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Angriffe in Pakistan: Obamas Illusion vom sauberen Drohnenkrieg

Es*war ein unerwartetes Geständnis. In einer Online-Fragestunde hat US-Präsidenten Obama erstmals zugegeben, was ohnehin alle wussten - Amerika greift mit Drohnen Ziele in Pakistan an. Das Risiko für Zivilisten sei minimal, behauptete er. Die Realität sieht anders aus.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...812366,00.html
  1. #80

    ...

    Zitat von donnerfalke Beitrag anzeigen
    Eine Drohne kann nicht zwischen Feind und Zivilist unterscheiden und metzelt alle weg und zwar mit größtmöglicher Effektivität. Hierbei um sauberen Krieg zu sprechen ist hirnkrank, dazu noch sind die zivilen Verluste bei allen amerikanischen Kriegen immens hoch.
    Leider passen viele ihre Moral an die Waffentechnik an, anstatt umgekehrt. Z.B. wen ein Soldat mit einem Messer einen Extremisten und seine Familie tötet gäbe es einen Aufschrei. Aber wirft der Soldat eine Bombe und das Resultat ist das gleiche, akzeptiert man das.
  2. #81

    Frage

    Zitat von skruffi Beitrag anzeigen
    Das Töten Verdächtiger mittels Drohnen wird von Pakistan aus, in Afghanistan und anderen Ländern aus durch die USA praktiziert. Das ist ein Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht. Es hat kein Gerichtsverfahren und keine Verurteilung zum Tode gegeben. Und. Es werden viele unschuldige Zivilisten getötet. Dies alles unter den Augen der Welt und der Verbündeten der USA. Dies alles von einem Land, dass sich angeblich die Menschenrechte auf die Fahnen geschrieben hat. Naja, Guantanomo muss man nicht so Ernst nehmen!
    Übrigens, lieber SPIEGEL, seit dem 27.01.2012 dürfen auch in Deutschland
    Drohnen eingesetzt werden. Streng zivil, versteht sich (ich lach mich tot).
    Mein absolutes Lieblingsargument. Deshalb eine Frage an Sie. Halten sich Terroristen an das Völkerrecht?

    Wer anderen Schaden zufügt, sei er Terrorist in Pakistan oder der nette Onkel von nebenan, der gerne mal auf die Tochter oder den Sohn aufpasst, verwirkt sein Anrecht auf Menschenrechte.
    Eine solche Person sagt ganz klar, dass Sie kein Mensch mehr sein will, warum sollte die Gesellschaft oder irgendein Staat sie wie einen Menschen behandeln?

    Wenn man daran denkt, dass Leute wie der 20 Cent Mörder mit einer Aggressionsbewältigungstherapie für Mord davon gekommen ist, möchte ich das Essen der letzten 30 Jahre von mir geben. Aber der verklärte Blick der Gutmenschen und der "Gerechten" macht sowas möglich, auf nationaler wie auf internationaler Ebene.
  3. #82

    Es war ein Signal UND ein Test

    Zitat von kuac Beitrag anzeigen
    Nein, kein unerwartetes Geständnis. Es war schlicht ein Signal an die US Wähler von Obama. Ich kann es besser als Bush!
    Ich glaube ebenfalls, dass dies kein unerwartetes Geständnis war.
    Das war auch ein Test, ob die Weltöffentlichkeit diese Vorgehensweise gut heißt oder nicht oder überhaupt reagiert.

    Wenn keine größeren Protestnoten der anderen Völker eingehen, kann es lustig so weiter gehen. Die US-Administration wird ohne Anklage und Mandat das Morden und Terrorisieren in fremden Ländern fortsetzen. Und sollten die Kollateralschäden mal zu groß ausfallen, dann verpasst man der Presse einen Maulkorb.

