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Anatomie des Wut-Menschen: Wir brauchen den Hass

Sie fragen sich, woher all diese Wut kommt? Auf Sarrazin, auf Kracht, auf Stuttgart 21 und auf Wulff? Weil wir sie brauchen, diese Wut. Ganz einfach: Weil der Mensch nicht mehr ist als ein Tier mit einer Meinung.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...816729,00.html
  1. #10

    Wie steht die Autorin eigentlich ...

    ... zum Volksaufstand und Mauerfall in der DDR? Waren das auch alles unwissende Idioten, die sich echauffiert haben und auf die Straße gegangen sind?
  2. #11

    Na, wie Sie meinen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie fragen sich, woher all diese Wut kommt? Auf Sarrazin, auf Kracht, auf Stuttgart 21 und auf Wulff? Weil wir sie brauchen, diese Wut. Ganz einfach: Weil der Mensch nicht mehr ist als ein Tier mit einer Meinung.

    Anatomie des Wut-Menschen: Wir brauchen den Hass - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    "Wir brauchen den Hass" Aber brauchen wir auch einen BP, der unter dem Deckmantel des schwafelnden Pastors Hass verkörpert?
  3. #12

    Happening für Gutmernschen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie fragen sich, woher all diese Wut kommt? Auf Sarrazin, auf Kracht, auf Stuttgart 21 und auf Wulff? Weil wir sie brauchen, diese Wut. Ganz einfach: Weil der Mensch nicht mehr ist als ein Tier mit einer Meinung.

    Anatomie des Wut-Menschen: Wir brauchen den Hass - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Die "Kiste" mit den Wutbürgern ist doch verständlich. Sie werden durch ihr Engagement aus ihrer kleinbürgerlichen, vereinzelten Existenz herausgehoben und feiern ihr Gemeinschaftserlebnis. Und man hat dazu noch so ein gutes Gefühl, weil man ja für eine angeblich gerechte Sache kämpft. Dazu kommt man sich wahnsinnig wichtig vor. Happening für "Gutmenschen" eben, die etwas erleben wollen.
  4. #13

    Ja!

    Zitat von UweHelmutSchaal Beitrag anzeigen
    emotionen wie hass, wut, zorn, stolz sind dazu da, um in mir weniger zu werden, ja im hehren zustand schließlich ganz zu entfallen.

    gerade dies zeichnet mich als mensch eben auch aus, dass ich mir meiner emotionen bewusst werden kann, achtsam die ursachen dafür suche und damit negative emotionen in mir neutralisiere/verringere.

    insofern zum titel grundsätzlich anderer meinung.
    Bewusst werden reicht-das Abbauen kommt dann von selber.
    Selber versuchen abzubauen kann negative Emotionen verstärken-
    als wenn man versucht, eine unruhige Wasseroberfläche durch draufpatschen zu beruhigen.
  5. #14

    Liebe Autorin

    Ich fasse mal zusammen:
    Zorn ist also ein sinnloses primitives Gefühl, einem modernen intelligentem Menschen wie dem Leser nicht würdig.

    Gegenfragen:
    Denken Sie ich maße mir an die Welt zu verstehen? Denken Sie ich benötige Führer denen ich trauen kann? Denken Sie nicht, dass ich zornig werde, wenn diese mein Vertrauen missbrauchen? Was denken Sie wo die Welt wäre, wenn nicht Zorn Diktatoren gestürzt hätte? Denken Sie, die Sie Deutschland den Rücken gekehrt haben, das Sie sich ein Urteil über uns Dagebliebene anmaßen dürfen?
  6. #15

    Lol

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie fragen sich, woher all diese Wut kommt? Auf Sarrazin, auf Kracht, auf Stuttgart 21 und auf Wulff? Weil wir sie brauchen, diese Wut. Ganz einfach: Weil der Mensch nicht mehr ist als ein Tier mit einer Meinung.

    Anatomie des Wut-Menschen: Wir brauchen den Hass - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Ich drücke das mal in der neuzeitlichen Sprache des Internets aus:

    LOL
  7. #16

    Oh, ja was wäre die WELT ohne die böse Waffenindustrie

    Auf wen sollte man die Schuld schieben an allem Schlechten und Elend auf der Welt? Wer sollte, wenn nicht die Waffenindustrie Schuld an Amokläufen haben, dazu dann noch die Gefahr durch die Legalwaffenbesitzer, auch hier würde ein Blick in die Kriminalstatistik zeigen, das seit Jahren die Anzahl der Straftaten mir privaten legalen Schusswaffen zurückgeht. Aber dies würde ja nicht in das eigene Weltbild passen.
    Zitat von jüttemann Beitrag anzeigen
    " Ein Zuviel an Wissen verunmöglicht den Zorn ..."
    Das bringt es auf den Punkt und könnte der Satz des Monats werden.
  8. #17

