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Angst vor Euro-Crash: Die fatalen Irrtümer der D-Mark-Nostalgiker

Viele Deutsche sehnen sich nach der D-Mark, denn ein*Jahr*nach der*Fast-Pleite Griechenlands ist der Euro*immer noch*nicht gerettet. Doch was ist dran am Währungsmythos? War früher wirklich alles besser?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...737038,00.html
  1. #180

    Der € ist zwar eine bequeme Währung...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Viele Deutsche sehnen sich nach der D-Mark, denn ein*Jahr*nach der*Fast-Pleite Griechenlands ist der Euro*immer noch*nicht gerettet. Doch was ist dran am Währungsmythos? War früher wirklich alles besser?

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...737038,00.html
    hat sich aber in Deutschland mit einer 100%-igen Preissteigerung eingeführt. Zur Erinnerung, wir hatten einen Währungsrechner 2 DM zu einem €. Also wären die Preise in € halbiert worden. Nein, es wurde nur das €-Zeichen vor die alten Preise gesetzt.
    Die breite Masse in der Bevölkerung hat es mitbekommen, die depperte Schröder-Regierung glaubte es einfach verschweigen zu können. Der Herr Eichel hat nicht umsonst und ursprünglich den Lehrerberuf gewählt, bevor er Finanzoberlehrer der Bundesrepublik wurde. Vor der blöden, von den Grünen herbeigesehnten Globalisierung und Multi-Kulti war alles definitiv besser. Heute hat man als Deutscher im eigenen Land beschnittene Rechte.
  2. #181

    unhaltbare These

    Zitat von Wolf_68 Beitrag anzeigen
    Das ist nicht vollständig richtig. Schon am ersten Tag nach der Einführung des Euro wurden in vielen Geschäften die numerischen Darstellungen auf den Preisschildern gelassen, wie sie waren und lediglich das DM durch das € Symbol ersetzt.
    Da sich an den Kosten (Einkauf, Miete, Versicherung und der hier besonders gerne bemuehte Lohn) nichts geaendert hat, haben demnach diese Geschaefte seit nunmehr 9 Jahren mit verdoppelten Verkaufspreisen ihre Gewinne vervielfacht.

    Wie sich das mit den Nachrichten aus dem Einzelhandel vertraegt, muessen Sie mir aber erklaeren.

    (Und fangen Sie mit Umsatzrueckgang gar nicht erst an, denn der muesste sich je nach Branche halbiert (z.B hochwertige Kleidung) oder sogar gezehntelt (Supermaerkte) haben, um den postulierten Preisanstieg zu kompensieren.)
  3. #182

    Früher war alles besser?

    Das Problem beim Euro ist ähnlich wie das bei Lehrern: Jeder meint, mitreden zu können. Den Euro haben wir ja alle täglich in der Hand und in der Schule sind wir ja schließlich auch alle gewesen. Dazu kommt dann das subtile Gefühl, dass irgendwie alles den Bach runter geht. Was war das noch für eine schöne Zeit, als es nur drei, maximal 5 Programme gab, da konnte man noch nicht so oft Nachrichten mit Hiobsbotschaften hören. Da waren die Zeiten noch besser!

    Im Ernst: Ich traue mir selbst nicht zu, eine wirtschaftliche Analyse der Zeit damals und heute zu machen. Keine Ahnung, ob der Euro für Europa notwendig war/ist und ob er "richtig" eingeführt wurde. Ich weiß nur, dass sich mein gefühlter Lebensstandard in den letzten Jahren immer weiter verbessert hat. Es war in meiner Kindheit nicht selbstverständlich, so viel Unterhaltungelektronik zu besitzen, und das obwohl beide Elternteile gearbeitet haben. Und erst kürzlich habe ich mein CD Regal aufgeräumt, wobei mir eine alte Live-CD von den Toten Hosen in die Hände gefallen ist, auf der noch ein Preisschild klebte. Die hat damals schon 36 DM gekostet, ins Kino konnte ich für 9 DM, an Kinotagen für 7 DM. Ist doch alles sehr ähnlich geblieben. Es gibt außerdem kaum ein Land, in dem Lebensmittel so günstig sind, wie in Deutschland.

