Anatomie: Antike Statue zeigt menschliche Innereien

Es ist ein erstaunliches Relikt aus dem Altertum: Eine*Etrusker-Büste stellt die inneren Organe eines Menschen dar - und beweist damit, wie detailliert das anatomische Wissen vor rund*2200 Jahren*sein konnte.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...783803,00.html
  1. #1

    Etruskerleber

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein erstaunliches Relikt aus dem Altertum: Eine*Etrusker-Büste stellt die inneren Organe eines Menschen dar - und beweist damit, wie detailliert das anatomische Wissen vor rund*2200 Jahren*sein konnte.
    Interessant. Im benachbarten antiken Griechenland gab es ja zu der Zeit auch schon experimentelle Naturkunde.

    Ob aber vorsätzliches Sezieren dahintersteckt? Solche Einblicke in den Körper ergaben sich auf dem Schlachtfeld doch mit einiger Regelmäßigkeit, denn Krieg geführt haben die Altvorderen ja ebenso emsig wie ihre Nachfahren heute.
    Anatomische Einsichten ergaben und ergeben sich dabei quasi als Nebenwirkung (heute Kollateralschaden genannt).

    Solche groben anatomischen Kenntnisse können durchaus auch schon Menschen der Steinzeit gehabt haben, ohne daß sie das in Bronze gegossen hätten.
  2. #2

    -

    Tja, was die Menschen so alles wussten und konnten - bis das Erscheinen der "Frohen Botschaft des Herrn" das Rad wieder zurückdrehte und unter der Knute der Kirche das antike Wissen verloren ging...
  3. #3

    Zitat von stupp Beitrag anzeigen
    Tja, was die Menschen so alles wussten und konnten - bis das Erscheinen der "Frohen Botschaft des Herrn" das Rad wieder zurückdrehte und unter der Knute der Kirche das antike Wissen verloren ging...
    Haben sie da was durcheinander gebracht? "unter der Knute der Kirche das antike Wissen verloren ging"? Was glauben sie wo unser Wissen über die antike Welt herkommt? Gerade die Kirchen speziell die Klöster waren es doch, die das "Wissen" über Jahrhunderte als einzige Institution "sicherte"! Was glauben sie denn woher die ganzen schriftlichen Zeugnisse stammen? Vielleicht von Wikipedia? Fast die gesamten schriftlichen Zeugnisse der "Antike" stammen aus Schriften von der Kirche! Das sollte sich auch bis zu ihnen herumgesprochen haben.

    PS: Kleine Anmerkung. Über Jahrhunderte war die Kirche eine der wenigen Institutionen die überhaupt so was wie Bildung bzw. Wissenschaft vermittelt hat. Das Problem heutzutage ist, dass gerade der typische RTL Zuschauer die Zusammenhänge nicht mehr versteht. Das hat einen einfachen Grund. Es ist ja "langweilig", dass gerade die Kirche die einzige Institution war, die Wissen (wie z.B. Lesen und Schreiben, aber auch "Wissenschaft"), vermittelt und bewahrt hat. Aber es ist "spektakulär", wenn diese Institution einmal geirrt hat (z.B. bei Galileo Galilei). Genau das ist eben das Problem des typischen RTL Sehers: Er hat keine Überblick und schaut sich eben die "spektakulären" Ereignisse an.

    Wie gesagt, ich geben ihnen mal einen Tipp. Sicher kenne sie einen Geschichtslehrer o.ä. Fragen sie ihn mal nach der Antike und dem heute vorhandenen Wissen. Und dann fragen sie ihn mal, ab er eine "Schätzung" wagen würde, wie viel Prozent dieses Wissens nur aufgrund von Kirchlicher Quellen beruhen....
  4. #4

    Ja ne is klar...

    Und die Kirche hat ihr Wissen auch schön beschützt, damit es nur ausgewählten Personen zur Verfügung stand.
    In der Römerzeit konnten jedenfalls mehr Menschen lesen und schreiben als im Mittelalter.
    Die meisten antiken Texte sind im Übrigen zum großen Teil von den arabischen (und jüdischen) Wissenschaftlern übersetzt und benutzt worden und so zu uns gelangt- Das allerchristliche Venedig zerstörte 1204 bei der Eroberung Konstantinopels das, was von den Originaltexten noch übrig war, die den Brand der Bibliothek von Alexandria (und deren endgültige Zerstörung durch fanatische Christen) überstanden hatten.

