dapdDer Chefwechsel weg von Westwelle hin zu Rösler hat nicht geholfen: Der FDP laufen die Mitglieder zu Tausenden davon, binnen eines Jahres hat sie fast acht Prozent ihrer Anhänger mit Parteibuch verloren. Auch die anderen Parteien verloren Mitglieder - mit zwei Ausnahmen.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...814888,00.html
Die Gründe können noch einfacher sein: vielleicht merken die Menschen endlich, in welchen Parteien es nur noch um Postenschacherei und persönliches Abkassieren der Funktionäre geht und welche Parteien wirklich Interesse daran haben, Politik für die Menschen in Deutschland zu machen.
Inwiefern die Piraten wirklich eine politische Bedeutung über den Protest Charakter hinaus haben wird, wird die Zukunft zeigen.
Zur Zeit machen sie aber eher den Eindruck einer FDP der Internetcommunity - Lobbyismus für ihre Sache mit teilweise sehr agitatorischen Mitteln siehe gerade der Aktionismus zu ACTA mit Falschaussagen, Verzerrungen und Unwahrheiten.
Würden sie ACTA seriös kritisieren (was durchaus möglich ist), wären sie für mich glaubwürdiger.
So sind die Piraten eben nur eine FDP für die Welt des Internet mit ähnlich platten und ihrer Klientel verbundenen Aussagen wie die alte Fast Drei Prozent Partei.
Ja.
Allerdings: aus den Parteien werden die späteren Amtsträger rekrutiert. Bei stetig abnehmender Wahlbeteiligung, gleichzeitig schrumpfenden Parteien vergrössert sich das von Ihnen zutreffend erkannte Problem sogar noch. Die Zahl der willigen Bereicherer wird kleiner und entsprechend grösser sind die Chancen auf ein Pöstchen. Dem Wähler hilft das schlussendlich nicht...
... die FDP noch so viele Mitglieder hat - sie arbeitet aber dran.
"Außerdem werde Politik immer weniger verstanden" - heißt das, wir sind alle zu blöd, die "Vordenker" zu begreifen?
Wir brauchen also die Diktatur von oben zu unserem eigenen Besten.
Es tut gut, solche Thesen in der freien Presse zu lesen...