    Ist selbstverständlich alles nur subjektiv, was ich erzähle. Genau wie das meiste, das alle anderen hier von sich geben, es aber als allgemeingültige Regel verkaufen wollen.
  4. #183

    Märchen

    Zitat von leopold123 Beitrag anzeigen
    Das Problem am Euro ist nicht, wie er eingeführt wurde sondern warum. Und dass die Alliierten, insbesondere Frankreich, einer Wiedervereinigung nur mit der Einführung des Euros zugestimmt haben und das dies unbestritten von der damaligen Regierung in Kauf genommen wurde, wäre für mich jedenfalls interessanter als die Farbe des 50 DM Scheins gewesen.
    Ein schönes Märchen, leider historisch unbewiesen.
  5. #184

    Sammlung von Argumenten

    Eine ziemlich umfassende Sammlung von Argumenten gegen den Euro hat ein Zeitleser in den Kommentaren zu diesem Artikel geschrieben: http://www.zeit.de/2011/01/01-Waehrungen
  6. #185

    Gb

    Zitat von eternalorakel Beitrag anzeigen
    ■ Leidet denn das Britain Empire darunter, dass es keinen Euro hat???

    Oder welche Motivation steckt hinter dessen "Euro- Enthaltsamkeit"?! Bitte Spiegel, erklärt mir das!?!
    Leidet Britain ... ? Manchmal schon und manchmal nicht.

    Im Prinzip mögen die Briten keine Ausländer und betrachten deren Konstrukte mit tiefem Mißtrauen. In dieser Haltung werden sie auch regelmäßig von The Sun usw. bestätigt. Am Besten wäre ja wohl ein freier Markt, aus dem Britannien die Vorteile zieht, ohne irgendwelche Verpflichtungen einzugehen. Die britische Wirtschaft ist derart mit Europa verbunden und verflochten, daß es beinahe irrelevant ist, ob das Land heute der Eurozone angehört oder nicht. Die irische Pleite, z.B., ist Britain sehr teuer zu Stehen gekommen, obwohl es nicht Teil der Eurozone ist.
    Ein Brite
  7. #186

    durchschnitt!!!!

    Zitat von snooker1 Beitrag anzeigen
    @79
    So, so. Unter 2%.
    Bitte um Erklärung des nachfolgenden Sachverhaltes. In den letzen DM-Tagen habe ich eine 100-Gramm Tafel Schokolade der Marke Milka für 0,99 DM bzw. 0,51 EUR kaufen können.
    Bei druchschnittlich unter 2 % Inflation ergibt sich für ca. 10 Jahre eine Preissteigerung bzw. Geldverfall von rd. 20 %. Nach dieser Rechnung müsste ich doch heute das gleiche Produkt für rd. 0,51 EUR + 20% = 0,61 EUR kaufen können. Heute im toom-markt die Tafel Milka-Schokolade, 100 Gramm, für 0,95 EUR gesehen. Das sind zu DM-Zeiten ein Aufschlag von 86,27 %.
    Hat sich was mit durchschnittlich unter 2 %.
    Aber es handelt sich doch um einen Mittelwert!!! Die Inflation wird auf einen Warenkorb gerechnet!
    Benzin und strom sind auch viel viel teurer geworden - aber PCs, TV, überhaupt Technik - vergleichsweise niedrige Steigerungsraten bei rasant voranschreitender Technologie. Und Telefonieren - ist super billig geworden im Vergleich zu 2000...
  8. #187

    Der Euro ist schuld...

