Forum: Blogs
Analyse von Schavans Doktorarbeit: Ministerin mit Sigmund-Freud-Schwäche
dapdDer anonyme Plagiatsjäger "Robert Schmidt" hat die Doktorarbeit von Annette Schavan durchsucht und jetzt sein privates Urteil gefällt. Die Fundstellen sind zahlreich, aber weit weniger drastisch als bei den Copy-Paste-Plagiatoren Koch-Mehrin und Co. Bleibt die Frage: Warum prüft die Uni immer noch?
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-860446.html
- #1 10.10.2012 14:51 von
Seltsame Argumentation
"Seine Glaubwürdigkeit stellen allerdings zwei Dinge in Frage: Die Richtigkeit der Vorwürfe lässt sich ohne Zugang zu einer umfangreichen philosophischen Bibliothek kaum überprüfen"
Wieso hat das einen Einfluss auf die Glaubwürdigkeit der Vorwürfe? Sind Plagiate aus online-zugänglichen Spiegel-Artikeln anders zu bewerten als solche aus Buchtexten von 1910? Der Plagiatrechercheur hat die Fundstellen genau angegeben - dass man zur Verifikation eine hinreichend sortierte Bibliothek besuchen muss, oder zumindest einen Fernleihezettel ausfüllen muss, sollte den engagierten Spiegel-Redakteur doch nicht schrecken... - #2 10.10.2012 14:54 von
optional
"Streng wissenschaftlich betrachtet ein Fehler - im Alltag allerdings sehen Dozenten über solche Stellen hinweg, solange sie nur vereinzelt auftauchen." schreibt der Verfasser. Bitte, wenn nicht eine Doktorarbeit nach "streng wissenschaftlichen" Kriterien zu verfassen und zu beurteilen ist, was dann? Was hier verharmlosend "Fehler" genannt wird, ist nichts anderes als ein aktiver Versuch, seine Quellen zu verschleiern. Wie soll man sich denn den Vorgang vorstellen: Da sitzt also jemand, fasst das Gelesene zusammen, und dann, ganz aus Versehen, ups, ein Fehler, vergisst man, den Beleg anzuführen? Was bei Guttenberg lächerlich war, ist es bei Schavan nicht weniger.
- #3 10.10.2012 14:56 von
Wie verbittert und einsam muss jemand sein, egal ob dieser Schmidt oder die anderen Brüder und Schwestern, um soviel Energie zu investieren, in mühsamen KleinKlein andere zu denunzieren?
- #4 10.10.2012 15:04 von
Frau Schavan hat wissenschaftliche Standards offesichtlich deutlich unterlaufen und der Titel sollte aberkannt werden. Ich sehe nicht, dass sie als Wissenschaftsministerin noch tragbar ist, denn denn sie verhandelt und repraesentiert Werte und Anliegen, denen sie selbst nicht gewachsen ist. Ihr Titel und das damit verbundene Ansehen sind zu einem nicht kleinen Teil unredlich erworben worden.
- #5 10.10.2012 15:09 von
Das Narrenschiff
Was ist das nur für eine Regierung! Ein Finanzminister, der mal in einem Koffer 100.000 DM Schwarzgeld transportiert hat, eine Kanzlerin, die alle drei Monate ihre Meinung in grundsätzlichen Fragen ändert, eine Verbraucherministerin, welche die Agrarlobby vertritt, ein Innenminister, der dieses Amt eigentlich gar nicht haben wollte, ein Entwicklungshilfeminister, der dieses Ministerium abschaffen wollte, ein Verkehrsminister, der dauernd alles Mögliche ankündigt, ein Wirtschaftsminister, der so diskret arbeitet, dass man gar nichts von seinem Wirken hört, und nun eine sittenstrenge und katholisch-fundamentalistische Wissenschaftministerin, die bei ihrer Doktorarbeit geschludert hat. Da wird einem ja der Außenminister richtig sympathisch, der eigentlich als Experte für Innenpolitik bekannt ist.
- #6 10.10.2012 15:09 von
- #7 10.10.2012 15:10 von
Nur Teather Kritik
Wir zahlen leider für die sogenannte politische Bühne auf denen diese ganzen Schmierenkomödien laufen ordentlich Steuern.
Da muß uns als entmündigte Zuschauer auch die Möglichkeit gegeben werden krottenschlechte Schauspieler hinter die Kulissen zu verbannen.
Und ein anderer Grund mit Frau Schlawiener ist die Tatsache, dass wir gerne mit ihrem Anblick in Zukunft verschont werden. - #8 10.10.2012 15:17 von
- #9 10.10.2012 15:19 von
.
Ich habe bei meinen Abschlussarbeiten die heutzutage üblichen Hilfsmittel für das Suchen und Verwalten von Quellen und Zitieren genutzt. Da es diese Möglichkeiten 1980 wenn überhaupt nur sehr eingeschränkt gab, kann ich diese ganze Aufregung um eine falsche Zitierweise nicht verstehen. Wie hat man denn damals Quellen und Zitate ohne entsprechende Software verwaltet. Denn ohne solche Software sind Fehler, wie sie bei der Frau Ministerin auftreten, vorprogrammiert.
MMn. kann man bei allen Doktorarbeiten von dieser Zeit und davor davon ausgehen, dass fehlerhaft zitiert wurde. Von einem Fehlverhalt kann man dabei allerdings kaum sprechen.
Die aktuellen Top-Themen
Antworten / Zitieren


