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Analyse: Mehr Metzgers für Deutschland

Angefeindete, ehrenvolle Dagmar Metzger: Von allen Seiten dreschen SPD-Genossen auf die hessische Landtagsrebellin ein. Diese Kampagne ist grotesk, kommentiert der Politologe Gerd Langguth - tatsächlich ist Metzger ein Vorbild für Parlamentarier aller Fraktionen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...540406,00.html
  1. #110

    Frau Metzger ist die Wahlbetrügerin

    Ich bin mit dem Vorsatz zur Wahl gegangen, Herrn Koch abzuwählen.

    Nicht das Programm der SPD, nicht Frau Ypsilanti und nicht Kurt Becks Versprechen waren meine Motivation SPD zu wählen, einzig und allein Herr Koch.

    Und jetzt fühle ich mich von Frau Metzger um die Wahl betrogen.
  2. #111

    sehe ich nicht so

    Zitat von Easyrider1958 Beitrag anzeigen
    ...was wäre aber gewesen, es hätte sich um eine andere Partei als die Linkspartei gehandelt, mit der nicht zusammen gearbeitet werden soll, in irgendeiner Form?
    Nun, was wäre gewesen? Ich denke da kommt es doch natürlich auch ein wenig darauf an über welche Parteien wir sprechen, oder etwa nicht? Was wäre es, ginge es z.B. bei der CDU um eine Koalition mit der NPD?
    Wenn z.B. die FDP oder die Grünen morgen Ihren Widerstand gegen Ihre ursprünglich getroffenen Aussagen aufgeben und vielleicht eine Ampel oder Jamaika möglich machen, dann wäre das immer noch ein völlig anderer Vorgang. Im Übrigen kann ich mir auch nicht vorstellen, daß weder bei den Grünen noch bei der FDP man derart mit Abweichlern aus den eigenen Reihen umspringen würde, wie das Frau Ypsilanti und Ihre Freunde mit Frau Metzger getan haben.

    Zitat von Easyrider1958 Beitrag anzeigen
    Und Frau Metzger hätte sich wie jetzt dann auch entschieden gegen eine Zusammenarbeit auch nach der Wahl ausgesprochen? Ich möchte wetten, man hätte ihr Profilierungssucht unterstellt, behauptet, durch Sie und ihre Entscheidung würde Hessen unregierbar, dieser ganze Hype im Moment findet nur statt, so empfinde ich es, weil es sich um die ungeliebte Linkspartei handelt...
    Das glaube ich nicht! Zumal: Hessen ist doch bislang noch lange nicht unregierbar!
    Ypsilantis Pseudo-Annäherungsversuche an die FDP waren doch nur Makulatur. Sie hat keinerlei Entgegenkommen Signalisiert. Es ging ihr doch von vornherein nur darum, sagen zu können sie habe es versucht und jetzt bliebe ihr schließlich gar keine andere Wahl als die Option mit der Linken. Auch die Grünen hatten sich bislang nicht ernsthaft auf die Option Jamaika eingelassen, Bewegung kam u.a. auch erst durch das Ergebnis von Hamburg.
    Ich denke, man kann ohne weiteres auch davon sprechen, das Frau Metzger entscheidend dazu beigetragen hat, daß Hessen eben "regierbar" wird!
    Von einer "stabilen Regierung" zu sprechen, im Hinblick auf eine von der Linken tolerierte rot-grüne Minderheitsregierung, diesen Unfug habe ich bislang vor allem aus einem Munde gehört: Frau Ypsilanti, die um jeden Preis Ministerpräsidentin werden möchte.
  3. #112

    Merkwürdiges Demokratie Verständis bei den Parteien

    Ich frage mich seit wann die Abgeordneten nicht mehr gegenüber ihrem Gewissen sondern gegenüber dem Partei- Fraktionsvorsitzenden verantwortlich sind.

    Natürlich werden viele Mandatsträger nicht persönlich gewählt sondern die Liste auf der sie stehen aber wenn die Partei bei der Listenerstellung nicht arglistig getäuscht wird hat sie meiner Meinung nach Trotzdem nicht das Recht den Abgeordneten da oder dorthin zu drängen.

    Dann könnte man sich die Abegordenten doch gleich sparen, dann sitzen da 5 vertreter von den Parteien und jeder stimmt mit den Prozenten die seine Partei erhalten hat.
  4. #113

    Sozialdemokratische Partei Deutschlands...

    Zitat von politikverdrossener2 Beitrag anzeigen
    Zitat von Patriot75
    Lob und Hochachtung für Frau Metzger die genug Vaterlandsliebe und Rückgrat gezeigt hat um ihren Gewissen zu folgen und ihre Entscheidung öffentlich kundzutun. Gebe es mehr Genossen/Innen wie sie in der SPD wäre diese Partei wieder wählbar.
    Dieser Meinung folge ich ohne Bedenken!

