Amerikanisches Autodesign: Heilig's Blechle

GMAutos made in Amerika, da denkt man sofort an ausladende Heckflossen und Exzesse in Chrom. Doch aus den Designbüros der US-Hersteller stammen - neben erschreckend seelenlosen Entwürfen - auch schlicht schöne Fahrzeuge. Ein neues Buch hat sie alle versammelt.

http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...834242,00.html
  1. #1

    Genaugenommen...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Autos made in Amerika, da denkt man sofort an ausladende Heckflossen und Exzesse in Chrom. Doch aus den Designbüros der US-Hersteller stammen - neben erschreckend seelenlosen Entwürfen - auch schlicht schöne Fahrzeuge. Ein neues Buch hat sie alle versammelt.

    Auto-Design in den USA, erklärt von Paolo Tumminelli - SPIEGEL ONLINE
    gab es doch nur zwei wirklich aufregenden "typisch amerikanische" Designphasen: das "Jet-Age" in den späten 50ern mit Heckflosse und Raketenrücklicht und die Muscle-Cars von Ende 60 bis Anfang 70. Unter der Haube blieb letztlich alles identisch ...sogar bis 2000 ;-)
    Für die Reparatur der Kopfdichtung eines 2000er Taurus bekam ich als Ersatzteil die Dichtung eines 57er (!!!) Ford-Pickups und fand einen Gußkopf (nicht Alu!) vor, der noch nicht einmal geplant wreden musste. Nur oben drüber wurde ein Haufen unnützer Computerkram installiert...
    Zurück zu den alten Autozeiten! Amis sind definitiv "umweltschonend" bei den aktuellen Benzinpreisen!
  2. #2

    Zitat von yoh! Beitrag anzeigen
    gab es doch nur zwei wirklich aufregenden "typisch amerikanische" Designphasen: das "Jet-Age" in den späten 50ern mit Heckflosse und Raketenrücklicht und die Muscle-Cars von Ende 60 bis Anfang 70. Unter der Haube blieb letztlich alles identisch ...sogar bis 2000 ;-)
    Für die Reparatur der Kopfdichtung eines 2000er Taurus bekam ich als Ersatzteil die Dichtung eines 57er (!!!) Ford-Pickups und fand einen Gußkopf (nicht Alu!) vor, der noch nicht einmal geplant wreden musste. Nur oben drüber wurde ein Haufen unnützer Computerkram installiert...
    Zurück zu den alten Autozeiten! Amis sind definitiv "umweltschonend" bei den aktuellen Benzinpreisen!
    Die "Streamliner" aus den 40igern sind auch toll. Nicht vergessen werden sollte der Moment als die Amerikaner den Sprung vom autobasierenden "Utility" zum truckbasierenden "Suv" um 1965 machten. 4x4 Stationwagons gabs seit ca. 1947 von Willys und Kaiser. Ein anderer automotiver Meilenstein sind sicher die frühen Jeeps und Pickups mit handgeschaltetem Standardantrieb und extrem guten 4 und 6 Zylinder Reihenmotoren.

    Daher muss unterschieden werden zwischen der automobilen Automatik/Ac Massenware mit projektierten 4 Jahre Lebensdauer und den "Small utility" die 10 Jahre oder mehr halten mussten bei einfacher und günstiger Wartung. Dieser Trend hat sich bis heute fortgesetzt und in manchen Gegenden der USA gibts fast nur noch die 4 Zylinder Small Pickups weil extrem oekonomisch und praktisch.

    Die Musclecar Zeit gabs eigentlich gar nicht. Weniger als 100 000 Autos über 13 Jahre (59-72, 409 - 454) Produktionszeit aller Hersteller erfüllen die Definition. Es war eine Zeit des Uebergangs zu Utility (ca.4 Mio. Einheiten).

    Das Buch ist also eine Sammlung schöner Bilder ohne den tatsächlichen Megatrend zu behandeln.
  3. #3

    Asphaltschiffe

    Einfach himmlisch, diese Asphaltschiffe. (Ich hatte 2 davon)
    Die sahen nicht nur toll aus, sie boten auch unheimlich viel Platz sowie Fahr- und -Bedienkomfort. Ihre Ausrichtung auf lässiges Cruisen ist für das allgemeine Miteinander im Straßenverkehr viel bekömmlicher als der engstirnige "Sportsgeist" der hiesigen, heutigen Mobilität...
  4. #4