    Zitat von matz-bam Beitrag anzeigen
    "Wir brauchen den Hass" Aber brauchen wir auch einen BP, der unter dem Deckmantel des schwafelnden Pastors Hass verkörpert?
    Brauchen wir Foristen, die mit der abfälligen Bemerkung des "schwafelnden Pastors" Hass und Verachtung schüren wollen?
  9. #18

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie fragen sich, woher all diese Wut kommt? […] Weil wir sie brauchen, diese Wut. Ganz einfach: Weil der Mensch nicht mehr ist als ein Tier mit einer Meinung.
    Und an Orten wie diesen rotten sie sich zusammen, die Wütenden, die Ängstlichen, die ohne Selbstvertrauen aber mit Überzeugungen. Auf dem Marktplatz Statements hinausschreien – in dem Geschnatter Meinungen anderer zu hören, das lässt man der Mühe wegen meist sein.

    Wütend sind die einen, sarkastisch die anderen, die noch einen Funken Selbstreflexion aufweisen. Dieser grassierende Generalsarkasmus ist einen Seuche: Alles und jeder wird ins Lächerliche gezogen, von oben herab verachtet. Denn das wirkt ja so schockierend souverän, wahrhaft ist es bloß so leicht, jeden als Opfer oder Teil von Verschwörungen zu sehen, jeden aus den immergleichen „Gründen“ zu verhöhnen: da muss man keine Kompromisse suchen, sich nicht mit Argumenten auseinandersetzen, ja, sich nicht einmal informieren.
  10. #19

    Exakt.....

    Zitat von hajo58 Beitrag anzeigen
    Ich möchte einmal kurz erklären was ich bin: ich bin kein Radikaler, kein Anarchist, kein Verschörungstheoretiker, kein Linker und erst recht kein Rechter. Ich bin nicht wirklich arm und nicht wirklich reich, ich gehöre zur „sogenannten Mittelschicht“. Durch meine Arbeit, habe ich das System lange mit am Leben erhalten und habe festgestellt, dass ich dabei gar nicht so glücklich bin, manchmal sogar ein bisschen depressiv. I
    Ich gehöre zu all denen Systemtrotteln, die es schon lange statt haben, im Hamsterrad zu laufen und für all jenen, die vom System profitieren, den Deppen zu machen. Ich bin fast ein bisschen zornig und zwar deshalb, weil ich ständig angelogen werde, und keiner der Politiker, Politikerinnen den Mut hat uns die Wahrheit zu sagen, nämlich, dass uns das Wasser schon bis zum Hals steht und alle Systeme in einem künstlichen Wachkoma gehalten werden.
    Ich bin zornig, weil diese Politmarionetten offenbar ihre Aufgaben vergessen haben, nämlich uns, dem Volk zu dienen, und nicht gemeinsam mit den „Märkten“, den Banken und den Konzerne über uns zu herrschen.
    Und ich bin auch zornig, weil in der zweiten Reihe schon wieder die brauen Verführer warten und sich die Dummen greifen werden. Ich bin kein „Dummer“ ich bin einfach nur zornig, weil es in diesem Land keine wirkliche Pressefreiheit gibt, ich von abhängigen Medien mit geistigem Unrat oder Falschinformationen zu zugemüllt werde.
    Ich bin zornig, weil unsere Kinder kein Bildungssystem haben, sie haben ein Ausbildungssystem. Und diese Ausbildungssystem treibt sie genau in die selben Hamsterräder, in denen ich schon drin war, und bei denen die Drehzahl auch noch mächtig erhöht wurde und sie atemlos dem Herzkasper entgegen hetzen.
    Ich bin zornig, weil ich nicht am Ende meiner Tage an technische Geräte angeschlossen, durch Medikamente vergiftet, dahin vegetieren will um den Pharmakonzerne große Profite zu bescheren und so dem Bruttoinlandsprodukt zu dienen.
    Ich bin zornig, weil ich endlich aufgewacht bin und festgestellt habe, dass ich als Spielroboter gehalten werde, und Maschinen diene, und ich in Wirklichkeit ein freies Individuum bin.
    Aber am meisten ärgert es mich, wenn ich alle diese gleichgültigen und gutgläubigen Mitbürger sehe die den Profiteuren auch noch die Steigbügel halten und den Speichel lecken.


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