    Zitat von A.D.H. Beitrag anzeigen
    1. Deutschland war bereits vor der Wiedervereinigung und vor der Einführung des Euros Exportweltmeister.
    Richtig. Das hat mit dem Euro alles nichts zu tun.
    2. Übersteigen die dt. Gesamtkosten für die EU die Einnahmen bei weitem. Jetzt, nach den Eurorettungsmaßnahmen bereits um ein Vielfaches.
    Richtig. Und das hat mit dem Euro ebenfalls nichts zu tun, denn man schützt Nachbarn vor der Pleite, um als Exportnation nicht selbst angesteckt zu werden.
    Der Euro ist für die Deutschen ohne jeden Vorteil und völlig bedeutungslos.
    Richig. Der Euro unterscheidet sich von der D-Mark in der Farbe, er ist völlig bedeutungslos für die Geschicke des Landes.
    Nein, denn die Kaukfraft der Deutschen ist, abgesehen von Reisen und Elektrogeräten, um 50% und teilweise mehr gesunken.
    Von der Qualität her eine typische Aussage für den typischen Euro-Gegner. Die Wahrheit sieht man hingegen hier (auf Seite 3):

    http://www.lindcom.de/Lindcom/Home/S.../kaufkraft.pdf

    Es gibt keine durch die Einführung des Euros veränderte Entwicklung der Kaufkraft. Was wir hingegen haben ist Globalisierung - und die Deutschen werden bald für Niedriglöhne arbeiten müssen. Es sei denn, wir wählen fleißig wirtschaftsfördernde Parteien statt SED, NPD, Rot-Grün. Aber das ist ein anderes Thema...
  9. #188

    ??

    Zitat von ToMo Beitrag anzeigen
    Wie sich das mit den Nachrichten aus dem Einzelhandel vertraegt, muessen Sie mir aber erklaeren.
    Welche Nachrichten aus dem Einzelhandel meinen Sie, die aus dem Jahr 2002 oder die aus dem Jahr 2009?
  10. #189

    Wie jetzt?

    Zitat von iron mace Beitrag anzeigen
    Wow, jetzt ist der Spiegel ganz auf Merkel Kurs, gut das Augstein schon Tod ist,
    ein derartiger Artikel hätte Ihn ins Grab gebracht.

    Glückwunsch Herr Böll, mit kritischer Presse haben Sie ja nichts mehr am Hut,
    oder spekulieren Sie auf einen Job in Brüssel?


    Ja der Wohlstand ist gewachsen, für 15-20 % der Bevölkerung, in der Hauptsache bei Beamten, der Rest hat Reallohnverluste hinnehmen müssen, ganz egal welche Branche.
    Wo wurden denn zu D-Mark Zeiten bei Banken, oder Versicherungen Angestellte entlassen?

    Und der Euro hat Stabilität gebracht? Wo? In Brüsseler Puffs?

    Die Wirtschaft war noch niemals in der Deutschen Nachkriegsgeschichte so instabil wie heute.
    Kaum ein Unternehmen stellt noch fest Mitarbeiter an, alles geht über Zeitarbeit oder Befristete Verträge, weil nicht einmal die grossen Konzerne an Stabilität glauben.

    Aber die Europa Träumer reden sich diesen Quatsch schon so lange ein, das sie die Wahrheit nicht einmal mehr sehen wenn diese vor ihnen steht.


    Der Euro ist für Deutschland eine grössere Katastrophe als Fukushima für Japan.
    Oh Mann, was für ein Quatsch. Was hat denn eine angeblich instabile Wirtschaft mit dem Euro zu tun? Meinen Sie, mit der DM wären wir auf einer Insel der Glücksseeligen, und die Globalisierung wäre an uns vorbeigezogen? Meinen Sie, dann gäbe es keine Zeitarbeit? Und: wieso haben denn die Beamten als einzige profitiert? gings denen nicht lohntechnisch besonders übel an den Kragen? Fragen sie mal einen Polizisten, was er von seiner Entlohnung hält...


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