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Amerikanische Syrien-Politik: Warum Obama zögert

DPASyriens Regime führt einen Krieg gegen die eigene Bevölkerung, gilt als verlängerter Arm des Iran, unterstützt Hamas und Co. Dennoch hält sich US-Präsident Obama zurück, eine militärische Intervention kommt für ihn nicht in Frage. Eine vergebene Chance?

http://www.spiegel.de/politik/auslan...846691,00.html
  1. #1

    Nein,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Syriens Regime führt einen Krieg gegen die eigene Bevölkerung, gilt als verlängerter Arm des Iran, unterstützt Hamas und Co. Dennoch hält sich US-Präsident Obama zurück, eine militärische Intervention kommt für ihn nicht in Frage. Eine vergebene Chance?

    Die USA wollen keinen militärischen Krieg gegen Syrien - SPIEGEL ONLINE
    das ist keine vergebene Chance, das ist vernünftige Politik! Denn wer will sich schon in einen Bürgerkrieg einlassen, der in einer weiteren Diktatur enden wird. Das nach Assad eine islamische Regierung die Fäden ziehen wird, ist ja nun mehr nur ein bißchen wahrscheinlich und wer sich schon mit Menschen solidarisieren, die die Menscherechte mit Füssen treten. ich bleibe jedenfalls dabei, wir dürfen uns da nicht einmischen, und auch wenn die sich alle gegenseitig massakrieren, so ist und bleibt das immer noch ein Problem der syrischen Gesellschaft. Das ist nicht und das darf nicht das Problem des Westens werden. Sollen sich doch diesmal die angrenzenden arabischen Länder mit den Syrern solidarisieren, die Russen oder meinetwegen auch die Chinesen, aber bitte lasst nicht schon wieder eine westliche Regierung in der Krieg ziehen. Da wird nichts gutes draus!
  2. #2

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Syriens Regime führt einen Krieg gegen die eigene Bevölkerung, gilt als verlängerter Arm des Iran, unterstützt Hamas und Co. Dennoch hält sich US-Präsident Obama zurück, eine militärische Intervention kommt für ihn nicht in Frage. Eine vergebene Chance?

    Die USA wollen keinen militärischen Krieg gegen Syrien - SPIEGEL ONLINE
    "Eine vergebene Chance?" Es gab in den letzten 20 Jahren sicherlich genug Chancen, dass syrische Regime zu schwächen oder ggf. ohne Militär zu stürzen aber man hat es unterstützt und Assad sowie seine achso hübsche, intelligente und weltoffene Frau wurden in allen westlichen Staaten hofiert. Auch damals war das syrische Regime eine folternde und tyrannisierende Diktatur. Es hat sich nur niemand, auch die Presse nicht, dafür interessiert. Aber jetzt soll der Westen sein Munitionsarsenal über das syrische Volk abwerfen. Die Munitionsproduzenten warten bereits auf neue Bestellungen.
  3. #3

    Mehr Hilfe zum Töten?!

    "Unsere Politik hat sich ein klein wenig verändert", zitierte die Nachrichtenagentur Reuters in dieser Woche eine Person, die mit der US-Syrien-Politik vertraut sein soll: "Wir selbst töten niemanden, aber wir leisten mehr Hilfe."
    Ist das eventuell etwas unglücklich zitiert? Oder ist tatsächlich gemeint, dass man jetzt mehr Hilfe zum Töten leistet anstatt es direkt zu tun?

    Könnte man statt "Töten" dann nicht wenigsten "Demokratisieren" als Schlagwort verwenden?
  4. #4

    Zum Glück

    Was folgt nach Assad? Eine Islamistische Diktatur die alle Menschen unterdrückt nicht nur die politisch Andersdenkenden?? Ist das besser? Im Moment sehe ich überall im Nahen Osten das die Pest gegen die Cholera getauscht wird. Und das noch mit westlicher Unterstützung. Osama Bin Laden lässt grüßen ...
  5. #5

    irreal

    im moment wäre ein westliches eingreifen viel zu risikobehaftet und auf grund dieser nichtbeherrschbarkeit ein fehler, wie ein stochern im nebel, darin ist der westen zwar meister, aber man hat hoffentlich dazugelernt.

    der westen sollte nur eingreifen wenn ein sieg sicher ist, wie in libyen.

    so sieht es jedoch im moment nicht aus, deshalb finger weg.
  6. #6

    In diesem Krieg wird gelogen, dass sich...

    die Balken biegen.
    Eines vorweg: Assad ist alles andere als ein Menschenfreund und Demokrat. Wenn er also die Macht verlöre, wäre das alles andere als schlimm.
    Aber: Die Opposition ist eine von Saudi Arabien und Katar mit Waffen aufgerüstete Rebellen-Armee, die das Ziel hat Syrien für die Suniten zu erobern. Das ist im Übrigen das gleiche Saudi-Arabien, das massiv in die Salafisten-Bewegung in Deutschland investiert!

