu den "Anschuldigungen" ("Vergewaltigungsvorwurf") lediglich befragt werden soll, scheint gleichermaßen bedenklich.
    Anhören könnten ihn die schwed. Justizbehörden auch in GB; rechtlich dürfte das unproblematisch sein.
    Auch in Schweden mag es profilsüchtige Staatsanwälte geben.

    Letztlich lassen sich auch von daher Rückschlüsse auf ein Politikum ziehen.(...)
    Sie können Schlüsse ziehen, soviel Sie wollen. Um eines kommen Sie nicht herum: Assange ist angeklagt, in Schweden gegen ein in SChweden gültiges GEsetz verstoßen zu haben. Einer Anhörung dazu hat Assange sich durch schlichte Abreise entzogen - womit es Herr Assange ist, der ein zweifelhaftes Verhältnis zum Rechtsstaat zeigt, und als solchen dürfen wir Schweden ja wohl einstweilen noch bezeichnen. Offenbar ist er der Meinung, daß Gesetze nur für andere gelten.
    Erst danach wurde der internationale Haftbefehl ausgestellt.
    Das ist die ganze Geschichte.
    Kein Politikum, nirgends.

    Falls Sie es überlesen haben: Aus dem Artikel geht zweifelsfrei hervor, daß eine Ausslieferung an die USA von Schweden aus nich wahrscheinlicher ist als von GB aus.
  5. #34

    Zitat von DerGerät Beitrag anzeigen
    Die Usa und der Westen haben Assange perfide ausgeknockt.
    Welche Regierung bitte will den heutzutage noch, dass das Volk die Wahrheit zu Licht bekommt?
    Die Politik ist ein Netz voller Lügen und da passt Assange ganz und gar nicht rein.
    Wie man hört wird Assange demnächst eine Talk-Show fürs russische Staatsfernsehen moderieren. Wenn ihn das nicht als Verfechter der Wahrheit und und Freiheit ausweist...
    WikiLeaks-Gründer: Assanges Talkshow läuft bei russischem Sender - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
  6. #35

    Zitat von Maynemeinung Beitrag anzeigen
    (...)So wie bei uns die Grünen und die Alt-68er erfolgreich den "Marsch durch die Institutionen" angetreten haben, haben in Schweden bestimmte Feministinnen Schlüsselpositionen in Politik, Justiz und Verwaltung eingenommen. (...)
    Das können Sie selbstverständlich so sehen, ist ein freies Land hier, da dürfen Sie sagen, was Ihnen beliebt, selbst wenns Schwachsinn ist!

    Nur soviel:
    Es gibt in Schweden Gesetze, die gewisse Dinge unter STrafe stellen. Und an die muß sich jeder halten, der nach SChweden reist, auch wenn ihm diese Gesetze nicht passen.
    Das gilt übrigens auch für andere Länder:
    Türkeiurlauber sind schon am Flughafen bei Antritt der Heimreise verhaftet worden, weil sie als Souvenier einen Stein mit genommen haben, der dann angeblich - oder tatsächlich - ein antikes Stück war. In Thailand kommt man in den Knast, wenn man ein Bild des Königs (ein Bild, nicht den König selbst!) mit etwas bewirft - z. B. einem Farbbeutel - weil das als Majestätsbeleidigung gilt.

    Wie man hört, soll Assange demnächst eine Talk-Show fürs russische Staats-TV moderieren. Um für Wahrheit und Frieden zu kämpfen, nehme ich an. Vielleicht sollte ihm jemand rechtzeitig stecken, daß man in den russischen Medien nicht zu keck vorgehen sollte - Journalisten werden dort nicht verhaftet, sondern lieber gleich erschossen.
  7. #36

    Nur die halbe Geschichte

    Zitat von sophistocat Beitrag anzeigen
    Sie können Schlüsse ziehen, soviel Sie wollen. Um eines kommen Sie nicht herum: Assange ist angeklagt, in Schweden gegen ein in SChweden gültiges GEsetz verstoßen zu haben.
    Seit wann das denn? Müsste dann ja heute passiert sein. Denn bisher wurde eben noch - k e i n e - Anklage erhoben. Deswegen ja das Konstrukt, man wolle ihn befragen.

    Einer Anhörung dazu hat Assange sich durch schlichte Abreise entzogen - womit es Herr Assange ist, der ein zweifelhaftes Verhältnis zum Rechtsstaat zeigt, und als solchen dürfen wir Schweden ja wohl einstweilen noch bezeichnen.
    Er hat sich nicht entzogen sondern Schweden hatte das Verfahren gegen ihn eingestellt, nachdem man ihn ja schon befragt hatte, und ihm mitgeteilt, dass er ausreisen könne. Da er keinen Wohnsitz in Schweden hat, hat er sich auf den Weg nach Haus gemacht.
    Als er dann in Lodon war, kam überraschend der Haftbefehl, nachdem eine eigentlich nicht zuständige als radikale Feministin bekannte Staatsanwältin das geschlossene Verfahren an sich gerissen und wieder eröffnet hat.

