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Angebliche Therapie: Forscher entschuldigt sich für Homosexuellen-Studie

CorbisEin US-Psychologe bittet Homosexuelle um Verzeihung dafür, dass er an einer fragwürdigen Studie zur angeblichen Therapie von Schwulen mitgearbeitet hat. Die Glaubwürdigkeit der Studienteilnehmer sei nicht erwiesen gewesen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...834247,00.html
  1. #1

    Glaubwürdigkeit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein US-Psychologe bittet Homosexuelle um Verzeihung dafür, dass er an einer fragwürdigen Studie zur angeblichen Therapie von Schwulen mitgearbeitet hat. Die Glaubwürdigkeit der Studienteilnehmer sei nicht erwiesen gewesen.
    Das ist doch wohl ein Witz, oder? Dann brauchen wir ja auch keine Wahlumfragen mehr, weil ja die Glaubwürdigkeit der Befragten nie nachgewiesen werden kann.

    Und 200 Teilnehmer ist für solche Studien schon eine recht hohe Zahl.

    Auch die Wortwahl des Psychologen lässt nicht darauf schließen, dass er sich von der Studie besonders stark distanziert.

    Fakt ist: Die sexuelle Orientierung mag angeboren sein - doch ob sie auszuleben etwas Neutrales oder Bösartiges ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.
  2. #2

    Zitat von bismarck_utopia Beitrag anzeigen
    Das ist doch wohl ein Witz, oder? Dann brauchen wir ja auch keine Wahlumfragen mehr, weil ja die Glaubwürdigkeit der Befragten nie nachgewiesen werden kann.

    Und 200 Teilnehmer ist für solche Studien schon eine recht hohe Zahl.

    Auch die Wortwahl des Psychologen lässt nicht darauf schließen, dass er sich von der Studie besonders stark distanziert.

    Fakt ist: Die sexuelle Orientierung mag angeboren sein - doch ob sie auszuleben etwas Neutrales oder Bösartiges ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.
    Eine wissenschaftliche Studie ist nun mal keine Wahlumfrage! Man kann nicht einfach unüberprüfte/unüberprüfebare Aussagen als Beweis für die Wirkung einer Therapie ansehen.
  3. #3

    Organisierte Umfrageteilnehmer?

    Es besteht die Gefahr, gerade wenn fundamentalistische Christen hinter der Aktion stehen, dass es sich
    a) entweder nicht um tatsächlich Homosexuelle handelte
    b) die Befragten ihre tatsächlichen Neigungen verheimlichten, um nicht negativ aufzufallen.
    So eine "Therapie" wird ja nicht ergebnisoffen geführt, sondern ein subtiler oder offener sozialer Druck kann zumindest vorhanden gewesen sein. Guter, da kurierter Patient oder Versager, der weiter homosexuell blieb?
    Gerade bei so einem sensiblen Thema wie der möglichen Reversibilität von Homosexualität sollten mögliche Studien- oder Umfrageergebnisse immer besonders skeptisch geprüft werden.

    Zu meinem Vorredner:
    Zitat: "ob sie auszuleben etwas Neutrales oder Bösartiges ist":
    Fair sollte man formulieren: ... etwas Gutes, Neutrales oder Bösartiges ist.
    Wer Homosexuellen vorenthalten möchte seine Sexualität auszuleben sollte sich auch als Heterosexueller immer fragen lassen, ob er ebenso bereit wäre, auf das Leben seiner Sexualität zu verzichten, käme irgendjemand daher, und würde seine sexuelle Neigung als "bösartig" hinstellen.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein US-Psychologe bittet Homosexuelle um Verzeihung dafür, dass er an einer fragwürdigen Studie zur angeblichen Therapie von Schwulen mitgearbeitet hat.
    Respekt für dieses Bekenntnis des Forschers, zumal über die Studie längst Gras gewachsen war und er damit Hass und Wut vieler Amerikaner auf sich zieht. Selbstverständlich wäre es besser gewesen, gar nicht erst an der Studie teilzunehmen, aber dieser Schritt ist für die Sache der Homosexuellen wesentlich effektvoller.
  5. #5

    Zitat von bismarck_utopia Beitrag anzeigen
    Das ist doch wohl ein Witz, oder? Dann brauchen wir ja auch keine Wahlumfragen mehr, weil ja die Glaubwürdigkeit der Befragten nie nachgewiesen werden kann.
    Der Vergleich hinkt. Denn es gibt Erfahrungswerte, die besagen, dass sich bei einer bestimmten Anzahl und einer bestimmtem repräsentativen Auswahl von Befragten das spätere, tatsächliche Wahlergebnis ziemlich exakt voraus sagen lässt. Erfahrungsgemäß sagt also die weit überwiegende Mehrheit bei einer Wahlumfrage, was sie auch letztlich tatsächlich wählen wird. Die Abweichungen zum tatsächlichen Ergebnis sind in der Regel marginal.

