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Anarchie in Kairo: "Mubarak will Ägypten brennen sehen"

Geöffnete Gefängnisse, Plünderungen, Brandstiftungen: Der politische Protest der Ägypter droht in Chaos und Anarchie zu versinken. Verantwortlich dafür ist sei das Regime selbst, behaupten die Demonstranten. Die Bilder der Gewalt, so ihr Vorwurf,*sollen ihren Aufstand diskreditieren.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...742498,00.html
  1. #10

    Schocktherapie

    Es wird immer klarer, die neue Strategie der Aufstandsbekämpfung heißt "Schocktherapie". Dies hat schon die kanadische Journalistin Naomi Klein in ihren gleichnamigen Buch eindrucksvoll dargelegt. Es gilt ein Land ins Chaos versinken zu lassen, damit es dann das Militär retten kann.

    In Tunesien wurde diese Strategie bereits ausprobiert, auch hier waren die Plünderer Anhänger des alten Regimes. Ähnliche Bilder sahen wir auch beim Einmarsch der Amerikaner in Bagdad als hier das Nationalmuseum geplündert wurde. Er dies getan hat, ist bis heute unklar.

    Klar ist aber, wer ein Interesse daran hat, den ägyptischen Aufstand zu diskretitieren: Das alte Regime und seine Unterstützer. Das sind vor allem die USA und Israel. Folglich wäre es nur logisch, wenn der US-amerikanische und der israelische Geheimdienst auch aktiv mit Agenten diese Plünderungen inszenierten würden. Die hiesigen Mainstreammedien werden dies sicherlich als "Verschwörungstheorie" abkanzeln. Auch hierzulande haben die CIA und der Mossad ihre Einflußagenten gut plaziert.
  2. #11

    Meinungsbildung

    Ich finde es vor allem bedenklich dass solche Strategien weltweit zur Volksverdummung eingesetzt werden.
    Siehe Bush und Irak, siehe Thailand Anfang dieses Jahres.
    Ich war selbst dort und habe gesehen dass Bilder für die Nachrichten zusammengeschnitten wurden um die Meinung des Volkes und der Welt zu manipulieren.
    Auch in Deutschland ist das Spielchen doch sehr beliebt, vor allem seit der Einführung des Euro, als sich die Technik gezielter Falschinformation so bewährt hat.
    Man kann die meisten Artikel der Journalisten heutzutage nicht mehr der Berichterstattung sondern muss sie der Werbung zuordnen.
  3. #12

    Ein heilendes Chaos

    Wenn die Berichte zutreffen, geht es den sog. Demonstranten nicht mehr um sozial-politische Veränderungen. Marodierende Verbrecher nutzen die Gelegenheit und zerstören ihr eigenes Land.

    Es ist zu hoffen, dass sich Ägypten als Staat auf seine Verantwortung gegenüber seinen Bürgern besinnt und mit militärischer Härte die Spreu vom Weizen trennt.

    Vielleicht aber, muß dieses Land erst im Chaos versenken, damit die Demonstranten der ersten Stunde begreifen, was sie hatten und was sie gerade zerstört haben - besser als vorher wird es nie werden.

    "Reformen von der Straße" hatten noch nie anhaltenden Erfolg. Hier in Deutschland gibt es den Beweis - die wirtschaftlichen und arbeitsmarkt-politischen Verhältnisse der sog. fünf neuen Länder sind auch nach über zwanzig Jahren nicht auf West-Niveau angekommen.

    In Ägypten und auch in der ehemaligen DDR hat die Bevölkerung nicht erkannt, dass Revolutionen keine Lösung sind, um die persönlichen, wirtschaftlichen Verhältnisse zu verbessern.
  4. #13

    .

    Zitat von Sharoun Beitrag anzeigen
    ...was bisher in dem Artikel steht, basiert auf Hören-Sagen; einzelne Quellen werden zitiert, untermauert wird gar nichts.
    Ich hingegen habe einige Fragen in den Raum gestellt, die mich vor allem bezüglich der Art der Berichterstattung bewegen.

    Hier gleich noch eine: was ist wirklich geschehen, daß Mubarak fallengelassen wurde wie eine heiße Kartoffel; ich meine: bisher war seine Art des Durchregierens ja kein wirkliches Problem für den Westen...