    Wo bleiben bloß diese verdammten Jediritter?!
  4. #83

    Atomwaffen in Pakistan

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es*war ein unerwartetes Geständnis. In einer Online-Fragestunde hat US-Präsidenten Obama erstmals zugegeben, was ohnehin alle wussten - Amerika greift mit Drohnen Ziele in Pakistan an. Das Risiko für Zivilisten sei minimal, behauptete er. Die Realität sieht anders aus.

    Angriffe in Pakistan: Obamas Illusion vom sauberen Drohnenkrieg - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

    Nun, die Militärjunta in Pakistan stammt wohl eher aus dem kalten Krieg.

    Es ist ja bekannt das viele der US-Steuergelder mittels der CIA-Kanäle zum ISI, dem pakistanischem Pondon flossen. Und dort scheint es Lücken zu geben, welche den Terrorismus in Afghanistan unterstützen.

    Die Regierung in Pakistan ist also schon US-Installiert und kontrolliert.Falls man es Kontrolle nennen kann? Denn eine richtige Staatsmacht ist in einem Land wie Pakistan meiner Meinung nach schlicht nicht vorhanden, sonst wäre ja wohl nicht die Militärjunta da.

    Mir persönlich ist es lieber die Amis würden die Atomwaffen wieder zurückkaufen, welche Sie der pakistanischen Regierung einst gegen den Ivan im Norden verkauften. Nicht auszumalen was passieren würde, wenn eines Tages die "Verrückten" sowas in die Hände bekämen. (Verrückte Menschen die mit Passagierflugzeugen in Hochhäuser fliegen oder sich auf belebten Marktplätzen mit Sprengstoff in die Luft sprengen)

    Im Grunde kann ja die pakistanische Militärjunta nichts gegen Al-Quaida und Ähnliche in Pakistan ausrichten, da diese sich gut verstecken und immer wieder aus dem Nichts auftauchen, deswegen denke Ich ist es vollkommen legitim was die Amerikaner da machen.

    Nur ein Vergleich: Wenn hier in Deutschland sagen wir mal niederländische/dänische/französische/tschechische oder polnische "Verrückte" ihr Unwesen mit Terrorismus treiben würden, dann wäre der deutsche Staat ja auch gezwungen seinen Geheimdienst loszuschicken um diese "Verrückten" aufzuhalten.

    Die Amerikaner schützen ja im Grunde ihre Soldaten, die übrigens auch nur Menschen sind. Wenn man mit "Verrückten" einen Dialog führen könnte dann wäre das nicht nötig, aber einige Menschen verharren halt lieber im 6 Jahrhundert…
  5. #84