    Es gibt aber keinen Erfahrungswert, der besagt, dass jemand, der behauptet, vorher homosexuell gewesen und jetzt plötzlich heterosexuell zu sein, diesbezüglich auch die Wahrheit sagt.

    Wenn jemand eine "Therapie" mitmacht, um sich in Richtung Heterosexualität "umpolen" zu lassen, ist davon auszugehen, dass die-/derjenige Homosexualität als etwas grundsätzlich negatives wahrnimmt. Natürlich WILL der-/diejenige dann gerne heterosexuell werden. Ob das aber auch tatsächlich der Fall ist, kann nicht durch die bloße Selbstauskunft, dass es so sei, belegt werden. Andernfalls könnte man auch z.B. die Wirksamkeit eines Anti-Ageing-Produktes damit "nachweisen", dass Versuchspersonen behaupten, sie sähen nach dessen Anwendung 10 Jahre jünger aus. Ob sie aber tatsächlich jünger aussehen, oder dies einfach nur GLAUBEN WOLLEN, ist eine ganz andere Frage... genau so verhält es sich auch bei der genannten Studie. Hier ist einfach die Gefahr sehr hoch, dass bloßes Wunschdenken die Ergebnisse in eine bestimmte Richtung verfälscht, wenn man sich auf eine bloße, subjektive und ungeprüfte Selbstdiagnose verlässt.


    Zitat von bismarck_utopia Beitrag anzeigen
    Fakt ist: Die sexuelle Orientierung mag angeboren sein - doch ob sie auszuleben etwas Neutrales oder Bösartiges ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.
    Warum steht das "auf einem ganz anderen Blatt"? Sie wollen ernsthaft behaupten, dass erst noch geklärt werden muss, ob das Ausleben einer homosexuellen Neigung etwas "Bösartiges" ist?!
  6. #6

    Zitat von bismarck_utopia Beitrag anzeigen
    Fakt ist: Die sexuelle Orientierung mag angeboren sein - doch ob sie auszuleben etwas Neutrales oder Bösartiges ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.
    Auf einem anderen Blatt steht nur die Menschenverachtung und Ahnungslosigkeit (oder Dummheit), die sich hinter solchen Sätzen verbirgt. Genauso könnte man die Heterosexualität hinterfragen und von Frauen nach der Menopause den Verzicht auf das Ausleben der Sexualität fordern. Die Gegner der Homosexualität wollen oder können nicht begreifen, dass nicht die Sexualität im Vordergrund steht, sondern die emotionale Liebe zu einem gleichgeschlechtlichen Partner.
  7. #7

    Homosexuelle krank? Der schwachsinn läßt Grüßen....

    Was sind das für kranke und steinzeitlich orientierte Menschen, die meinen das Homosexualität eine Krankheit sei?? Die einzig Kranken sind die, die nichts anderes neben sich dulden und die Natur ignorieren. Von Natur aus ist jeder Mensch bisexuell und der Rest ist nicht freiwillig ausgesucht, sondern andressiert weill es eben die Mehrheit so macht.....! So ein Schwachsinn! Es gibt kein Schwulengen und es kann sich auch keiner aussuchen was er ist - Emotionen sind eine natürliche Sache und jeder soll sexuell das tun dürfen was er auf freiwilliger Basis möchte und sein Sexualpartner auf freiwilliger Basis mitmacht! Und das geht andere einen Scheißdreck an, denn sie müssen es ja nicht mitmachen und ein freundliches NEIN reicht in der Regel aus.
  8. #8

    Zitat von jeykey2000 Beitrag anzeigen
    Von Natur aus ist jeder Mensch bisexuell und der Rest ist nicht freiwillig ausgesucht, sondern andressiert weill es eben die Mehrheit so macht.....!
    Weil es die Mehrheit so macht? Waere also die gefuehlte Mehrheit Homosexuell wuerden neue Menschen auch eher homosexuell werden? Also haben die Menschen Recht die ihre Kinder nicht zu Schwulen Paedagogoen in die Obhut geben wollen? Weil die leben es ihnen ja vor und dann werden die Kinder es mit hoeherer Wahrscheinlichkeit auch, weil sie mehr davon sehen...
    Glaub ich nicht.
  9. #9

    Auch was Gutes?

    Zitat von bismarck_utopia Beitrag anzeigen
    Fakt ist: Die sexuelle Orientierung mag angeboren sein - doch ob sie auszuleben etwas Neutrales oder Bösartiges ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.
    Dass Homosexualität auch was Gutes sein könnte, kommt Ihnen erst gar nicht in den Sinn, oder wie?








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