Angst vor Religionskrieg in Syrien: Rims gefährliche Lüge für den Frieden

REUTERSEine junge Syrerin verfolgt einen riskanten Plan, um einen Religionskrieg in ihrem Land zu verhindern. Die Aktivistin gibt sich als Alawitin aus. Eine Lüge, mit der sie die Minderheit vor Racheakten sunnitischer Rebellen schützen will.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...849060,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine junge Syrerin verfolgt einen riskanten Plan, um einen Religionskrieg in ihrem Land zu verhindern. Die Aktivistin gibt sich als Alawitin aus. Eine Lüge, mit der sie die Minderheit vor Racheakten sunnitischer Rebellen schützen will.

    Aktivisten kämpfen in Damaskus gegen Syriens drohenden Religionskrieg - SPIEGEL ONLINE
    Und damit die Minderheit doch nicht vor der Rache geschützt ist, kommt das hier auf der Titelseite?
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine junge Syrerin verfolgt einen riskanten Plan, um einen Religionskrieg in ihrem Land zu verhindern. Die Aktivistin gibt sich als Alawitin aus. Eine Lüge, mit der sie die Minderheit vor Racheakten sunnitischer Rebellen schützen will.

    Aktivisten kämpfen in Damaskus gegen Syriens drohenden Religionskrieg - SPIEGEL ONLINE
    Ach, die ist ebenfalls eine Terroristin. Wie alle anderen da unten. </ironie>
  3. #3

    Konsequenzen der Verweigerung

    Die Alewiten haben sich mehrheitlich gegen die Revolution gestellt. Die Konsequenz wird sicher schlimmer als nur der Verlust der Macht.
  4. #4

    ungläubige

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine junge Syrerin verfolgt einen riskanten Plan, um einen Religionskrieg in ihrem Land zu verhindern. Die Aktivistin gibt sich als Alawitin aus. Eine Lüge, mit der sie die Minderheit vor Racheakten sunnitischer Rebellen schützen will.

    Aktivisten kämpfen in Damaskus gegen Syriens drohenden Religionskrieg - SPIEGEL ONLINE
    soweit ich weiß, nennt der koran diejenigen ungläbige, die an keinen oder an mehrere götter glauben. die anhänger der montheistischen religionen judentum und christentum - von denen mohammed zumindest inspiriert wurde - sind keine ungläubigen.
  5. #5

    Friede

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine junge Syrerin verfolgt einen riskanten Plan, um einen Religionskrieg in ihrem Land zu verhindern. Die Aktivistin gibt sich als Alawitin aus. Eine Lüge, mit der sie die Minderheit vor Racheakten sunnitischer Rebellen schützen will.

    Aktivisten kämpfen in Damaskus gegen Syriens drohenden Religionskrieg - SPIEGEL ONLINE
    Einer der ganz wenigen Artikel, die die besondere Lage in Syrien objektiver betrachtet. Scheinbar musste ihm aber das Mäntelchen einer sich selbst alevitisch nennenden Sunnitin umgelegt werden,
    die (wenn es denn so stimmt) gegen Hass und möglichen Völkermord arbeitet. Ich zweifele nur am Erfolg ihrer Mission. Leider. Egal, wie der Konflikt ausgeht, die jetzt eskalierenden Spannungen zwischen den ethnischen und religiösen Gruppen werden noch auf Jahrzehnte bestehen bleiben.
  6. #6

    Noch kein Religionskrieg

    Dass es jetzt schon einen Glaubenskrieg Shiiten (Alawiten) gegen Sunniten gäbe, wie der Schreiber aus Beirut vermutet, wird von anderen Jornalisten wie Jenan Moussa (aljazeera) vehement bestritten.
    In Aleppo, das mehrheitlich sunnitisch sei, wären die meisten Sunniten gegen die FSA.
    Der niederländische Journalist Haral Dornboos twittert aus Aleppo, dass an der Seiter der syrischen Armee auch schon kurdische Kämpfer der PKK aktiv geworden seien. Es leben neben Kurden auch viele Christen, ca. 150.000 in Aleppo, die die FSA eher heute als morgen in die Hölle wünschen.
    Noch ist es also kein Religionskrieg, sondern es ist komplexer - die selbsternannte "Internationale Gemeinschaft" könnte ihn aber dazu machen.
  7. #7