    Hell/Dunkel

    Zitat von horstma Beitrag anzeigen
    Der größte Fehler war, daß der Westen es zugelassen hat, daß ein Islamistenstaat in den Besitz dieser Bombe kommt. So etwas muß mit allen (!) Mitteln verhindert werden, aber leider ist man im Fall des Iran ja wieder dabei, den richtigen Zeitpunkt für ein Eingreifen zu verpassen. Der Islam ist keine Religion, sondern eine totalitäre Ideologie, die sich geistig auf dem Stand des Mittelalters befindet. Dann sollte auch die Waffentechnik die des Mittelalters sein. Sollen sie doch mit Speeren und Säbeln für ihre "Religion" kämpfen. Die Atombombe ist doch eine Erfindung des Feindes, des "ungläubigen Westens", der USA. Warum wollen dann die Islamistenländer dieses westliche Zeufelszeug überhaupt haben?
    Haha... Sie haben ja ein wunderbares Weltbild. Taliban und Teheran unterstützen sich WENN überhaupt doch nur solange es für beide Parteien von Vorteil ist. Was hat Iran von diesen abgedrehten Spinnern denn außer das sie die USA im Atem halten...? Ich finde es immer problematisch beide Parteien über einen Kamm zu scheren. Persien ist weder extrem rückständig noch so extrem radikal wie es immer dagestellt wird, hat aber fast im gesamten Geschichtsverlauf (ab WW2... Besetzung und Übergriffe durch die Britten, Schah macht einen auf Absolutismus und wird vom Westen beklatscht und so weiter) schlechte Erfahrungen mit dem Westen gemacht. Und wenn man auf die Landkarte schaut ist man bis auf Russland von Stützpunkten der Amis umzingelt... da würde man auf jedenfall versuchen die Amerikaner zu beschäftigen und die A-Bombe zu bekommen um unangreifbar zu werden. Aber wenn der Iran eine Bombe hat, dann wirft er sie nich harakiri-mäßig (gleichbedeutend Angriff auf Israel) um sich... das ist einfach unlogisch. Eine A oder Schmutzige Bombe in Terroristenhänden wäre wohl der worst-case für die Weltsicherheit... und damit meine ich auch die Sicherheit von Pakistan und Iran denn wenn irgendwo ne A-Bombe durch Terroristen hochgeht dann laufen Amerika+Nato Amok (Erinner mich an Aussagen im letzten Republikaner Vorwahlkampf dann Mekka wegbomben zu wollen was ja auch nen super kausalen Zusammenhang hat). Deswegen würde man auch nie das Material irgendeinem Terroristen-Netzwerk geben.
    Auf der anderen Seite finde ich es auch zweifelhaft, dass der USA die Anzahl der toten Zivilisten vorgeworfen werden. Es ist eben die Kriegsführung die die Taliban wählen, sie tarnen sich mit der Masse und sind deshalb nicht zu unterscheiden... übrigens ein schwerer Verstoß gegen internationales Kriegsrecht. Solange das so bleibt werden auch Zivilisten zu den Opfern gehören (Wie übrigens in jedem Krieg). Das ist aber eher die Schuld der Taliban, zumal die auch noch mit Attentätern viel mehr Zivilisten auf der Rechnung haben.

    Und zu guter Schluss ist ihre Einstellung zum Islam auch mittelalterlich, eine fremde Religion zum Teufelszeug zu machen... Es gibt bescheuerte Christen, Islamisten, Juden, Kommunisten, Kapitalisten, Nationalisten und Liberale(Westerwelle, Niebel ... kleiner Scherz am Rande ;) )... man kann dies immer fortsetzen! Das was Menschen gefährlich macht ist Extremismus... Bei mir als gläubigen Menschen rollen sich die Zehnnägel hoch wenn ich manchmal höre was für S****** den Religionen angedichtet werden wegen dem "Ursprung allem übels". Die Büchse der Pandorra wurde geöffnet lange bevor Jesus oder Mohammed über die Erde gelaufen sind!
  6. #85

    nach WELCHEN kriterien "moderiert" die redaktion?

    muss zb ein leserbrief auch jan fleischhauer gefallen oder reicht es aus, beim thema USA deren demokratische gesinnung nicht anzuzweifeln?
    sind quellenangaben und zitate von öffentlichen personen einer veröffentlichung hinderlich, sofern diese quellen/zitate diese gesinnung nicht ebenfalls bezweifeln?
    fragen über fragen....vielleicht schreibt ihr eure leserbriefe ja in zukunft selbst, oder lasst sie vom OSI schreiben.
    die machen das gerne.....

    was ist nur geworden, aus der qualitätszeitung?
  7. #86

    Och Joh!

    Zitat von PeterSch Beitrag anzeigen
    Wer mit Terroristen rumhängt braucht sich nicht zu wundern, wenn er selbst zur Zielscheibe wird. Die Zahl der tatsächlichen Fehlschläge, wo ausschliesslich Unschuldige sterben, dürfte äusserst gering sein. Die USA haben weder ein Interesse daran Kriegsgerät zu verschwenden, noch daran sich unnötig Feinde zu schaffen.
    Es ist Fakt, das in den letzten Jahrhunderten sich die Anzahl der durch Kriegshandlungen getöteten Zivilbevölkerung nicht nur in Summe, sondern auch prozentual deutlich gestiegen ist. Entsprechende Untersuchungen gibt es zuhauf.
    Je mehr "Präzisionswaffen" eingesetzt werden, umso mehr zivile Opfer gibt es. Glaube kaum, das diese alle mit "Terroristen rumhängen".
  8. #87

    ...