    Erst die Renaissance (Wiedergeburt) brachte das Wissen um die Antike wieder zurück in die Welt und begründete damit die moderne Sicht und die heutigen Wissenschaften.

    PS: Einige der antiken Texte, die der Forist holgerson vielleicht meint, wurden eher durch Zufall in Klosterbibliotheken wiedergefunden- man hatte die alten Pergamente abgeschabt und mit erbaulichen christlichen Traktaten vollgekritzelt oder sie als Füllmaterial in Bibeleinbänden verwendet...
  5. #5

    Differenzierung gefällig?

    Was glauben sie wo unser Wissen über die antike Welt herkommt? Gerade die Kirchen speziell die Klöster waren es doch, die das "Wissen" über Jahrhunderte als einzige Institution "sicherte"!
  6. #6

    differenzierende Anmerkung

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Was glauben sie wo unser Wissen über die antike Welt herkommt? Gerade die Kirchen speziell die Klöster waren es doch, die das "Wissen" über Jahrhunderte als einzige Institution "sicherte"! Was glauben sie denn woher die ganzen schriftlichen Zeugnisse stammen? ...
    Wie gesagt, ich geben ihnen mal einen Tipp. Sicher kenne sie einen Geschichtslehrer o.ä. Fragen sie ihn mal nach der Antike und dem heute vorhandenen Wissen. Und dann fragen sie ihn mal, ab er eine "Schätzung" wagen würde, wie viel Prozent dieses Wissens nur aufgrund von Kirchlicher Quellen beruhen....
    Nachdem der Nutzer Holgerson aufforderte, einen Geschichtslehrer zu fragen, gebe ich halt ein paar Anmerkungen zu: „ Was glauben sie wo unser Wissen über die antike Welt herkommt? Gerade die Kirchen speziell die Klöster waren es doch, die das "Wissen" über Jahrhunderte als einzige Institution "sicherte"! Was glauben sie denn woher die ganzen schriftlichen Zeugnisse stammen?“ Wieder einmal wäre eine differenzierte Betrachtung notwendig. Der Rahmen dazu: Seit der Schlacht von Adrianopel 378 n.Chr. ist es im Weströmischen Reich mit der Herrlichkeit so ziemlich vorbei, anders im Oströmischen Reich / Byzanz. Erste Klöster, wenn man so will finden wir in Südwest-Europa etwa um 520 n. Chr., ohne dass es die Kirche im Sinne einer päpstlichen Organisation gab. Durchaus waren die Klöster ein Hort der Bildung, aber eben selektiv, so dass auch manches im „Giftschrank“ oder auf dem Scheiterhaufen landete. Und naturwissenschaftliche Werke waren da leicht mal Teufelszeug. Tatsächlich aber bewahrte das oströmische Reich, in dem Kirchenoberhaupt und Staatsführung in einer Person vereint war, etliches Mehr an antikem Wissen auf und entwickelte es auch weiter. Wieder gen Westen kam dann dieses Wissen durch den allmählichen Exodus aus Ostrom, verursacht durch die Ausbreitung des Osmanischen Reichs. Und dieser Wissensimport vor allem in die Stadtstaaten des italienischen Stiefels initiierte und beförderte die Renaissance. Und jetzt darf weiter über die Rolle der Kirche in Bezug auf Bildung und Wissen, samt Galileo z.B. gestritten werden.
  7. #7

    *uff*

    zweihundert

    fünfzig

    tausend

    EURO

    ?

    *röchel*
  8. #8

    Häh?

    Zitat von cpt_hobby Beitrag anzeigen
    zweihundert

    fünfzig

    tausend

    EURO

    ?

    *röchel*
    Was haben Sie jetzt genau für ein Problem?
    Sollen wir einen Arzt rufen?
  9. #9

    Niveau, wo wo wo

    Ein Organ names Eingeweide...

    Auch aus der Bronzezeit sind solche Einriffe bekundet.