    Zitat von politikverdrossener2 Beitrag anzeigen
    Sehr richtig. Das zeigt einmal mehr das wundersame Demokratieverständis unterer Politiker, besonders der SPD. Ein Klarer Wortbruch seitens Frau Ypsilanti, welche die Wähler an der Nase herumführt, als seien sie billiges Stimmvieh. Und dann wird auf auf die Abweichlerin eingedroschen, weil sie es gewagt hat, nach Ihrem Gewissen zu entscheiden. Das hat mit Demokratie überhaupt nichts mehr zu tun. Das ist politische Selbstbedienung niedrigster Provenience. Aber Frau Ypsilanti hat ja mit Kurt Beck ein schillerndes Vorbild. Mal sehen, ob die Wähler so mit sich umspringen lassen.
    Leider Gottes werden wir von den meisten Politikern als "billiges Stimmvieh" angesehen, es gab ja auch schon mal eine Aussage, das die meisten Bürger nicht in der Lage sind wichtige Entscheidungen zu treffen (deswegen wählen wir auch noch Leute die "meist" weniger wissen oder wissen wollen wie wir selber).
    Wenn ich dann noch höre, das Stimmen laut werden die den Rücktritt einer so mutigen "Vertreterin des ganzen Volkes" fordern kann ich nur sagen, dass ich mit ruhigen Gewissen lieber auf zehn Vertreter des Kalibers Pauly-Bender verzichten würde als auf Frau Metzger!
    Nun bringt mir diese ganze Geschichte einen bösen Beigeschmack, die SPD ist für mich und ich hoffe auch noch für andere nicht mehr wählbar!
    Sozialdemokratische Partei Deutschlands... ich glaube das die meisten Politiker diese Partei gar nicht mehr wissen was Sozialdemokratische überhaupt bedeutet! Meinungsfreiheit!!!
  5. #114

    Kesseltreiben

    Das SPD Kesseltreiben auf diese Frau die als Einzige das WAHLVERSPRECHEN der SPD einhält, NICHT mit den Linken zusammenzugehen ist peinlich und unerträglich. Mit welcher Arroganz und machtgeilheit sich da die Genossen an die Macht putschen wollen hätte ich sonst nur Hessen-Herpes Koch zugetraut. Wenn heute wieder gewählt würde, sähe die SPD wohl ganz schön alt aus.
  6. #115

    Widerspruch in sich

    Zitat von Zudifferenziert Beitrag anzeigen
    IKein Mensch hat SPD gewählt, damit keine Zusammenarbeit mit der Linken zustande kommt, sondern wegen des Programms.
    Wenn die Verneinung der Zusammenarbeit mit den Linken, wie Sie sagen, für niemanden ein Wahlargument war, warum hat dann Frau Ypsilanti nicht vor der Wahl klar gesagt, dass Sie sich, wenn nötig, auch von der Linkspartei wählen lässt? Die Tatsache, dass besagte Zusicherung vor der Wahl immer wieder gefallen ist, widerlegt doch Ihre Aussage weitgehend.
  7. #116

    Gewissenhaft

    Zitat von rhh Beitrag anzeigen
    Also kann man ja mit diesen Menschen aus Prinzip nicht Zusammenarbeiten, zumindest wenn man Dagmar Metzger heißt.
    Hallo,
    Sie übersehen bei Ihrem Beitrag geflissentlich, dass auch der potentielle Nachrücker von Frau Metzger, Aron Krist, in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau erhebliche Bedenken angemeldet hat, Frau Ypsilanti seine Stimme zu geben, falls diese mit der Linkspartei kooperiert. Und darüber Hinaus gibt es nicht gerade wenige Parteigenossen, denen es genau so geht. Man kann nicht ungestraft vor der Wahl ein Versprechen abgeben, den Wähler in der Erwartung, dass dieses Versprechen gehalten wird, seine Stimme abgeben lassen, um nach der Wahl "April April" zu sagen.
    Ich würde gerne mal wissen, wie sich diejenigen, die hier großzügig Frau Ypsilanti den Wortbruch gestatten wollen, verhalten würden, wenn ihnen im privaten oder beruflichen Bereich ähnliches widerfahren würde. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man dann Verständnis für ein nicht gehaltenes Versprechen aufbringen würde.
  8. #117

    eine Partei setzt Prioritäten

    Fassen wir mal zusammen: Metzger wird mit Parteiausschluss gedroht. Für die SPD ist es also parteischädigend, wenn man noch soetwas wie Rückgrat (sie hätte Y ja auch bei der geheimen Wahl abschiessen können, siehe Simonis) oder ein Gedächtnis an das Geschwätz von gestern besitzt.

    So liegen also die Prioritäten in der SPD. Danke für die Aufklärung!
  9. #118

    Niederträchtige Treibjagd gegen Frau Metzger

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Angefeindete, ehrenvolle Dagmar Metzger: Von allen Seiten dreschen SPD-Genossen auf die hessische Landtagsrebellin ein. Diese Kampagne ist grotesk, kommentiert der Politologe Gerd Langguth - tatsächlich ist Metzger ein Vorbild für Parlamentarier aller Fraktionen.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...540406,00.html
    Das ist ein sehr, sehr, sehr guter und richtiger Artikel.
    Die SPD Hessen hat kollektiv versagt. Im Grunde müsste man die gesamte SPD Hessen, Frau Metzger ausgenommen, aus dem Landtag abziehen.
    Ich werde Frau Metzger für das Bundesverdienstkreuz vorschlagen, obwohl sie "nur" etwas getan hat, was absolut selbstverständlich ist. Sie ist, wenn sie denn bleibt, die einzige in Hessen, wegen der auch in Zukunft noch Menschen die SPD wählen werden.
  10. #119

    Man muss sich dochmal fragen...

    ... an all jene, die "nicht mehr Metzgers für Deutschland" wollen, ist Ihr Wunsch dann auch das einzige, wogegen sie steht?

    Ihr Gegenartikel läuft also unter dem Titel
    "Mehr gebrochene Wahlversprechen für Deutschland"
    Na dann guten Abend.








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