    Bitte etwas mehr Fragen stellen.
    Vielleicht haben die USA die Strategie geändert. Es werden keine Kriege mehr geführt, sondern ein Umsturz unterstützt und man leistet danach Hilfestellung zur Demokratie.
    Die Iraner sind auch nicht blind und würden dann eventuell auch den Aufstand proben.
    Das wäre auf alle Fälle intelligenter als einen erneuten Krieg zu beginnen.
  5. #14

    Warum sind gefaengnisse geoeffnet

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Geöffnete Gefängnisse, Plünderungen, Brandstiftungen: Der politische Protest der Ägypter droht in Chaos und Anarchie zu versinken. Verantwortlich dafür ist sei das Regime selbst, behaupten die Demonstranten. Die Bilder der Gewalt, so ihr Vorwurf,*sollen ihren Aufstand diskreditieren.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...742498,00.html
    Die Pluenderungen und Brandstiftungen wurden wohl von den gefreiten Gefangenen verursacht. Wer hinter dieser tat ist, ist dafuer verantwortlich, dass Aegypten in Chaos und Anarchie versinken sind. Der Militaer soll jetzt sofort sich bemuehen, die Sicherheit des Volkes zu schuetzen, und das Land wieder in Ordnung zu bringen, selbst wenn man mit Gewalt einsetzen muss.
  6. #15

    Blut klebt an den Händen

    Zitat von snickerman Beitrag anzeigen
    würde helfen, warum schreiben Sie, ohne den Artikel dazu überhaupt gelesen zu haben?
    genau das ist es doch, was Mubarak will, der würde sogar die unersetzlichen Kulturschätze zerstören lassen, nur um seine eigene Unverzichtbarkeit zu zeigen:
    "Seht her ohne mich können sich die Ägypter nicht organisieren, alles wird im Chaos untergehen!"

    Damit hat sich Hosni Mubarak zum Feind Ägyptens erklärt,
    nun ist es mit einem Rücktritt oder einer Flucht nicht mehr getan- jetzt muss er vor Gericht! Oder an die nächste Straßenlaterne!!
    Ich denke da gehören noch andere hin - und zwar alle die Diktatoren unterstützen - egal wo sie sitzen!

    Das die sich "Polizei" nennenden Schlägertrupps ihre mörderische Ausstattung haben ist wohl Frankreich zu verdanken - und das die Kampfjets dort die Bürger einschüchtern ist wohl der Militärhilfe der USA aber wohl auch mal wieder Deutschland und frankreich geschuldet!

    Von den angeblichen Demokraten -USA, FR, D kommt immer wieder der "wir sind für Demokratie - für die Freiheit der Menschen" - nur die Realität sieht ganz anders aus - die Prediger unterstützen diese Diktatoren - geben ihnen die Mittel um ganze völker zu unterdrücken und zu knechten - und sie opfern einer "Scheinsicherheit und Stabilität" jegliche Demokratie ohne mit der Wimper zu zucken!

    Man sagt, man will "freundschaftliche Beziehungen zu den Ländern" - aber in Wirklichkeit pflegt man Freundschaftliche Beziehungen zu den Diktatoren - und Demokratie feindliche gegen die Bevölkerungen dort ...

    Das ist einer der wichtigesten Gründe warum wir mit den Kriegen nie aufhöhren - weil wir selber diese Diktatoren züchten und päppeln - auf das sie immer genügend Macht haben um die Menschen zu knechten!

    Wir sollten viel mehr hinschauen wem unsere Politiker freundschaftlich die Hand schütteln - da klebt oft mehr Blut dran als man jemals abwischen könnte!
  7. #16

    Aktuelle Bilder

    Aus Egypt:

    http://totallycoolpix.com/2011/01/th...15405b5394d2,0


    Friedliche Demos sehen anders aus.
  8. #17

    Nicht Mubarak, sondern

    Nicht Mubarak, sondern das Militaer hat ein Interesse, das Chaos zu schueren und dann am Ende als Retter aufzutreten. Aegypten bleibt am Ende eine Militaerdiktatur, nur eben mit "neuer" Mannschaft. Das Militaer hat zu viele Pfruende und Privilegien zu verlieren.
  9. #18

    Ähem...

    Zitat von roterschwadron Beitrag anzeigen
    "Mubarak will Ägypten brennen sehen". Da stellt sich doch die Frage, ob Mubarak überhaupt weiß, was er da sagt. Verwechselte er nicht bisher seine eigene Person mit dem Land Ägypten?
    Nur der Sachlichkeit zuliebe:
    Das war kein Zitat von Mubarak, sondern eine Interpretation von aussen bzgl. seiner Tätigkeit/Untätigkeit.
  10. #19

    Tztztz

    Das sieht so sehr nach Geheimdiensttaktik aus, dass es quietscht.

    Wichtig ist jetzt, dass die radikalen Islamisten nicht einen Anschlag durchziehen, der die öffentliche Berichterstattung beeinflußt. Nochmal: ein Terroranschlag von Islamisten wäre Wasser auf den Mühlen Mubaraks.

    Aber man braucht nicht unbedingt Islamisten, um einen entsprechenden Anschlag durchzuführen...


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