und hat Nebentätigkeiten ohne Berücksichtigung von Zeit, Geld oder Abhängigkeiten vehement verteidigt. Gut für ihn, daß er bei den (neo)liberalen ist, wär er Pirat (wie es viele ex-FDP-ler sind) hätte hier ein ganz anderer anderer Artikel gestanden.
dapd"Ich weiß nicht, was er geraucht hat": Der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki hat den eigenen Generalsekretär Patrick Döring scharf attackiert. Grund sind dessen Sticheleien über die Nebenverdienste von SPD-Mann Peer Steinbrück. Dafür sei eine Entschuldigung fällig, sagte Kubicki.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-862153.html
und hat Nebentätigkeiten ohne Berücksichtigung von Zeit, Geld oder Abhängigkeiten vehement verteidigt. Gut für ihn, daß er bei den (neo)liberalen ist, wär er Pirat (wie es viele ex-FDP-ler sind) hätte hier ein ganz anderer anderer Artikel gestanden.
Herr Kubicki und Herr Stegner aus Schleswig-Holstein ziehen seit jüngstem in die Bundespolitik aus - und müssen dort dringend bekannt werden und sich viele Freunde machen. Die Trittleitern werden opportun ausgesucht, das Giften haben beide bis zum Überdruss auf Landesebene praktiziert.
Es ist dringend davon abzuraten, hektische Intriganten sofort zum Führungspersonal zu machen. Inhaltlich gibt es keine Ideen, aber ganz viel böse Anwürfe. Das kann auf die Dauer nur in die Krise führen. Wer solche Leute aber nimmt, sucht vor allem Keulenschwinger, um die eigene Riege das Fürchten zu lehren. Ekelige Burschen sind beide trotzdem nicht, sondern smarte Jungs, die sich gut nach vorne zu bringen wissen!
Der Autor schreibt nicht fair: erwähnt, das die SPD bei Forsa auf unter 30 Prozent käme, verschweigt freilich, dass sie bei Allensbach auf 31 und die CDU nur auf 35,5 Prozent kommt. Was Kubi aus Kiel anbelangt, der eeint der Sozial- Liberalen Koalition nun schon seit 30 Jahren nach. Frage ist, ob er unter Genschmann je einen Job bekommen hätte.
Eigentlich mochte ich Herrn Kubicki immer ganz gern. Nicht, weil ich seiner Partei nahe stehe (eher im Gegenteil), aber weil er gelegentlich aussprach, worum die meisten anderen nur parteikonform herumdrucksten.
Gestern in der Illner-Sendung allerdings wurde sichtbar, was übrig bleibt, wenn man nachhakt (Dank an den Herrn von abgeordnetenwatch.de): der freie Radikale, der einzig und allein für 1. sich und 2. den Mammon steht.
Als es um den eigentlichen Punkt der Transparenz ging, war er _natürlich_ dafür. Nur für sich und seinesgleichen forderte er sofort eine Ausnahme. Das ist nicht nur egoistisch und heuchlerisch, sondern zutiefst undemokratisch. Denn wie auch deutlich herausgearbeitet wurde, ist der Volksvertreter der Vertreter des ganzen Volkes und nicht nur einer kleinen Teilmenge. Das hat man in der FDP noch nicht verstanden.
Natürlich hat er Recht, wenn er seinen rotgesichtigen Parteifreund und Generalsekretär zur Mäßigung auffordert. Aber er sollte das in der Sache tun, nicht nur im Ton.
Kubicki wirkte seltsam überdreht und war mehrmals nicht auf Höhe der Argumentation. Als er fragte, was Döring möglicherweise geraucht habe, fragte ich mich unwillkürlich, was Herr Kubicki möglicherweise vorher getrunken hatte und wieviel davon. Nach seinem Wahlerfolg in Schleswig Holstein scheint er sein Ego nicht mehr einfangen zu können.
Es ist ehrlicher solche Einnahmen wäre der Politikertätigkeit offen zu legen, als sie erst nach Karriereende auszuüben. So wird der Politiker in seinen Entscheidungen kontrolliert. Wenn er sie nach seinem Amt ausübt, muß er sich mehr andienen um alla Schröder dann noch einen guten Posten nach dem ausscheiden zu bekommen.
Wer einen empfindlichen Magen hat sollte sich nicht zu genau mit dieser, ohnehin drittrangigen, Sache befassen. Döring der vor freudiger, aber falscher, Empörung schier aus dem feinen Zwirn platzt, Kubicki der das richtigerweise als verquer zurückweist, aber mit den falschen Gründen (nämlich weil die FDP Absahner sonst eher verehrt), und eine schreibende Zunft die zufrieden noch das letzte Quentchen aus der Sache presst. Mit der es ihr gelang den bitter nötigen Anlauf gegen Schwarz-Gelb zu beschädigen. Ach ja, und dann gibt es noch unsere wahrheitsliebenden Christen, vertreten z.B. durch Döring, die nach Auskosten des Ganzen nun wider flugs den Mantel ziehen über ihre eigene Korruptions-verdächtigen Neben-Einkünfte, bei denen sie mit der FDP, 9 von 10 Top10-Plätze belegen.
Auch wenn sie sich so rabaukenhaft ähnlich sind, werfen sie sich gegenseitig die Wildsau und Gurkentruppe vor.
Dass einer der aktiven FDP-Granden den knorrigen Porzellan-Zertreter rüffelt zeigt, was man über den Niedersachsen mit dem selbstgefälligen Gen für das Unersetzliche denkt und von ihm hält. Ständig den Kehricht vor seiner Tür bei den anderen reklamieren. Ein Rambo mit dem verlorenen Feingefühl, oder fehlt es grundsätzlich. Kubicki denkt da schon weiter, denn es wäre doch nicht zu verkehrt, 2013 die Tür zur Ampel offen zu halten. Eigentlich will man doch gar nicht mehr mit der Merkel, die laufend den Koalitionsvertrag außer acht lässt und vorprescht. Ob Außenpolitisch, oder wenn es um das Gesundheitsressort geht; selbst in der Wirtschaft will man sich nicht ständig die Schau, oder die Butter vom Brot stehlen lassen.
Bis die passenden Umfragewerte bei der SPD passen wird noch etwas Zeit vergehen, bis es auch beim letzten Mohikaner geklickt hat, dass er bei Merkel dem falschen Ideal nachgehechelt ist. Die Kanzlerin bleibt ihrer Linie der Unverbindlichkeit und der großen Schweigerin treu. Sie will keine Fraktionen, die sie befragen muss. Was sie will sind devote treue Diener à la Kauder und Altmaier und Co., die alles von ihr stillschweigend abnicken, als wäre sie das Grundgesetz.