    Ich glaube

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schlusswort Tumminelli: "Geht es so weiter, kann - mit Ausnahme von Remakes wie dem Camaro und dem Challenger oder Ikonen wie dem Jeep - von einem wiedererkennbaren amerikanischen Automobildesign keine Rede mehr sein."
    das kann man mittlerweile auf jedes Autodesign übertragen.
    Ein wirkliches Wiedererkennungsmerkmal gibt es doch kaum noch.
    Alles wird dem Gott "Verbrauch" geopfert.
    Wobei Individualität eines Design damit überhaupt nichts zu tun hat.
    Schon ältere Fahrzeuge wiesen einen sehr guten cW Wert auf.
    Ich denke es liegt an dem Spielzeug Computermanufacturing und auf
    Computern und in der Fertigung kann man nun mal an effektivsten
    Arbeiten wenn man ein und das selbe Design immer und immer wieder
    durch Copy und Paste verwendet.
    Schade eigentlich.
    Aber das Ganze vermissen eh nur Menschen die im Auto noch etwas
    anderes sehen als nur einen Luft- und Platzverbraucher sehen, was generell verboten werden sollte.
    Die Ästhetik ist einer elenden Gleichmacherei gewichen.
    Individualität ist doppelplusungut
  5. #5

    Relationship

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Autos made in Amerika, da denkt man sofort an ausladende Heckflossen und Exzesse in Chrom. Doch aus den Designbüros der US-Hersteller stammen - neben erschreckend seelenlosen Entwürfen - auch schlicht schöne Fahrzeuge. Ein neues Buch hat sie alle versammelt.

    Auto-Design in den USA, erklärt von Paolo Tumminelli - SPIEGEL ONLINE
    Diese Design-Schönheiten lassen natürlich jedes Autoliebhaberherz höher schlagen, und Tachikardie droht sogar beim Anblick der StingRays. Man muss aber diese Ikonen vor dem Hintergrund des american way of life, Think Big, betrachten, und vor Spritpreisen von 18ct und darunter. Daraus resultiert dann die heutige Energiebilanz der USA, die in Relation zur Einwohnerzahl den welthöchsten Energieverbrauch haben. Somit können diese Schönheiten gleich mit den Elfenbeinschnitzereien zu den kulturhistorischen Verirrungen gezählt werden. Obgleich: so ein Caddy oder Chevy oder Mac oder Pitty(Peterbuilt) oder oder ist doch geil, oder?
  6. #6

    ich finde es schade, dass heute kaum noch hersteller dem mut haben markant aus der masse herauszustechen. die meisten retromodelle finde ich recht ansehnlich. man kann ja das alte design durchaus übernehmen und trotzdem günstige cw-werte oder schutzmaßnahmen berücksichtigen. leider sind die meisten autos nur noch weichgespült...
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Autos made in Amerika, da denkt man sofort an ausladende Heckflossen und Exzesse in Chrom. Doch aus den Designbüros der US-Hersteller stammen - neben erschreckend seelenlosen Entwürfen - auch schlicht schöne Fahrzeuge. Ein neues Buch hat sie alle versammelt.

    Auto-Design in den USA, erklärt von Paolo Tumminelli - SPIEGEL ONLINE
    Dieser Buick ist neben dem Peugeot 402 Pourtout wahrscheinlich das schönste Auto, das jemals entworfen wurde (wobei dieser von 1937 ist) Die Franzosen haben damals zum Teil großartige Autos gebaut- ganz im Gegensatz zu den neueren Modellen.

    1937 Peugeot 402 Darl'Mat Pourtout Images, Information and History | Conceptcarz.com
  8. #8

    Massenmotorisierung

    Zitat von acitapple Beitrag anzeigen
    ich finde es schade, dass heute kaum noch hersteller dem mut haben markant aus der masse herauszustechen. die meisten retromodelle finde ich recht ansehnlich. man kann ja das alte design durchaus übernehmen und trotzdem günstige cw-werte oder schutzmaßnahmen berücksichtigen. leider sind die meisten autos nur noch weichgespült...
    Es geht ja nun leider nicht, dass ein Jeder mit einem, wenn auch schönen, Scheunentor auf vier Rädern rumdüst cw-Wertmäßig, und dabei 30L/100Km verbraucht. Wer von A nach B will, kann das doch auch in einem der wunderschönen großen Citroen(wie bekomme ich die zwei Punkte a. d. e?) oder Peugeot tun, und für die Sonntagsausfaaht wartet ein Wanderer für den Single-Nostalgiker oder ein Opel Kapitän-
  9. #9

    Punkte

    Zitat von pcpero Beitrag anzeigen
    (wie bekomme ich die zwei Punkte a. d. e?)
    So: ë

    (Alt + 0235)