    Offenbar ist er der Meinung, daß Gesetze nur für andere gelten.Erst danach wurde der internationale Haftbefehl ausgestellt.
    Nein, er ist nur der Meinung, das Gesetze, die Unrechtsjustiz verbieten, auch für ihn gelten. Stimmt, aber sagt eben nur aus, dass ein mieses Spiel getrieben wurde. Befragen kann man ohne von einer Staatsanwältin ausgestellten Haftbefehl. In welchen Staat gibt es denn so was? Nordkorea kommt mir da in den Sinn, oder die Ex-Sowjet Union und ihre Satelliten, und eben Schweden.
    Ansonsten gilt in Rechtsstaaten Richtervorbehalt.

    Das ist die ganze Geschichte.
    Kein Politikum, nirgends.
    Nein das war nur die Halbe Geschichte. Das was Ihnen nicht in den Kram passt haben Sie unterschlagen. Man kann auch mit der halben Wahrheit lügen.
    Nur Politik, nichts anderes.

    Falls Sie es überlesen haben: Aus dem Artikel geht zweifelsfrei hervor, daß eine Ausslieferung an die USA von Schweden aus nich wahrscheinlicher ist als von GB aus.
    Das geht eben aus dem Artikel nicht hervor. Es wurde nur behauptet, ohne aber die schwedische Realität zu beachten.
    Heute hat zB die schwedische Justiz ihr ihren Sponsorn geschuldetes Urteil über die Pirate Bay Gründer bestätigt. Kein Politikum? Wirklich nicht?
  8. #37

    Türkei, Thailand

    Zitat von sophistocat Beitrag anzeigen
    (...)
    Nur soviel:
    Es gibt in Schweden Gesetze, die gewisse Dinge unter STrafe stellen. Und an die muß sich jeder halten, der nach SChweden reist, auch wenn ihm diese Gesetze nicht passen.
    Das gilt übrigens auch für andere Länder:
    Türkeiurlauber sind schon am Flughafen bei Antritt der Heimreise verhaftet worden, weil sie als Souvenier einen Stein mit genommen haben, der dann angeblich - oder tatsächlich - ein antikes Stück war. In Thailand kommt man in den Knast, wenn man ein Bild des Königs (ein Bild, nicht den König selbst!) mit etwas bewirft - z. B. einem Farbbeutel - weil das als Majestätsbeleidigung gilt.
    (...)
    Thailand, Türkei. Wenn das Ihr Ideal eines Rechtsstaats ist, bitteschön.

    Ich würde mir von einem westeuropäischen OECD-Land, EU-Mitglied obendrein, etwas anderes erwarten.
  9. #38

    Anklage?

    Zitat von sophistocat Beitrag anzeigen
    Um eines kommen Sie nicht herum: Assange ist angeklagt, in Schweden gegen ein in SChweden gültiges GEsetz verstoßen zu haben.
    Einer Anhörung dazu hat Assange sich durch schlichte Abreise entzogen - womit es Herr Assange ist, der ein zweifelhaftes Verhältnis zum Rechtsstaat zeigt, und als solchen dürfen wir Schweden ja wohl einstweilen noch bezeichnen. Offenbar ist er der Meinung, daß Gesetze nur für andere gelten.
    Erst danach wurde der internationale Haftbefehl ausgestellt.
    Assange ist nach wie vor nicht angeklagt, darum geht es ja, es gab lediglich die Anschuldigung (angeblich sollen die Frauen sogar gesagt haben, sie wollten ihn nicht mal anzeigen, es ging nur um die Frage, ob sie ihn zu einem HiV-Test zwingen können) und eine Untersuchung der Staatsanwaltschaft in Stockholm, die diese dann sogar eingestellt hat. Der Haftbefehl kam später aus Göteborg, und er soll ja angeblich nur befragt werden. Und die Ausreise wurde ihm ja erlaubt..
  10. #39

    Wer ist Herr Assange?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Julian Assange wehrt sich vor dem britischen Supreme Court gegen eine Auslieferung nach Schweden.*Was wird dem WikiLeaks-Star vorgeworfen? Droht ihm eine Auslieferung in die USA? Was ist das Besondere an der Rechtslage in Schweden? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

    Anhörung des WikiLeaks-Aktivisten: Assanges letzter Kampf*gegen die Auslieferung - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    Offensichtlich ist er in keinster Weise dazu bereit, sich der Verantwortung zu stellen.
    Weder bei den Angelegenheiten in Schweden, noch was seine Veröffentlichungen anbelangt.
    Den Kopf dürfen dafür andere hinhalten. Wenn er integer wäre, würde er sich den Vorwürfen in Schweden stellen - und hätte Argumente für das, was er veröffentlicht hat.
    Man bekommt den Eindruck, daß es ihm nicht um Gerechtigkeit geht, sondern darum, daß das Geld in Strömen fließt. Das war der Fall bei den Veröffentlichungen hinsichtlich des Iraks - und nun hat er eine neue Geldquelle entdeckt: Rußland.
    Für meine Begriffe ist Herr Assange nur unglaubwürdig: unter dem Deckmäntelchen gegen die Hegemonie Amerikas zu kämpfen, macht er nur Geld - und andere bezahlen mit dem Leben dafür.








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