„Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Rechtspopulismus“ so könnte man frei nach Marx und Engels diese Entwicklung bezeichnen.
Hier tun sich die Politiker und auch die Medien schwer, die Bewegung gerecht einzuordnen. Die Anhänger dieser Parteien sind in der Regel ehemalige Wähler der konservativen Parteien, also beileibe keine Rechtsradikalen.
Es ist meistens so, dass die Politik längst eine Paralellgesellschaft geworden ist, die bestimmte Phänomene der Einwanderungspolitik völlig ignoriert hat. Eingedenk der rassistischen Wahnvorstellungen des vergangenen Jahrhunderts wollte man sich besonders korrekt und tolerant verhalten. Die Immigranten, besonders die Muslime, hatten nicht die Absicht, sich in den neuen Ländern zu assimilieren oder auch nur zu integrieren. Sie bereiteten deshalb zunehmend Probleme und stellten immer neue Forderungen an das Gastland.
Ob aus Bequemlichkeit oder wegen der Stimmen bei Wahlen, hielten sich die Politiker vornehm zurück und in ihrem Windschatten auch die Medien.
Zwar gibt es in den EU-Ländern keine Zensur, aber subtile Richtlinien nötigen Behörden und Presse, „kultursensible“ Sprache anzuwenden.
Ich betrachte die neuen Parteien rechts von der „Mitte“ als eine Art Volksbewegung und Hilfeschrei an die Politik, endlich konkrete Gesetze zu erlassen, die gezielt die längst bekannten Probleme bekämpfen sollen.



