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Anatomie des Wut-Menschen: Wir brauchen den Hass

Sie fragen sich, woher all diese Wut kommt? Auf Sarrazin, auf Kracht, auf Stuttgart 21 und auf Wulff? Weil wir sie brauchen, diese Wut. Ganz einfach: Weil der Mensch nicht mehr ist als ein Tier mit einer Meinung.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...816729,00.html
  1. #1

    Gut!

    " Ein Zuviel an Wissen verunmöglicht den Zorn ..."
    Das bringt es auf den Punkt und könnte der Satz des Monats werden.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie fragen sich, woher all diese Wut kommt? Auf Sarrazin, auf Kracht, auf Stuttgart 21 und auf Wulff? Weil wir sie brauchen, diese Wut. Ganz einfach: Weil der Mensch nicht mehr ist als ein Tier mit einer Meinung.

    Anatomie des Wut-Menschen: Wir brauchen den Hass - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Sehr, sehr gut, Frau Sibylle.

    Ich habe gegrinst wie ein Honigkuchenpferd.
  3. #3

    ...

    Frau Berg, Sie sind einfach nur eine Karrieristin. Sie schreiben das, was man von Ihnen verlangt und dafür werden Sie in Spon veröffentlicht. Wenn Sie wirklich kritisch schreiben würden, säßen Sie von heute auf morgen auf der Straße.
  4. #4

    Zuviel Wissen

    Zitat von jüttemann Beitrag anzeigen
    " Ein Zuviel an Wissen verunmöglicht den Zorn ..."
    Das bringt es auf den Punkt und könnte der Satz des Monats werden.
    super !!!
    Nur ein Aspekt kam etwas zu kurz: subjektive ist trotzdem jeder der Wutbürger überzeugt alles viel besser zu Wissen.
  5. #5

    Zorn

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie fragen sich, woher all diese Wut kommt? Auf Sarrazin, auf Kracht, auf Stuttgart 21 und auf Wulff? Weil wir sie brauchen, diese Wut. Ganz einfach: Weil der Mensch nicht mehr ist als ein Tier mit einer Meinung.

    Anatomie des Wut-Menschen: Wir brauchen den Hass - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Ich möchte einmal kurz erklären was ich bin: ich bin kein Radikaler, kein Anarchist, kein Verschörungstheoretiker, kein Linker und erst recht kein Rechter. Ich bin nicht wirklich arm und nicht wirklich reich, ich gehöre zur „sogenannten Mittelschicht“. Durch meine Arbeit, habe ich das System lange mit am Leben erhalten und habe festgestellt, dass ich dabei gar nicht so glücklich bin, manchmal sogar ein bisschen depressiv. I
    Ich gehöre zu all denen Systemtrotteln, die es schon lange statt haben, im Hamsterrad zu laufen und für all jenen, die vom System profitieren, den Deppen zu machen. Ich bin fast ein bisschen zornig und zwar deshalb, weil ich ständig angelogen werde, und keiner der Politiker, Politikerinnen den Mut hat uns die Wahrheit zu sagen, nämlich, dass uns das Wasser schon bis zum Hals steht und alle Systeme in einem künstlichen Wachkoma gehalten werden.
    Ich bin zornig, weil diese Politmarionetten offenbar ihre Aufgaben vergessen haben, nämlich uns, dem Volk zu dienen, und nicht gemeinsam mit den „Märkten“, den Banken und den Konzerne über uns zu herrschen.
    Und ich bin auch zornig, weil in der zweiten Reihe schon wieder die brauen Verführer warten und sich die Dummen greifen werden. Ich bin kein „Dummer“ ich bin einfach nur zornig, weil es in diesem Land keine wirkliche Pressefreiheit gibt, ich von abhängigen Medien mit geistigem Unrat oder Falschinformationen zu zugemüllt werde.
    Ich bin zornig, weil unsere Kinder kein Bildungssystem haben, sie haben ein Ausbildungssystem. Und diese Ausbildungssystem treibt sie genau in die selben Hamsterräder, in denen ich schon drin war, und bei denen die Drehzahl auch noch mächtig erhöht wurde und sie atemlos dem Herzkasper entgegen hetzen.
    Ich bin zornig, weil ich nicht am Ende meiner Tage an technische Geräte angeschlossen, durch Medikamente vergiftet, dahin vegetieren will um den Pharmakonzerne große Profite zu bescheren und so dem Bruttoinlandsprodukt zu dienen.
    Ich bin zornig, weil ich endlich aufgewacht bin und festgestellt habe, dass ich als Spielroboter gehalten werde, und Maschinen diene, und ich in Wirklichkeit ein freies Individuum bin.
    Aber am meisten ärgert es mich, wenn ich alle diese gleichgültigen und gutgläubigen Mitbürger sehe die den Profiteuren auch noch die Steigbügel halten und den Speichel lecken.
  6. #6

    Zitat von Ishibashi Beitrag anzeigen
    super !!!
    Nur ein Aspekt kam etwas zu kurz: subjektive ist trotzdem jeder der Wutbürger überzeugt alles viel besser zu Wissen.
    Verstand ist scheinbar die einzige, positive Eigenschaft, mit deren Verteilung der Herrgott bei der Erschaffung des Menschen wirklich nicht gegeizt hat.
    Sie können fragen, wen Sie wollen, jeder wird Ihnen zufrieden versichern, von dieser Gabe überreichlich mitbekommen zu haben ...
  7. #7

    Ja ja, Frau Sybille,

    da sind wir ja wohl mal wieder mit dem besonders falschen Fuß aufgestanden, heute Morgen. - Soviel Wut über das nutzlose Engagement der Bedeutungslosen kann doch sonst gar nicht entstehen.

    Ich stimme Ihren scharfsinnigen Beobachtungen und Schlussfolgerungen oftmals zu, rate Ihnen aber, auch hin und wieder mal etwas Abstand von der Rolle der Universalkritikerin zu gewinnen, sonst werden Sie eines Tages zur vordersten Wutbürgerin des Landes.

    Das Herz muss offen bleiben für die Tatsache, dass bei Weitem nicht alles schlecht ist in der Welt und auch nicht an den Menschen in dieser Welt
  8. #8

    Herr Gauck, bitte lesen!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie fragen sich, woher all diese Wut kommt? Auf Sarrazin, auf Kracht, auf Stuttgart 21 und auf Wulff? Weil wir sie brauchen, diese Wut. Ganz einfach: Weil der Mensch nicht mehr ist als ein Tier mit einer Meinung.

    Anatomie des Wut-Menschen: Wir brauchen den Hass - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Brilianter Artkel - "Leit"artikel und "Leid"artikel zugleich. Der bald real existierende neue Bundespräsident sollte eine solche oder ähnliche Reden halten. Das würde gewiss Zorn wecken, aber vielleicht auch Nachdenken. Schönen Sonntag, Frau Berg!
  9. #9

    bin anderer meinung

    emotionen wie hass, wut, zorn, stolz sind dazu da, um in mir weniger zu werden, ja im hehren zustand schließlich ganz zu entfallen.

    gerade dies zeichnet mich als mensch eben auch aus, dass ich mir meiner emotionen bewusst werden kann, achtsam die ursachen dafür suche und damit negative emotionen in mir neutralisiere/verringere.

    insofern zum titel grundsätzlich anderer meinung.








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