Angst um Griechenland: Fonds stoßen Euro-Anlagen ab

DPADas Griechen-Drama alarmiert die Finanzwelt, bei Geldprofis wächst die Sorge um die europäische Währungsunion. Laut "Financial Times" ändern große Fonds nun ihre Strategie: Sie verkaufen im großen Stil Euro-Anlagen. "Unseren letzten Euro haben wir am 15. Mai verkauft", sagt ein Investor.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...835237,00.html
  1. #40

    ESM verabschieden wäre fahrlässig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Griechen-Drama alarmiert die Finanzwelt, bei Geldprofis wächst die Sorge um die europäische Währungsunion. Laut "Financial Times" ändern große Fonds nun ihre Strategie: Sie verkaufen im großen Stil Euro-Anlagen. "Unseren letzten Euro haben wir am 15. Mai verkauft", sagt ein Investor.

    Fonds verkaufen wegen Sorge um Griechenland Euro-Bestände - SPIEGEL ONLINE
    wenn unsere Parteien jetzt noch den ESM verabschieden, dann zerstören sie die wirtschaftliche Basis des Euro und auch der Bundesrepublik. Wie die CDU, die SPD und die Grünen das später ihren Wählern verkaufen wollen, ist rätselhaft. Diese fass ohne Boden namens Griechenland reisst die ganze EU in ein Desaster. Und nachdem man so gut wie alle EU-Verträge gebrochen hat, erhebt sich auch die Frage nach einer juristischen Verantwortung.
  2. #41

    ich hatte mal 70.000 DM in den USA angelegt Kurs DM/USD 3,14 - die mußte ich jetzt

    Zitat von Altesocke Beitrag anzeigen
    Ueberbewertet? Der Euro hat derzeit in der Welt ca. den Wert, vom Zeitpunkt der Baregeldeinfuehrung. Etwas drunter, eher!
    Der Dollar, hingegen, ist bei etwa 70% seines Wertes vom Zeitpunkt der Bargeldeinfuehrung des Euros angelangt.
    Sie koennen vermutlich selber ausrechnen, wieviel weniger sie dann, bei 1:1, fuer den euro bekommen, als damals fuer 1.95DM, oder?
    Ich moechte auch nicht die Gesichter beim (z.B.) tanken sehen, dann!
    fast 30 Jahre halten, um wieder einigermaßen pari im Kurs zu sein.

    Dazwischen lagen allerdings Kursgewinne. Aus damals 20.000 $ sind etwa 70.000 $ geworden. Wenn man bedenkt, daß da mehrere Crashs und Staatsschuldenkatastrophen lagen, geht das noch.
  3. #42

    Psst...

    Zitat von iffel1 Beitrag anzeigen
    bei der Staatsbank nach eigener (griechischer) Aussage, warum werden die nicht eingesetzt ? Allerdings läßt die derzeitige Goldpreisentwicklung vermuten, dass lfd. kleinere Bestände in den Markt gelangen. Wenn das Griechengold ist, sollte das die Troika doch vermerken....
    ...mußte das zur Sprache kommen?
  4. #43

    Wir müssen raus!

    Zuerst wir - dann sackt der Resteuro um ein Drittel. Dann, in 2. Stufe, die noch eingermassen Gesunden. Übrig bleibt für die PIIGS die Ein-Drittel-Parität: So werden sie wieder wettbewerbsfähig.
  5. #44

    Kommt der dritte Weltkrieg?!

    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    Bei einem Euro/Dollar hätten die europäischen Staaten ein formidables Exportwachstumsprogramm.

    Her damit! Dieser Wechselkurs hat uns schon mal aus einer Witschaftsdelle geholfen.
    Weil, wenn wir in den nächsten 3-6 Monaten den Euro/Dollat-Kurs im Verhältnis 1:1 bekämen, dann macht die deutsche Wirtschaft, nachdem sie Europa fertig gemacht hat, die ganze Welt zur Schnecke.
    Die deutschen Maschinenbau, Chemie und Autoindustrie reiben sich schon die Hände und die Kunden im $-Raum auch.
  6. #45

    Zitat von ginfizz53 Beitrag anzeigen
    ...bisher noch die Kommentare der Heuschreckengegner...
    Jetzt wird nicht mehr - bzw. weniger - im Euro-Raum investiert.
    Ist es den Herrschaften jetzt recht so?

    Keine Ausbeutung mehr, keine Kapitalisten, die dicke Zinsen einstreichen, so haben wir es doch gewollt, oder?

    Was haben wir uns gefreut, als sich die Kapitalisten bei den Griechen eine blutige Nase holten....
    Jetzt wollen die Bonzen nicht mehr mitspielen? Spielverderber! Haben die denn keine gesamtgesellschaftliche Verantwortung?
    Vielleicht hilft eine Transaktionssteuer an der NASDAQ, die sofort ins Euroland überwiesen wird? Einführen! Subito!
    Ich könnte mich begeiern. KLASSE Kommentar. Wenn man genau hinschaut, sind wir nämlich genauso blöd wie die Griechen mit ihren extremen Linken.

