Wer technisch die Nase vorn hat, hat das Weltsteuerrad in der Hand.
Mit Viren und Trojanern wollte die US-Armee die Armee des libyschen Diktators*Muammar al-Gaddafi angreifen - letztlich waren die Bedenken zu groß: Die Militärs fürchteten eine zu lange Vorbereitungszeit und sorgten sich um die Verfassung.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...792380,00.html
Wer technisch die Nase vorn hat, hat das Weltsteuerrad in der Hand.
"...zudem hätten die USA mit einem offensiven Cyber-Angriff einen Präzedenzfall geschaffen."
Stuxnet schon wieder vergessen?
Außerdem sollte man sich immer dann, wenn es um Amerika, Internet und "Sicherheit" geht, an diesen Gesprächsausschnitt erinnern:
http://www.youtube.com/watch?v=on4DPpN7GwQ
Prof. Lawrence Lessig über ein Gespräch mit Richard Clarke. Die entscheidende Stelle ab etwa 1:40 im Transkript:
I had dinner once with Richard Clarke at the table and I said "is there an equivalent to the Patriot Act - an iPatriot Act - just sitting waiting for some substantial event for them to come have an excuse for radically changing the way the Internet works?" And he said, "Of course there is" - and I swear this is what he said, and quote - "and Vint Cerf is not going to like it very much."
Vor dem Hintergrund der "Strategie der Spannung", die so aktuell ist wie immer, spielt jede Art von "Cyber-Gefahr" dem Imperium in die Hände - als Ausrede für eine intensive (auch inhaltliche!) Kontrolle des Internet. KiPo, Musikdownloadterroristen und so weiter sind dabei die Propaganda-Tools und trojanische Pferde für's Bewusstsein der Öffentlichkeit, um Akzeptanz für die Maßnahmen zu schaffen, die ganz andere Internetinhalte zum Ziel haben. Das Unterbinden von Organisations- und Aufklärungsmöglichkeiten für's Volk ist das eigentliche Motiv.
Diesen Aspekt sollte man auch bei den im Artikel behandelten Überlegungen zu US-Cyber-Attacken (hier gegen Libyen und Pakistan) im Hinterkopf behalten, um nicht gar so sehr "überrascht" zu sein, wenn dann mal die westliche Welt Opfer einer größeren Cyber-Attacke wird.