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Angriffe auf westliche Botschaften: USA schicken Marines in den Sudan

AFPEinheiten der US-Marineinfanterie sind auf dem Weg in den Sudan. Dort hatten wütende Demonstranten nach der deutschen Botschaft auch die US-Vertretung attackiert. Der Uno-Sicherheitsrat fordert die islamischen Länder auf, ausländische Einrichtungen zu schützen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...855965,00.html
  1. #1

    Zorn...?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Einheiten der US-Marineinfanterie sind auf dem Weg in den Sudan. Dort hatten wütende Demonstranten nach der deutschen Botschaft auch die US-Vertretung attackiert. Der Uno-Sicherheitsrat fordert die islamischen Länder auf, ausländische Einrichtungen zu schützen.

    Angriff auf Botschaft: USA schicken Marines in den Sudan - SPIEGEL ONLINE
    Bitte schreiben Sie nicht so als ob es hier spontane Zorn gäbe. Dieser "Zorn" ist nicht anders als die Gewaltbereitschaft von Fußballhooligans in England oder Deutschland.

    Es dreht sich hier darum, daß es einige Leute im Hintergrund gibt, denen sehr daran liegt die islamischen Länder total vom Westen zu entfremden, und die es schaffen arbeitslose junge Männer zu Gewalt aufzustacheln, vor allem da ja das alles straffrei abläuft.
  2. #2

    zorn ?

    in afrika ist es eher unwissenheit die aufgestachelt wird , aber in der arabischen gegend ist es ein grundhass gegen alles westliche . die vorzüge von handy , internet , autos ( westliche ) usw. wollen sie haben , aber modernes denken ist denen fremd !? diese doppelmoral ist auch in deutschland bei vielen muslime zu beobachten . in der heimat wird es offen ausgelebt
  3. #3

    Kommandounternehmen

    Warum schicken wir nicht Kommandounternehmen (Navy Seals, KSK etc.) vor Ort, nehmen die Extremisten fest und übergeben sie dem Internationalen Gerichtshof? Mir ist nicht klar, warum der Westen gegenüber diesen Extremisten so machtlos erscheint. Mit der Liquidation von Terroristen mittels Drohnen haben doch zumindest die USA bereits Erfahrung - auch die könnten sie nutzen, falls eine Festnahme und Verurteilung der Terrorristen nicht erfolgen kann. Ich persönlich glaube, wir werde nur mal wieder veunsichert - und alles ist gar nicht so schlimm!
  4. #4

    Zitat von friesenheino Beitrag anzeigen
    Warum schicken wir nicht Kommandounternehmen (Navy Seals, KSK etc.) vor Ort, nehmen die Extremisten fest und übergeben sie dem Internationalen Gerichtshof? Mir ist nicht klar, warum der Westen gegenüber diesen Extremisten so machtlos erscheint. Mit der Liquidation von Terroristen mittels Drohnen haben doch zumindest die USA bereits Erfahrung - auch die könnten sie nutzen, falls eine Festnahme und Verurteilung der Terrorristen nicht erfolgen kann. Ich persönlich glaube, wir werde nur mal wieder veunsichert - und alles ist gar nicht so schlimm!
    Wollen sie allen Erstens amerikanische Drohnen über Ägypten oder Lybien zum Einsatz bringen lassen ? Haben sie schon einmal etwas von der Unverletzlichkeit der Grenzen gehört ? Jede Übertretung und dem abfeuern von Waffen auf ein fremdes Territorium wäre eine indirekte Kriegserklärung.

    Erst nachdenken, dann schreiben.
  5. #5

    Zitat von uk1967 Beitrag anzeigen
    Wollen sie allen Erstens amerikanische Drohnen über Ägypten oder Lybien zum Einsatz bringen lassen ? Haben sie schon einmal etwas von der Unverletzlichkeit der Grenzen gehört ? Jede Übertretung und dem abfeuern von Waffen auf ein fremdes Territorium wäre eine indirekte Kriegserklärung.

    Erst nachdenken, dann schreiben.
    Nicht daß das die USA unbedingt stört, wenns sein muß. Alles, um "Stärke" zu zeigen. Die wahre Stärke läge natürlich darin zu sagen "Ihr könnt unsere Botschaften anzünden, unsere Leute töten, aber trotzdem beugen wir uns nicht einem Lynchmob und dessen Brandstifter. Meinungsfreiheit gilt nun mal auch für schlechte, geschmacklose Filme
    Die Realität in einem Wahljahr sieht anders aus. Egal, ob Republikaner oder Demokrat. Am besten schießt man ein paar Raketen, lässt ein paar Bomben abwerfen o.ä. Dann ist das US-Wahlvolk auch zufrieden.
  6. #6

    Der Sudan

    Zitat von Kallisto Beitrag anzeigen
    Nicht daß das die USA unbedingt stört, wenns sein muß. Alles, um "Stärke" zu zeigen. Die wahre Stärke läge natürlich darin zu sagen "Ihr könnt unsere Botschaften anzünden, unsere Leute töten, aber trotzdem beugen wir uns nicht einem Lynchmob und dessen Brandstifter. Meinungsfreiheit gilt nun mal auch für schlechte, geschmacklose Filme
    Die Realität in einem Wahljahr sieht anders aus. Egal, ob Republikaner oder Demokrat. Am besten schießt man ein paar Raketen, lässt ein paar Bomben abwerfen o.ä. Dann ist das US-Wahlvolk auch zufrieden.
    hat sich die Einreise von US-Marines verbeten. Er kommt wohl ohne Besetzung durch die USA mit den paar Demonstranten klar; wenn die Regierung will. Es handelt sich schließlich um eine souveräne Diktatur. Im Unterschied zu unserer Demokratur. Würde unsere Regierung wollen wollen?
  7. #7