    Wir benehmen uns wie selbsternannte Vegetarier, die auf gebratene Tauben bestehen.
  7. #46

    Die Angst geht um

    Zitat von ehrensöldner Beitrag anzeigen
    Der final count down hat begonnen. Was vor 2 Jahren schon hätte passieren müssen, Austritt der Griechen aus dem Euro-Raum, ist ausgemachte Sache. Aber eben erst, nachdem die ganzen Lasten über ESM etc. auf den Blöden einfachen Steuerzahler abgewälzt wurden.
    Wir haben es hier mit einem Politikversagen auf der ganzen Linie zu tun. Wenn ich das schön höre: die SPD erst für, nun gegen Eurobonds usw. usw.
    Es wird Zeit, dass die Immunität von Politikern, die wissentlich Staatsgelder verschleudern, nicht aufgehoben werden kann.
    Ist das nur wieder eine Art der Spekulation an der Finanzmärkten, oder ist das die reale Einschätzung zur europäischen Wirtschaft und Finanzpolitik?
    Oh je, was haben unsere Politiker da nur angestellt, der €uro sollte mal eine Erfolgsgeschichte werden und nun geht es nur noch Berg ab.
    Versagt haben die EU Politiker, sie hätten wenier an ihre schnellen Gewinne denken sollen, sondern Europa auf wirtschaftlich gute Beine stellen müssen.
    Es reicht eben nicht aus wenn man nur einen Leuchturm errichtet, die gesamte Gemeinschaft müsste wirtschaftlich und finanziell gut aufgestellt sein, aber da jeder nur an sich denkt, so rollt eben alles nur noch Berg und scheint im Kaos zu enden.
    Wie sollen Länder aus ihrer finanziellen Krise jemals wieder herauskommen, wenn man durch totales Sparen das wirtschaftliche Leben kaputt macht?
  8. #47

    Zitat von lostineu Beitrag anzeigen
    Und da die Mehrheit der Griechen weiter den Euro behalten will, würde eine Einstellung der Hilfszahlungen zwangsläufig als ausländische Einmischung, wenn nicht gar als deutsche Aggression betrachtet werden.
    Aha, wir mischen uns in die inneren Angelegenheiten Griechenlands ein, wenn wir nicht mehr zahlen. Man muss sich diese hirnrissigen Gedankengänge mal langsam durch den Kopf gehen lassen. Aber dennoch. Das ist soooo krank, das werde ich niemals verstehen.
  9. #48

    Wieder mal der Marshallplan

    Zitat von pantherkatze Beitrag anzeigen
    hab neulich ein interessantes Buch gelesen, "Griechenland: Mit der Krise Europa sanieren", ...
    Wieder dieses elendige Buch. Der Autor hat nicht begriffen das ein kriegszerstörtes Land mit Hilfe einfacher Wiederaufbauarbeiten und einem riesigen Potential an Facharbeitern + Innovativer Ideen dank militärischer Forschung, etwas ganz anderes ist, als ein Staat ohne ein Mindestmaß an Struktur.
    Griechenland braucht keinen Marshallplan, keine Konjunkturhilfe oder sonstwie Unmengen Bares. Griechenland braucht Bürger und Verantwortliche, mit einer neuen Einstellung zum Staat.

    Solarenergie gibt es wesentlich effizienter in der Sahara. Abgesehen davon, wird es nur kurzfristig Arbeitsplätze schaffen.
    Griechenland braucht ein gutes Schulsystem, welches innovative Ideen fördert. Staatliche Förderung von Innovationen in Griechenland, nicht Ideen von außerhalb. Ein effektives und gerechtes Steuersystem. Keine Korruption. usw.

    Aber als allererstes muß Griechenland auf die Größe geschrumpft werden, welches ihm angemessen ist. Das muß/wird der Markt von selber tun. Ein Umtasch a la 2:1 ist Unsinn. Das wird sich später selbst einpendeln.
    Mein Tipp:
    Legen sie das Buch unter einem Tischbein, wenn er wackelt, da ist es nutzvoll aufgehoben.
  10. #49

    Vom Kopf zu den Füßen denken

    "Der" Grieche vertraut seinen Staatslenkern nicht, weil er um deren korruptive Gesinnung weiß. Folgerichtig stellt sich die Mentalität ein: "Warum soll ich denen das Geld in den Allerwertesten schieben?" Solange die Führung kaputt und korrupt ist, solange wird das griechische Staatswesen weder genesen, noch willige Steuerzahler finden. Ähnlich wird ja hierzulande argumentiert, allerdings unter gänzlich anderer Voraussetzung: "Die können mit Geld nicht umgehen, also rette ich es vor dem Zugriff des Fiskus'". Zwei Seiten derselben Medaille: immer gibt es einen guten Grund, die Wurzel des Eigennutzes anderen in die Schuhe zu schieben. Es gibt keine Solidarität mehr - sie wurde ausgemerzt. Hoffen wir auf bessere Zeiten und ebensolche Menschen....