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Angriffe auf Gaza: Israels Premier Netanjahu kann den Rückzug planen
DPADie Waffenarsenale der Hamas sind dezimiert, vor allem die gefürchteten Raketen aus Iran weitgehend vernichtet: Israels Regierungschef Netanjahu sollte die Offensive gegen den Gaza-Streifen für beendet erklären und als Erfolg verkaufen. Profitieren würden der Premier, sein Land - und die Palästinenser.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-867810.html
- #1 17.11.2012 18:02 von
So ganz überzeugend sind Ihre Argumente nicht:
wenn die Hamas trotz der bisherigen Blockade Raketen erhielt, die Tel-Aviv erreichen. Welche Waffen könnten jetzt reingebracht werden, wenn die Grenze nach Ägypten vollständig eröffnet wird? Man sollte nicht vergessen, dass jetzt nicht Mubarak und seine Generäle, sondern die Muslimbrüderschaft regiert. Ich denke nicht, dass Nethanjau Ihren Ratschlag blind befolgen wird - obwohl Sie es, bekannterweise, gut mit ihm meinen!
- #2 17.11.2012 18:11 von
Angriffe auf Gaza ???
Nur zu ihrer Infomation: Gaza wird angegriffen weil von dort aus permanente Angriffe auf Israel unternommen werden. Also verdrehen Sie hier bitte nicht ständig Ursache und Wirkung. Und ihre VT, wonach die israelischen Gegenangriffe wahltaktische Gründe haben, wird auch nicht wahrer, nur weil Sie sie wiederholen:
Dem Ministerpräsidenten, der sich am 22. Januar zur Neuwahl stellen muss, könnte damit sowohl vor dem heimischen Publikum als auch international punkten:
In den Umfragen hat Bibi schon vor den Gegenangriffen so klar geführt, dass man sich in Israel nur fragte, wie hoch sein Sieg wohl ausfällt. - #3 17.11.2012 18:13 von
Sehr schlau
Und auf die Erkenntnis, dass Menschen, denen man das Land wegnimmt und in ein Ghetto sperrt, aggressiv werden und versuchen, einem zu schaden, ist Israel nicht selbst schon vorher gekommen? Ohne israelische Einmischung gäbe es weder die Hisbollah noch die Hamas, sondern die Palästinenser würden ganz normal Hühner züchten, zur Uni gehen oder von mir aus T-Shirts für Europa zusammennähen.
- #4 17.11.2012 18:16 von
Pippi Langstrumpf Politikwünsche aus Deutschland
Netanjahu soll nun abbrechen und "mission accomplished" rufen? Hat schon bei Bush nicht funktioniert und wird auch heute nicht funktionieren. Die Hamas wird sich nämlich nicht an den selbsterklärten Sieg der Israelis halten und fröhlich weiterschießen mit ihren Raketen. Nachdem die israelische Armee aufhört die Abschussrampen (und was drumherum ist) unter Beschuss zu nehmen, wird die Hamas erneut auf Waffenlieferungen warten und diese weiter verschießen.
Der Wunsch mancher Pazifisten nach Frieden hier in Deutschland lassen manche Vorschläge lächerlich bis traurig erscheinen. Das Leben richtet sich nunmal nicht nach deutschen Wünsch-dir-was-Vorstellungen.
http://ivarfjeld.files.wordpress.com...ainmunich.jpeg
Der gute Chamberlain hat auch Frieden gerufen. Der hatte es sogar schriftlich und hat den Wisch in den Wind gehalten. Nur leider hat Adolfo dies nicht so ganz ernst genommen.... - #5 17.11.2012 18:21 von
Für alle, die sich für die Meinung gemäßigter Israelis interessieren, es gibt da die Tageszeitung Haaretz und vor allem die israelische Friedensbewegung mit immer sehr aktuellen Beiträgen (den englisch-sprachigen Link anklicken).
Welcome to Gush-Shalom, Israeli Peace Bloc - #6 17.11.2012 18:25 von
Einen Waffenstillstand
kann man auch erreichen, wenn die Palästinenser alle nicht zerstörten Raketen abgeschossen haben, also nicht mehr "schiessen" können, und die israelische Luftwaffe alle Angriffe einstellt. Dies würde vermutlich der einzige Waffenstillstand sein, der halten würde (solange keinen neuen Raketen eingeschmuggelt werden). Der von Frau Pütz vorgeschlagenen Weg führt nur zu nächsten Waffengängen, aber diesmal in weit kürzeren zeitlichen Abständen, denn bei völlig geöffneter Grenze zu (gemäßigt?) islamistisch regierten Ägypten würde der Raketenersatz nicht in Jahren, sindern in Monaten geliefert werden, und schon haben wir einen weiteren kleiner Krieg, immer wieder.
- #7 17.11.2012 18:28 von
- #8 17.11.2012 18:32 von
..
Israel hat Iron Dome, selbst entwickelt und gebaut. Für jede anspruchsvolle Brücke im arabischen Raum werden Fachleute aus China oder dem Westen benötigt. Israel hat eine funktionierende Demokratie, alle direkten und indirekten Nachbarn nicht. Das reicht aus, um zu wissen, auf wessen Seite man sein sollte bzw. wen man unterstützen sollte. Und auf Ratschläge aus Deutschland kann Israel sicher verzichten, die wissen selbst am Besten, was zu tun ist.
- #9 17.11.2012 18:33 von
Kampf um die Deutungshoheit ist eröffnet
Womit die Hamas ihre Kriegsziele ja dann erreicht hätte. Sie sind lustig Frau Pütz! Sie loben den Waffengang als "Erfolg" Netanjahus, dabei müsste die Konsequenz aus dem Krieg doch heißen: Die Abriegelung des Gazastreifens durch Israel hat überhaupt erst zu dem Krieg geführt (wie sie ja selbst unten in ihrer Prognose ausführen).
Netanjahu hat also einen Krieg geführt, den er niemals hätte führen müssen, hätte er früher entschieden, den Bewohnern Gazas ein einigermaßen menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Gewonnen hätte im Falle der von ihnen angedeuteten Waffenstillstandslösung ja vor allem Hamas, deren Ziel es war, die Gaza-Blockade zu beenden, warum also Sprechen sie von einem erfolgreichen Waffengang Netanjahus? Konsequenterweise müssten Sie folgern, die Strategie der Hamas (Israel mit Raketen beschießen, Israel zu einer Antwort zwingen, und anschließend neu verhandeln) war erfolgreich, auch wenn der Preis hoch war.
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