    Sympathie mit der Zivilbevölkerung

    Diesen Beitrag von Raniah Salloum finde ich gut. Die mutige Syrerin "Rim" gehört zu den Aktivisten, die den Aufstand friedlich und unbewaffnet unterstützen. Sie hat meine Sympathie und ich wünsche ihr alles Gute. Die ausländischen Mächte, die direkt und indirekt die Rebellen bewaffnen, denken zuviel an ihre eigenen politischen Interessen und berücksichtigen zuwenig die Meinung der in Syrien lebende Zivilbevölkerung, denke ich. Statt Waffen, Munition und Sprengstoff sollten Wasser, Nahrungsmittel, Medikamente und Saatgut finanziert und geliefert werden.
  8. #8

    Komplexität

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine junge Syrerin verfolgt einen riskanten Plan, um einen Religionskrieg in ihrem Land zu verhindern. Die Aktivistin gibt sich als Alawitin aus. Eine Lüge, mit der sie die Minderheit vor Racheakten sunnitischer Rebellen schützen will.

    Aktivisten kämpfen in Damaskus gegen Syriens drohenden Religionskrieg - SPIEGEL ONLINE
    Ich finde es traurig, dass Russland, Iran und China die Religionsgruppen aufeinanderhetzen, indem immer wieder von der Bedrohung durch Racheakte in einem Post-Assad-Syrien geredet wird.
    Es gibt auf beiden Seiten aktive und passive Menschen, aber dass Assad Wohnviertel im eigenen Land bombardieren lässt und Demonstrationen zusammenschiessen lässt, ist mehr als markant um die Natur dieses Diktators zu verstehen.
    Mir ist schleierhaft, wie Menschen immernoch denken können, Assad stünde für Stabilität....
  9. #9

    Es gibt per se keine Religionskriege... Es ist nur Mittel zum Zweck

    Zitat von robert.haube Beitrag anzeigen
    Der niederländische Journalist Haral Dornboos twittert aus Aleppo, dass an der Seiter der syrischen Armee auch schon kurdische Kämpfer der PKK aktiv geworden seien. Es leben neben Kurden auch viele Christen, ca. 150.000 in Aleppo, die die FSA eher heute als morgen in die Hölle wünschen.
    Selbstverständlich wird die anti-türkische PKK für Assad und gegen die FSA kämpfen, schließlich ist die FSA recht stark verbandelt mit der Türkei. Dabei spielt der "Glaube" bei der PKK mal gar keine Rolle. Sie selber ist bei nicht wenigen Kurden genauso "beliebt" wie die FSA bei den Alewiten.

    Das hat mal gar nichts zu sagen und wird auch durch sogenannten äußeren Kräfte nicht anders sein. Der ganze Konflikt fußt einzig und allein darauf, dass sich Alewiten eine unverhältnismäßig hohen Vorteil in den syrischen Gesellschaft erschlichen und ermordet haben, während sunnitische Araber die "untere Kaste" bilden. Dafür brauchen sie keine äußeren Kräfte, dass dies hoch geht. Wer will schon dauerhaft benachteiligt sein. Bezüglich ihre Querverweise zu den Christen (griechische Orthodoxie); die haben sich vor den Karren Assad spannen lassen. Jetzt stecken die tief drinnen im System und kommen da nicht so leicht raus. Dass diese demnach den Status Quo aufrecht erhalten wollen, ist nachvollziehbar aber nicht wirklich hilfreich. Keine Unterdrückung ist von Dauer und je länger sie andauert, desto lauter ist der Knall, wenn es vorbei ist. Genug Beispiele kennt die Geschichte.

    Das sunnitische Mädchen/Frau hier macht also was sehr, sehr nobles. Sie sieht, dass es zu einer ganz gewaltigen Katastrophe kommen kann oder wird, wenn Alewiten (und Christen) nicht ihre verfehlte Politik einstellen. Die arabischen Sunniten werden nicht aufgeben bis sie ihren Anteil am Mitspracherecht bekommen und wenn dieser ihnen weiterhin verweigert wird, werden sie sich nicht nur diesen holen sondern mehr. Und dann sieht es in der Tat sehr düster für diese 2 Glaubensgruppen aus. Das allerdings hat dann aber die Assad Diktatur zu verantworten, die die Zeichen der Zeit nicht verstanden hat und auf Demonstranten hat schießen lassen.