    Zitat von friesenheino Beitrag anzeigen
    Mir ist nicht klar, warum der Westen gegenüber diesen Extremisten so machtlos erscheint.
    Weil der Westen seine Ideale von Demokratie, Menschenrechten, Rechtsstaatlichkeit, etc. 1:1 auf den Rest der Welt anwendet, vollkommen egal, wie der dazu steht. Was für und Toleranz, Kompromissbereitschaft oder Mitleid ist, wird von unseren Feinden einfach nur als Schwäche gesehen.

    Wenn sich ein Selbstmordattentäter in die Luft sprengt, dann ist er ein Märtyrer, ein Held. Und seine fünf Brüder träumen schon davon, so wie er zu werden, wenn sie groß sind. Wenn dagegen einer von unseren Soldaten fällt, wird lauthals die ganze Mission in Frage gestellt, die Einsatzleitung kritisiert, Volkstrauer angeordnet.
    Wenn ein Taliban einen westlichen Soldaten tötet, dann sagt die Mehrheit der Afghanen "Gut so!". Manche sagen es mit voller Überzeugung, manche nicht. Aber wenn letztere sich dagegen aussprechen würden, würden sie vielleicht auch nicht mehr lange leben. Wenn dagegen ein westlichen Soldat einen Taliban tötet, dann wird der Taliban-Kämpfer betraut. Dann kommen die Linke und die Friedensbewegung und weiß der Geier noch, und trauern um einen toten Feind.
    DAS ist der entscheidende Knackpunkt: Unser Wertesystem bewertet jeden Toten als schlecht, das islamisch-extremistische Wertesystem betrachtet nur tote Glaubensgenossen als schlecht.
    Mit anderen Worten: Wir werden bei jedem Toten doppelt so hart getroffen wie die Gegenseite. Und die haben sogar weit mehr Bevölkerung (und Wachstum), um Verluste aufzufangen. Natürlich, wir haben die besseren Waffen. Aber das nützt uns nichts, wenn wir nicht bereit sind, die auch mit voller Wirkung einzusetzen. Wenn wir das wollten, dann hätten wir schon längst einen Krieg vom Zaun brechen können, gegen den der Zweite Weltkrieg wie eine kleiner Grenzzwischenfall wirkt. Die Möglichkeiten hätten wir. Den Willen haben wir nicht. Was nicht unbedingt schlecht ist. Aber leider fehlt uns nicht bloß der Wille zum Massenmord, sondern auch der bloße Wille, unseren Willen überhaupt gewaltsam durchzusetzen.
    Wenn wir es dann trotz mangelndem Wissen doch versuchen, dann kommt etwas raus wie der Irak-Krieg: Ein alberner, feiger Ansatz und jede Menge Selbstbetrug, der am Ende nur unendlich viel Geld und Blut kostet.

    Im Grunde genommen kann man es ganz simpel zusammenfassen: Wer in einer Barschlägerei nach den Regeln eines Gentleman-Duells zu kämpfen versucht, bekommt auf die Nase. Dreimal dürfen Sie raten, wer wir sind.

    Hass ist nichts Neues. Die Menschen haben einander schon immer gehasst. Aber früher wurden wir gehasst und gefürchtet. Heute werden wir gehasst und für schwach gehalten. Was ausgesprochen schlecht ist.
  8. #8

    Zitat von friesenheino Beitrag anzeigen
    Warum schicken wir nicht Kommandounternehmen (Navy Seals, KSK etc.) vor Ort, nehmen die Extremisten fest und übergeben sie dem Internationalen Gerichtshof?
    Mal abgesehen davon, dass das nicht im Mindesten dazu beitragen würde die Lage zu beruhigen... ich kann gar nicht alles aufzählen, was daran nicht funktionieren würde. Man müsste die Schuldigen erstmal identifizieren. Und aufspüren. Und festnehmen. Im Grunde eine Polizeiaktion ohne jedes Polizeiwissen, gegen Widerstand der jeweiligen Staaten und das in Millionenstädten. Mal abgesehen davon, dass der internationale Gerichtshof für derartiges gar nicht zuständig ist.
  9. #9

    Erst nachdenken, dann schreiben

    Zitat von uk1967 Beitrag anzeigen
    Wollen sie allen Erstens amerikanische Drohnen über Ägypten oder Lybien zum Einsatz bringen lassen ? Haben sie schon einmal etwas von der Unverletzlichkeit der Grenzen gehört ? Jede Übertretung und dem abfeuern von Waffen auf ein fremdes Territorium wäre eine indirekte Kriegserklärung.

    Erst nachdenken, dann schreiben.
    Vorab, ich befürworte nicht, einen militärischen Einsatz der USA, aber die Unverletzlichkeit der Grenzen gilt insbesondere auch für Botschaften; sie sind exterritoriales Gebiet, also Gebiet des jeweiligen Staates, der die Botschaft unterhält. Nach Ihrer Logik haben dann also Tunesien, Ägypten, Sudan, etc. den USA (und Deutschland?) bereits indirekt den Krieg erklärt? Dann wäre ja wohl auch eine „indirekte“ Antwort angemessen?


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