    Wenn ich also die Alternativen betrachte, dann weiß ich nicht, ob am Ende das Assad-Regime nicht vielleicht doch die bessere Alternative ist. Mir kommt die Blödheit des Westens (USA und EU) genau so kurzsichtig vor, wie die amerikanische Unterstützung der Mudschahedin im Afghanistan-Krieg der UdSSR ab 1980. Man hat diejenigen Kräfte unterstützt, die einen am Ende selber verfolgen. Den Sunitischen Rebellen (von Saudis Gnaden) traue ich jedenfalls keinen Meter über den Weg.
  7. #7

    Geschichtsvergessen

    Beschämend ist hier primär die totale, bornierte Geschichtsvergessenheit der ganzen "Twenty-somethings" in den Redaktionen der westlichen Medien, die anscheinend nie was vom libanesichen Bürgerkrieg gehört haben!
    Auf genau so ein Szenario steuert Syrien zu - es gibt nicht einfach nur zwei Konfliktparteien, sondern ein gutes Dutzend inklusive Kurden, Alt-Baathisten, den palästinensischen Exilanten, Christen, Drusen etc. etc.
    Obama tut gut daran, Zurückhaltung zu zeigen und sich nicht von der Journalie in einen hochkomplexen Konflikt hineintreiben zu lassen! Die sog. "vierte Macht" im Staate beweist mal wieder ihre grandiose Unreife.
  8. #8

    Warum auch direkt intervenieren?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Syriens Regime führt einen Krieg gegen die eigene Bevölkerung, gilt als verlängerter Arm des Iran, unterstützt Hamas und Co. Dennoch hält sich US-Präsident Obama zurück, eine militärische Intervention kommt für ihn nicht in Frage. Eine vergebene Chance?

    Die USA wollen keinen militärischen Krieg gegen Syrien - SPIEGEL ONLINE
    Warum sollten die USA direkt militärisch intervenieren? Sie lassen diesmal andere die Drecksarbeit machen. Z.B. die Saudis, die Engländer und die vielen Fanatiker aus dem sunnitischen Extremistenlager, die es sich als religiöse Heldentat anrechnen, Christen zu liqudieren. Es läuft doch auch so alles, wie sich Washington und seine Partner das wünschen: Beseitigung der eher weltlich orientierten Baath-Partei, Zerstückelung des Landes, womit ein Einflussfaktor in der Region wie auch ein Bündnispartner des Irans entfällt.

    Ausserdem ist es zunehmend unwirtschaftlich, selbst die Kriege zu führen, wenn so viele "Partner", wie Saudis, Katar, Wahabiten, Salafisten, Al Kaida darauf brennen, die Region religös gleich zu schalten. Würde die westliche "Werte"gemeinschaft es mit ihren Werten ernst nehmen, würde sie versuchen mäßigend auf alle Beteiligten Einfluss zu nehmen, statt im Netz oder durch Geld und Waffenlieferungen die Strippen zu ziehen. Aber das iranische Erdöl und -gas sowie die damit verbundenen Gewinne sind zu verlockend, und sie sind letztendlich das Ziel.
  9. #9

    Wir selbst töten niemand

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Syriens Regime führt einen Krieg gegen die eigene Bevölkerung, gilt als verlängerter Arm des Iran, unterstützt Hamas und Co. Dennoch hält sich US-Präsident Obama zurück, eine militärische Intervention kommt für ihn nicht in Frage. Eine vergebene Chance?

    Die USA wollen keinen militärischen Krieg gegen Syrien - SPIEGEL ONLINE
    Diesen Satz muss man sich doch mal langsam wiederholen !
    Die USA töten also niemanden in Syrien ?
    Aber sie helfen dabei wenn die FSA den Krieg in die Wohnviertel von Aleppo trägt.
    der Spiegel Online berichtete am 23.7.2012 darüber mit der Headline:

    "Aleppo: Rebellen tragen Krieg in Assads Wirtschaftszentrum"

    Und weiter: "Aleppo gilt als Hochburg von Präsident Baschar al-Assad, nun rufen die Rebellen zum Kampf um Syriens Wirtschaftszentrum auf."
    Und dann noch den Hinweis, dass unser Bundesaußenminister Westerwelle darin einen Wendepunkt im Konflikt sieht.
    Und jetzt schickt Obama jetzt Frau Clinton ihre Sprecherin Victoria Nuland vor und lässt sie sagen:
    "Es besteht die Sorge, dass wir in Aleppo ein Massaker sehen werden, und dafür scheint das Regime in Aufstellung zu gehen."
    Und weiter:
    "Wir sprechen hier von einem Angriff auf enge Straßen in der Stadt, die von Zivilisten bevölkert werden."
    Hier wird also von einem Angriff der Regierungstruppen auf Zivilisten gesprochen.

    Verkehrte Welt !
    Die USA unterstützen die FSA bei dem Angriff auf das bis dahin friedliche Aleppo und dann wenn die Regierungstruppen Aleppo verteidigen, wird von einem Angriff der Regierungstruppen gesprochen.
    Man kann ja auch eine alte Frau die Treppe runter stossen und dann nachrufen, warum sie denn so schnell laufe, sie könne sich dadurch doch verletzen.

    Genau so zynisch kommen mir die Worte der Frau Nuland vor.
    Denn um das Wohlergehen der zivilen friedliche Bevölkerung Aleppos kümmerte sich die von den USA unterstützte FSA einen Dreck, als sie den Krieg bewusst in die Wohnviertel der Stadt Aleppo trug.
    Aber wie gesagt:
    Wir selbst töten niemand








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