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Andreassteig in Kiew: Porträt einer sterbenden Schönheit

SPIEGEL ONLINEDer legendäre Andreassteig in Kiew wird bevölkert von Malern und Künstlern - doch die wahren Herrscher sind dubiose Geschäftsleute. Ein Oligarch will die Kreativen vertreiben, um Bürotürme auf dem "ukrainischen Montmartre" zu errichten.

http://www.spiegel.de/reise/europa/0...835190,00.html
  1. #1

    leider voll zutreffend ...

    Leider voll zutreffend.
    Ein Teil der Häuser benötigen sicher einige Renovationen. Mit "sanfter Renovation" würde wohl die ganze Strasse zu einem wunderschönen, sterilen Museum.
    Zu befürchten ist aber, dass ähnliche Horror-Gebäude wie das Hyatt-Hotel mitten in historische Strassenfronten reingeknallt werden.
    Wenn schon die Hintermänner nicht ohne weiters identifiziert weden könnten - systematische Veröffentlichung der verantwortlichen Architekten wäre auch schon etwas ....
  2. #2

    Der Artikel ist unverschaemt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der legendäre Andreassteig in Kiew wird bevölkert von Malern und Künstlern - doch die wahren Herrscher sind dubiose Geschäftsleute. Ein Oligarch will die Kreativen vertreiben, um Bürotürme auf dem "ukrainischen Montmartre" zu errichten.

    Andreassteig in Kiew - SPIEGEL ONLINE
    Lieber Spiegel. "Nichts ist so alt, wie die Tageszeitung von Gestern". Viellleicht sollte man neben der Tageszeitung noch den Spiegel erwaehnen. 1. Die Andreaskirche wurde bereits vor 2 Jahren renoviert, von baufaellig keine Spur. Dem Autor - und allen, die sich von der Stimmungsmache nicht abhalten lassen - sei empfohlen, sich ruhig einmal hier eines der Klassikkonzerte anzuhoeren - eine tolle Akustik und ein tolles Flair.
    2. Die genannten Hausnummern 14 und 15 waren eine ehemalige Fabrik aus der Jahrhundertwende. Innerhalb von 2 bis 3 Stunden nach dem Abriss wurde ueber das Internet eine Demo initiiert, die letztlich dazu fuehrte, das Achmetow zugesagt hat, hier ein Kulturzentrum zu bauen. Ob die Zusage eingehalten wird, kann erst in einiger Zeit gesagt werden. Zwischenzeitlich wurde aber bereits ein Wettbewerb zur Konzeptentwicklung ausgelobt.
    3. Die Renovierung der Strasse wird heftigst kritisiert. Das Pflaster wird hierbei auf ein Betonbett verlegt. Auf der anderen Seite weiss ich aber nicht, ob eine recht steile Strasse mit Katzenbuckelpflaster in Deutschland ueberhaupt irgendeine Chance jaette.
    4. Fuer den gesamten Stadtteil Podol existiert eine Bebauungsbegrenzung auf maximal 5 Stockwerke, die "Buerotuerme" gibt es in Kiew - aber nicht in Podol.
  3. #3

    Artikel zu kurz geraten

    Der Andreas-Abhang ist schon seit langem sehr umkämpft. Im Dezember 2005 wurde ein Artikel von mir in einer luxemburger Tageszeitung veröffentlicht http://ukralux.kiev.ua/documents/21_Tageblatt_1202.pdf

    Die ungekürzte Originalversion des Artikels jedoch enthält einige brisantere Informationen. Diese wurden allerdings von der Redaktion damals gestrichen
    http://ukralux.kiev.ua/documents/Das_kiewer_Montmartre.pdf

    Was aber auch nicht im Originaltext erwähnt wurde: Die Skrupellosigkeit einiger Protagonisten kostete Ende der neunziger Jahre auch Menschenleben. Auf Bitten einiger meienr damaligen Ansprechpartner für die Recherchen zum Artikel wurde dies nicht schriftlich festgehalten. Wäre eh von der Redaktion nicht ins Printmedium aufgenommen worden.

    Man darf getrost davon ausgehen, daß auch zur Zeit wieder einige physisch unter Druck gesetzt werden. Diese Vorgehensweise ist in der Ukraine alltäglich.
  4. #4

    Vorwärts

    macht den kleinen Rest des alten Kiew einfach nieder. Glaspaläste sind einfach schöner (renditemäßig). Ich bin froh dass ich es seinerzeit noch sehen durfte, das alte Kiew.
  5. #5

    marodes Juwel

    2009 reiste ich spontan und nahezu unvorbereitet für ein paar Tage nach Kyiv, eine Stadt, von der ich bis dahin beinahe nichts wusste außer ihrem Namen. Entdeckte an einem sonnigen Sonntag im August den Andreassteig und war vollkommen hingerissen! So eine Schönheit!

    Ohne Zweifel muss jemand nennenswert Geld in die Hand nehmen, denn ohne Baumaßnahmen wird dort viel kaputt gehen. Wenn es der Staat nicht tut, dann ist es gewiss legitim, dass private Investoren "rechnen".

    Ideal wäre eine Kooperation von Stadt und Investoren, innerhalb eines Ordnungsrahmens der unseren Prinzipien des Denkmalschutzes entspricht. Der Andreassteig in seiner jetzigen Form (oder der von 2009...) ist unbedingt ein Asset für den Stadttourismus und von hohem Wert.

    Es täte mir sehr weh wenn der pittoreske, bohêmische Charakter verloren ginge.


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