Zitat von
Mononatriumglutamat
Ganz genau das habe ich getan. Exakt das ist genau der Grund, warum ich diese meine Meinungen vertrete. Weil ich mich informiert habe.
Dabei ist mir nämlich aufgefallen, wo Zivilisten als Schutzschilde und kleine Kinder als Splitterbomben missbraucht werden, skrupellos Geiseln genommen, die Vernichtung von Israel und allen Juden gepredigt, schon Kinder zu fanatischem Hass erzogen, wo Antisemiten von Hassan al-Banna über Mohammed Al-Husseini bis hin zu Adolf Hitler zutiefst verehrt, wo politische Gegner auf offener Strasse erschossen, bis ins Krankenhaus verfolgt und dort gezielt verstümmelt werden, wo gezielt und bewusst auf unbewaffnete und friedliche Zivilisten und sogar auf Schulbusse geschossen wird, wo das kaltblütige Abschlachten einer ganzen Familie mitsamt ihrem drei(!) Monate(!) alten(!) Säugling(!) als grosser Sieg gefeiert und wo gelogen, geheuchelt, manipuliert und die Geschichte verdreht wird, dass von Journalisten bereits von "Pallywood" geredet wird -- nur hinter vorgehaltener Hand, versteht sich. Und nein, ich rede hier nicht von Israel -- und leider könnte ich noch stundenlang so weiter schreiben.
Angelegentlich sind mir vier Dinge klar geworden. Erstens, dass sich Israel trotzdem grosse Mühe gibt, zivile Opfer zu vermeiden, obwohl es doch viel einfacher wäre, demselben Hass zu verfallen. Zweitens, dass jeder, der sich für die Belange der palästinensischen Araber durch eine möglichst harsche Kritik an Israel einzusetzen glaubt, damit letztlich zumindest mittelbar und indirekt die obengenannten Terrorstrategien unterstützt, und ihre Betreiber zu deren Fortführung motiviert -- auch wenn das in den meisten Fällen vermutlich nicht beabsichtigt sein wird. Drittens ist mir klar geworden, dass weder die Siedlungen, noch das, was Israel tut oder unterlässt, irgendeinen Einfluss auf das Ausmass des Hasses und der Brutalität hat, der ihm entgegen schlägt. Viertens ist mir klar geworden, dass eine Lösung oder wenigstens Befriedung des Konflikts vor allem davon abhängt, dass die oben aufgeführten Dinge unterbleiben. Das hängt aber nicht an Israel, und Israel kann dazu herzlich wenig tun, sondern das hängt alleine und ausschliesslich an seinen Feinden. Und solange diese Feinde nicht in die Pflicht genommen werden, ihre oben beispielhaft aufgeführten Taten zu unterlassen, sondern diese dafür noch Ignoranz, Toleranz oder sogar Verständnis ernten, so lange wird der Terror nicht enden, und so lange kann und wird der Konflikt nicht befriedet werden.
Wer mit dem Finger auf einen anderen deutet, zeigt mit drei Fingern auf sich selbst. Allerdings ist mein "Mist" gar nicht "vorgekaut", denn er fusst auf eigenen Erfahrungen in Israel und den palästinensischen Gebieten (ja, vor der zweiten Intifada konnte man da noch ziemlich problemlos hinreisen und mit den Leuten reden), und auf jahrelanger aufwändiger und intensiver Recherche. Vor langen Jahren habe ich das nämlich einmal ganz ähnlich gesehen wie Sie heute. Bis ich irgendwann angefangen habe, zu hinterfragen, warum Israel so handelt, wie es das tut, obwohl es das selbst gar nicht will. Und dann habe ich angefangen, mich ernsthaft zu informieren und mein Weltbild umkrempeln müssen.