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Angst vor Anti-Banken-Protest: Uni Frankfurt blockiert sich selbst
APDie Uni Frankfurt zwingt ihre Studenten, sich einen Tag frei zu nehmen. Aus Angst vor den "Blockupy"-Demonstranten verriegelt sie von Mittwochabend bis Sonntag alle Gebäude der Universität. Studentenvertreter freuen sich allerdings nicht darüber, sondern sind ziemlich sauer.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...833591,00.html
- #1 16.05.2012 20:26 von
lachhaft
So ein Physikstudent aufm Riedberg ist wirklich unglaublich von bösen Ausschreitungen in der Innenstadt betroffen. Was die Politik hier treibt und wie Proteste vorab kriminalisiert werden, ist nurnoch lachhaft.
Es würde niemand auf die Idee kommen Fußballspiele zu verbieten, weil Randale befürchtet werden. Das gäbe einen riesigen Aufschrei. Wenn es um Grundrechte geht, juckt es scheinbar niemanden. traurig. - #2 16.05.2012 21:58 von
Und dieser Staat will andere Staaten über Demokratie belehren?
- #3 16.05.2012 23:35 von
UNI sperrt demonstrierende Studenten aus!
Das wären doch die Meldungen, wenn so was in China passieren würde, oder? Und alle wären empört über so viel Un-demokratie!
Naja, immerhin wird hier nicht geschossen, aber schön zu sehen, wie jedes Volk seinen Gott hat, gegen den nicht gelästert werden darf. In China ist es das Land, im Westen ist es der Kapitalismus. - #4 17.05.2012 11:33 von
Verstehe nicht, warum man sich deshalb aufregen sollte.
Die Uni schliesst halt mal nen Tag.
Ob das mit der Begründung jetzt wirklich unbedingt notwendig wäre... ja - kann man wohl mal drüber diskutieren.
Auf der anderen Seite ists aber doch auch absolut wurscht.
Wegen irgendnem Streik müssen ständig Menschen zurückstecken - und das ist (sofern es zumindest in einem nicht unmäßigen Rahmen bleibt) absolut ok so.
Jetzt fallen wegen ner anderen Sache halt mal ein paar Vorlesungen aus... uuuuh... vielleicht nicht gerade toll - aber wo liegt das Problem???
Wenns ruhig bleibt am Wochenende in Frankfurt... böse Uni - böse Uni... (neee - eigentlich auch nicht)
Wenn ein paar Vollidioten meinen, nen Grund zu suchen, um nochmal ne ordentliche 1. Mai Randaleparty zu starten.... seit doch froh, wenn ihr nicht mittendrinsteckt.
Gegen Kapitalismus wurd doch schon seit etlichen Monaten vor der EZB demonstriert. Und keinen einzigen Tag hat deshalb die Uni dichtgemacht. Irgendwie kann ich nicht nachvollziehen, wie man da zu dem Schluss kommt, dass niemand was gegen die heilige Kuh Kapitalismus sagen darf.
Oder fängt "etwas dagegen sagen" erst so wirklich bei Steine werfen und Sachen anzünden an??? - #5 17.05.2012 12:31 von
Eine seltsame Berichterstattung: Frankfurt gleicht durch den irrwitzigen Polizeieinsatz einem Drittweltstaat nach einem Militärputsch und der Spiegel ignoriert diese Ereignisse weitgehend. Wenn in anderen Ländern (Russland, Ukraine, Birma, China) aus "Sicherheitsgründen" Proteste verboten und niedergeknüppelt werden ist der Aufschrei groß, bei uns ist es aber völlig in Ordnung und man berichtet lieber über unwichtige Personalrochaden der Staatsratsvorsitzenden.
- #6 17.05.2012 12:57 von
Frankfurt entsetzt sich
Auch im Bankbereich gab es ja ähnliche Vorkommnise, die Ärger hervorgerufen haben, vgl. beispielsweise:
Die Bestie schlägt zurück | Freisinnige Zeitung - #7 17.05.2012 15:49 von
Mitarbeiter werden ausgesperrt!
Folgende Mail hat das Präsidium der Uni Frankfurt an die Mitarbeiter der Uni versenden lassen:
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wie Sie bereits den Medien entnommen haben werden, stehen der Stadt
Frankfurt von heute an die ,,Blockupy-Aktionstage" bevor .Auf dringendes
Anraten der Behörden sieht sich das Präsidium deshalb gezwungen, vom 17. bis 20. Mai die Universitätsgebäude gesschlossen zu halten.
Leider ist es anders nicht möglich, lhren Schutz zu gewährleisten,
nachdem gewaltsame Ausschreitungen im Stadtgebiet nicht
auszuschließen sind.
Wir bitten daher um lhr Verständnis
Damit beteiligt sich die Uni-Leitung an der Kriminalisierung aller Menschen die ihren friedlichen Protest gegen die Finanzkrise und deren Verantwortliche auf die Strasse tragen wollen. Das infolge der Finanzkrise auch weniger Geld für die Bildung vorhanden ist sollte die Uni-Leitung doch wohl wissen und deshalb die Demonstrationen eher begrüßen. Ob die Uni-Mitarbeiter die entsprechenden Zeiten nacharbeiten müssen, ist noch nicht bekannt. Faktisch ist das eine Aussperrung, denn es gibt Leute, die sich nicht durch die Demo bedroht fühlen und arbeiten wollen!!! Es kann nicht sein, das Uni-Mitarbeiter die arbeiten wollen nun einen Tag Urlaub opfern müssen oder die Zeit nacharbeiten sollen. Hier ist der Personalrat der Uni und die Gewerkschaften gefordert! Die FH in Frankfurt läuft normal weiter. Dort wird nicht so hysterisch reagiert. Allerdings bekommt die Uni Frankfurt ja auch viele Spenden von den Banken. Vieleicht beteiligt sich das Präsidium deshalb an dieser Panikmache. - #8 17.05.2012 17:58 von
Besorgt bin ich...
darüber, dass über die Anti-Banken und -Kapitalismus-Proteste nicht oder nur einseitig berichtet wird. Verglichen mit dem Bandscheibenvorfall von Frau Timichenko oder dem blinden chinesischen Dissidenten, der bald ein Visum bekommen soll. Bei SPON findet das nur am Rande im "Unispiegel" statt, typisch. Würden sich diese Ereignisse in Minsk oder Hongkong zutragen, wir wären besser "unterrichtet". Die Retourkutsche aus Russland, wo Menschenrechtler über das unverhältnismäßige Bekämpfen von Occupy-Bewegunen besorgt sind... zB hier http://de.rian.ru/politics/20120517/263612294.html
- #9 17.05.2012 18:13 von
WANN WERDEN bUNDESLIGASPIELE VERBOTEN?
Die Hessische Staatsregierung und die Stadtverwaltung Frankfurt aM wuerden ihre Glaubwuedigkeit erheblich steigern, wenn sie aus den gleichen Gruenden auch regelmaessig Bundesligaspiele mit Gewaltigkeitsgefahr verbieten.
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