Da ist Norwegens Gesellschaft wohl schon Lichtjahre weiter entwickelt als andere Länder.
Gerald Traufetter69 Menschen tötete Anders Breivik auf der Insel Utøya, auch die Tochter von Kjell Fredrik Lie. Als der Attentäter vor Gericht den Amoklauf schildert, hört der Lastwagenfahrer bis zum Schluss zu. Die Aussage ist für Lie fast unerträglich - kein Detail kann ihm die Tat begreiflich machen.
http://www.spiegel.de/panorama/justi...828790,00.html
Da ist Norwegens Gesellschaft wohl schon Lichtjahre weiter entwickelt als andere Länder.
Wer verstehen will, wie Breivik tickt, sollte einfach mal das als "Manifest" bezeichnete Sammelwerk von Breivik durchblättern.
Ein großer Teil davon ist ja eine Anleitung zum Nachmachen. Wie kommt man an die Grundstoffe zum Bombenbau? Durch eine Tarnfirma, die die Grundstoffe braucht. Etwa einen landwirtschaftlichen Betrieb. Wie überzeugt man sich selbst? Durch ständige Wiederholung. Wie bleibt man körperlich fit? Durch Training und leichte, aufputschende Drogen usw.
Für das Verständnis seiner Persönlichkeit sind die Teile interessant, in denen er beschreibt, wie er sich selbst durch ständiges Selbsteinreden überzeugt hat, seinen Plan durchzuziehen.
Für mich zeigt dies, dass Breivik nicht verrückt ist. Es handelt sich dabei - in den Worten Hannah Arendts - um die Banalität des Bösen. Breivik hat planvoll und ohne Rücksicht auf menschliches Leben seine Tat entworfen und nach dem Plan gehandelt.
Die Beobachter wünschen sich, dass Mörder - gerade Massenmörder - irgendwie verrückte Monster sind. Die Realität ist aber weniger spektakulär. Die Fähigkeit Gutes zu tun, genauso wie die Fähigkeit böses zu tun erfordert weder Helden noch Monster.
Menschen können selbst entscheiden, ob sie Gutes oder Böses tun. Und wenn sie Böses tun, müssen sie bestraft werden. In einem fairen Verfahren. Denn ein faires Verfahren durchzuführen, heißt Gutes tun.
Ich weiß nicht, warum noch so viel berichtet wird. Verstehen tut die Handlung so wie so keiner. Die politische Einordnung dieser Tat, ist fruchtlos und hilf am Wenigsten den Getöteten.
Das Warum wird sich letztlich niemals abschließend klären lassen.
Für die einen ist er ein Krimineller für die anderen ein Geistesgestörter. Einmal landet er lebenslang hinter Gitter und einmal lebenslang in der geschlossenen Psychiatrie (die auch Gitter hat).
Ich kann diesen Menschen nur bedauern für all das Unglück, welches er Übersicht selbst und all die Opfer gebracht hat. Verhindern konnte und kann man etwas genauso wenig , wie eine Naturkatastrophe.
Lernen kann man aus dem Fall auch nichts, außer man glaubt an den totalen Überwachungsstaat.
Mir fehlt einfach der Voyeurismus, um das Leid der Opfer-Angehörigen in mich aufzusaugen.
Kann es nicht sein, dass Breivik eigentlich schwul ist und diese primitiven Allmachtsphantasien sein Weg sind dagegen anzukämpfen, seine sublimierte Sexualität? In einem Blog kurz vor seinen Verbrechen hat er ja wohl auch rumschwadroniert, dass er es ein paar Nutten noch mal ordentlich besorgen würde. In Deutschland hatten wir schon mal einen Michael Kühnen. Der war auch von seinen geistigen Fähigkeiten sehr gut in der Lage einzusehen, dass er als Schwuler schon ab 1933 mit einem rosa Winkel im KZ verschwunden wäre. Trotzdem hat er den ganzen Nazi-Mist ständig schöngeredet. Und in seiner langen Zeit in der Wiking-Jugend konnte er den kleinen Jungs schon mal das Fahrtenmesser an der Lederhose richtig in Stellung bringen. Der ist eigentlich damals auch weniger an Aids als an seiner schrecklichen Verlogenheit gestorben. Breivik halte ich für einen sehr ähnlichen Charakter.
wirklich in das Gehin eines Pschophaten wie Breivik schauen. Einerseits ist auch er ein Mensch aber auch gleichzeitig ein Monster oder eine tickende Zeitbombe, welche dauerhaft entschärft gehört. Eine wirklich gerechte Strafe kann es für ihn nicht geben. Die Justiz muss aber dafür sorgen dass er nie wieder in seinem Leben die Möglichkeit erhält, wahllos Unschuldige zu töten. Wird er aber für zurechnungsfähig erklärt, dann ist quasi programmiert, dass er nach etwa 20 Jahren auch weiterhin seine kruden Ideen " auslebt ". Das gleiche kann allerdings auch passieren, wenn Psychyiater eine falsche Zukunftsprognose stellen. Ein Teufelskreis.
Breivik ist sicherlich alles andere als verrückt. Es so leicht jemanden damit zu titulieren, wenn die eigenen Vorstellungen von Moral und Recht nicht ohne weiteres übertragbar sind.
Sämtliche Ausführungen, die ich bis jetzt so mitbekommen habe, weisen durchaus auf einen gesunden Verstand. Dieser lässt sich feststellen, ungeachtet der Wahrnehmung. Im Gegenteil, womöglich ist er sogar ein durchaus intelligenter Mensch, was ihm letztendlich zum Verhängnis geworden ist.
Gut möglich, dass er eben aufgrund seiner Intelligenz sich selbst so weit puschen bzw. überzeugen konnte, respektive seine Selbstkontrolle gut im Griff hatte.
Mich interessieren vor allem die Auslöser, welche zu der Tat geführt haben. Niemand wacht morgens auf und hat Lust ein Massaker anzurichten.
So oder so, exzellent das er, ganz im Sinne eines guten Rechtssystems, ein fairen Prozess bekommt. Ob Strafe/Freispruch, oder andere Urteile sind in jedem Fall angemessen. Da kann man den Norwegern vertrauen.
Unglaublich, was für grausame Potenziale in gesunden Menschen aktivierbar sind. Ob der Mörder von Utoya gesund ist??? Mit Sicherheit sind und waren viele SS, KGB, Rote Khmer, Bandenkrieger in Afrika u.a. Massenmörder völlig gesund und hatten dennoch keine Skrupel...Ohne Gott ist alles möglich...
A.B ist kein bischen verrückt. Er hält es für zweckmäßig, für eine Idee Menschen zu töten. Das machen junge Männer auf der ganzen Welt. Wenn sie auf der uns passenden Seite stehen (Libyen) tolerieren wir das. Wenn Sie auf der falschen stehen (9/11) sind es Monster.
Ich befürchte sogar, das wird nicht der letzte Amokläufer gegen "Überfremdung" sein. Je mehr Menschen vom Wohlstand abgekoppelt werden, um so mehr Verbrechen wird es geben. Und junge Männer stehen lieber auf der SEite der Starken...