Diese Aufnahmen sind ein wissenschaftlicher Schatz, aber beinahe wurden sie weggeworfen: Nur weil eine Archivarin der Nasa einschritt, überlebten hunderte Magnetbänder mit Fotos von Mond und Erde. Jetzt rekonstruieren Ingenieure die eindrucksvollen Bilder - ein Wettlauf gegen die Zeit.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...684948,00.html
Wenn der Techniker, der angeblich 70 Jahre alt sein soll. es nicht schafft, binnen der ihm angeblich noch zur Verfügung stehenden Zeit von 2 Jahren Nachwuchs kompetent am System auszubilden, dann sollte sich die ganze NASA ihr Lehrgeld wiedergeben lassen und aum Himmels Willen auf jedwede Tätigkeit verzichten, die sich nicht auf festem Grund und Boden abspielt. Erleben wir hier das Da Capo der Arie "Avanti Dilettanti"???
Wenn dem generell so wäre, dann könnte man auch Ausbildungen zum Spitzenwinzer, Oscar-prämierten Regisseur oder als Schmied von Soshu Kitae Katanas in ein paar Jahren absolvieren. Manches braucht jahrelange Erfahrung und Anleitung durch einen erfahrenen Meister und tausende Fehlversuche.
Das fängt schon mit einem guten Rührei an, um anhand der Konsistenz des Eis den Frischegrad einzuschätzen, den Wassergehalt der Butter, damit die Temperatur der Pfanne richtig zu wählen, die notwendige Geschwindigkeit des Rührens, nicht zu schnell, nicht zu langsam und den richtigen Zeitpunkt das Erhitzen abzubrechen und es dann zu servieren bevor es endgültig stockt weil jemand den Teller zu stark vorgewärmt hat.
Auch scheinbar simple Vorgänge sollten nicht unterschätzt werden.
Das ist der Grund, warum ich immer noch meine Analogkamera für wirklich wichtige Bilder benutze. Zum "Auslesen" von Negativen oder Diapositiven reicht eine helle Lampe, ein paar Linsen und eine flache Unterlage... Zur Not sogar nur eine Lupe. Und das wird auch in 100 Jahren noch so sein.
Wenn es in hundert Jahren noch Menschen und eine irgendwie geartete technische Zivilisation gibt, dann wird die auch jpg und erst recht raw (die Dateiformate) interpretieren können, vorausgesetzt, sie kann das Speichermedium physisch lesen -- was schon eher ein Problem werden könnte. Dass ein einzelner Film auf Dauer ein sicheres Aufbewahrungsmedium darstellt als eine beliebig kopierbare Bilddatei, bezweifle ich. Zur Not können Sie ja jederzeit ersteres aus letzterem erzeugen. Oder das Bild einfach ein paar hundertmal ausdrucken.
vielleicht muss ich mir wirklich mal eine rein mechano-optische Kamera besorgen, für Schwarzweißfilme. Ohne Batterien und jede Elektronik. Gibts da noch bezahlbare Modelle, für den Normalverbraucher? Und gibts da noch bezahlbares Equipment zur Filmentwicklung? DAS wäre wirklich ein spannendes "neues" Hobby, jenseits von "Photoshop" et.al.
Garantiert nicht. Sie sind zu pessimistisch. Auch wenn heute vieles weitgehend digitalisiert ist, wird trotzdem so nebenbei auch noch um Größenordnungen mehr Papier bedruckt als in der von Ihnen so romantisch verklärten "Buch- und Silberbildzeit". Das wäre also in jedem Fall ein "last resort". Und darüberhinaus kann man sich schon überlegen, dass die überragend einfache Kopierbarkeit digitaler Daten die vermeintliche Kurzlebigkeit der Speichermedien aufwiegt, zumindest für alle Daten, die auch nur halbwegs wichtig sind. Die werden dann halt doch noch ein paarmal pro Jahrhundert umkopiert. Wichtige Softwareprogramme aus den 50ern oder 60ern leben ja auch bis heute außerhalb ihrer ursprünglichen physischen Speichermedien weiter -- und sei es in Emulatoren.