    Warum lautet die Überschrift nicht "Obamas Lüge vom sauberen Drohnenkrieg"? Wäre das angesichts der im Artikel geschilderten Fakten nicht ein treffenderer Titel gewesen?
  9. #88

    Pakistan...

    Zitat von grafheini2 Beitrag anzeigen
    Man könnte natürlich auch Pakistan bitten, die gesuchten mutmaßlichen Terroristen zu verhaften und diese dann anschließend entweder selber abzurteilen oder an die USA auszuliefern.
    Wäre rechtstaatlich sauber. Leider scheint die Erfolgswahrscheinlichkeit bei diesem Vorgehen aber gegen 0 zu tendieren.
    Wohl wahr, Pakistan ist in einigen Teilen ein gescheiterter Staat, der eigentlich nur mehr von der Armee zusammengehalten wird. Das mußten auch die Chinesen feststellen, als sie anfingen mit Pakistan wirtschaftlich und politisch zusammenzuarbeiten. Einige tote chinesische Ingenieure waren Peking sehr lehrreich. Die USA führen den Krieg in erster Linie in den von der pakistanischen Regierung und Armee kaum kontrollierten und kaum kontrollierbaren paschtunischen Stammesgebieten.
    Dabei geht es nicht nur um Afghanistan, die größere Angst Washingtons ist eine Destabilisierung Pakistans. Mit seinen gefürchteten Atomwaffen. Was werden die Moralisten hier dann sagen...?

    Grüße...
  10. #89

    Zitat von chico 76 Beitrag anzeigen
    … aber in Summe gering gegen die früher praktizierten Flächenbombardierungen.
    Insofern sind Drohnenangriffe eine deutliche Verbesserung zum Schutz Unschuldiger / Nichtbeteiligter.
    Das freut die zivilen Opfer und Angehörige sicher, dass sie nun deutlich geschützter sind.

    Zitat von chico 76 Beitrag anzeigen
    Das ist sicher im Kalkül der Al Qaida, um die öffentlichte Meinung gegen die USA zu beeinflussen.
    Das schaffen die USA schon alleine. Ich kämpfe gegen den Terrorismus, im Namen der Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit…
    …und kümmere mich dabei einen Dreck um Staatssouveränitäten, Völkerrecht, Gerichtsbarkeit – also Dinge die ich ja unter anderem verteidigen will. Sehr einleuchtend.
    Zitat von Direwolf Beitrag anzeigen
    Sie tun hier so, als könnte der Dorfsheriff bei einem Talibanführer oder Al Quaida im Jemen vorfahren und die Angeklagten einem rechtsstaatlichen Verfahren zuführen. […]Die Alternative zur Drohne ist also kein Gericht, sondern schlicht nichts tun.
    Ersteres ist natürlich Unsinn, weil nicht durchführbar. Aber warum soll es nur die beiden Extreme geben?

    Dann sollen die Verbrechen der entsprechenden AQ’s eben auch öffentlich benannt werden. Dann sollen sie halt von einem internationalen oder meinetwegen US Gericht wegen dieser und jener Taten in Abwesenheit zum Tode verurteilt werden. Dann sollen eben auch die zivilen Opfer genau benannt werden. Etwas mehr Transparenz wäre sicher nicht verkehrt.

    Aber so werden halt mal ein dutzend Turbanträger im Gebirge von einer Drohne getötet. Die Amis freuen sich über tote Terroristen, die Einheimischen beklagen ein dutzend zivile Opfer, die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen und zu mehr Gegenseitiger Freundschaft trägt es sicher nicht bei.








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