Forum: Blogs
Angst vor Taliban: Junge Frauen verlassen Afghanistan
Getty ImagesAus Furcht vor einer erneuten Machtübernahme der Taliban kehren immer mehr junge, gut ausgebildete Frauen Afghanistan den Rücken. Wenn 2014 die ausländischen Truppen das Land verlassen, könnte sich die Situation der weiblichen Bevölkerung nochmals verschlechtern, warnen Frauenrechtlerinnen.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...835482,00.html
- #1 27.05.2012 17:36 von
Die Frauen sollten nicht das Land hinter sich lassen, sondern die "Religion", die für all das verantwortlich ist.
- #2 27.05.2012 17:38 von
Man hat ja nicht nur die Demokratie am Hindukusch verteidigt, sondern auch den Schulweg von Frauen und Mädchen gesichert und damit Bildung ermöglicht. Aber genau das, was diese Frauen jetzt befürchten, wird übrig bleiben, von den Ideen dt und anderer Politiker.
Diese Hoffnungen und Wünsche müssen aus dem Volk kommen, die das anstreben. Man kann das nicht verordnen und die Nebenwirkungen, wie Krieg und Unterdrückungen verdrängen.
Das Vorbild Deutschland kann man sich wünschen, aber nicht transportieren und einem fremden Volk über stülpen.
MfG. Rainer - #3 27.05.2012 17:42 von
- #4 27.05.2012 17:56 von
Gemach
solange die Heroinproduktion und die Rohstoffausbeutung nicht gestört werden können die Taliban dort Hieronimus Bosch in Szene setzen soviel sie wollen.
- #5 27.05.2012 18:01 von
Nicht das Volk
Diese Hoffnungen und Wünsche kommen ja auch aus dem Volk, die Machtverhältnisse sind jedoch anders. "Überstülpen"? Dem "Volk"? Zu dem Volk gehören ja auch Frauen und Kinder, gerade Mädchen, aber man denke auch an die "Lustknaben" - diese sind weitgehend rechtlos oder stark benachteiligt, unter den Taliban waren es schlicht rechtlose "Untermenschen" unter der Herrschaft des Mannes. Da die Herrschaft der Taliban faschistoid war, nutze ich auch diese richtige Terminologie.
Somit bleibt die Frage: darf man einem patriarchalen und faschistoiden Herrschaftssystem zum Nutzen weniger, welches große Teile des Volkes rechtlos stellt, und wo Tradition schlicht geronnene Machtverhältnisse einer Gruppe darstellen, die zudem noch recht stark durch die Taliban pervertiert wurden - darf man diesem System ein freieres "überstülpen"? Diese Frage muss man sich stellen. Aber man darf es, meiner Meinung nach, nicht so darstellen, als würde man "dem Volk" etwas oktroyieren, wenn nur die Machtbasis weniger gefährdet wird.
Obiges kann man natürlich mit Nein beantworten, ebenso kann man die Entsendung von Truppen verneinen, ohne sich diese Machtstrukturen zu eigenen zu machen, man kann auf das eigene Unrecht verweisen, welches generiert wird, wenn Unrecht bekämpft wird, auch unter starken Eigeninteressen - alles legitim.
Aber man sollte die Dinge auch beim Namen nennen - und bei (bewaffneten) patriarchal und traditionell geprägten Gewaltherrschern und Nutznießern eines pervertierten und anti-freiheitlichen Machtsystems - und hier auch nur Männer - nicht von "dem Volk" sprechen.
Nur zur Klarstellung. Die Frauen sollten, polemisch gesagt, alle auswandern - dann können die Männer alleine sich daran berauschen, Macht auszuüben - und sich - noch polemischer - gegenseitig mit Gewalt die Führung streitig machen in Clan-Strukturen, bis niemand mehr da ist, den man ausbeuten kann.
Einmal meine Gedanken ausgedrückt. - #6 27.05.2012 18:03 von
Die LINKE
Was sagen denn eigentlich die ansonsten so engagierten Frauenrechtlerinnen der oben genannten Partei zu diesem Thema, nachdem es dort anscheinend Mode geworden ist, sich dem Islam anzubiedern?
- #7 27.05.2012 18:04 von
- #8 27.05.2012 18:04 von
- #9 27.05.2012 18:09 von
Die aktuellen Top-Themen
Antworten / Zitieren


