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Amazons Logistik: Chaos*bringt Effizienz

Wie viele Versandzentren braucht ein Versandhaus? Kommt drauf an, wie viele Päckchen zu packen sind: Bei Amazon können es vor Weihnachten*schon einmal Millionen werden - an einem Tag. Die Zahl der Versandzentren wächst rapide. Wir haben das Neueste besucht.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...804092,00.html
  1. #30

    Das ist kein Chaos, was Amazon hat. Nur ein sehr effizientes Warenmanagementsystem. Und die verbleibende Ineffizienz wird durch den hohen Warendurchsatz minimiert.

    Wie kann man hier von Chaos sprechen? Chaos ist es erst dann, wenn niemand mehr den Ueberblick hat, wo welche Ware gelagert ist, und wie viel noch uebrig ist. Offensichtlich ist dies nicht der Fall, die Software von Amazon behaelt den Ueberblick.
  2. #31

    Zitat von holgrio Beitrag anzeigen
    Und da haben wir den nächsten Knackpunkt: ich habe inzwischen aufgegeben, Preise im www zu vergleichen - am Ende lande ich doch IMMER bei amazon. Deren Preispolitik ist sagenhaft. Man kann regelrecht zusehen, wie sie die Preise selbst an aktuelle Prospekte von Media Markt & Co. anpassen.
    Ich kaufe seit über 10 Jahren bei amazon - Bücher, DVDs, Küchengeräte, Fernseher, Spielzeug. Noch nie - wirklich noch NIE - irgendwelche Probleme oder Stress gehabt.
    Für kleinere Dinge lasse ich das gelten und mache es genau so. Bei größeren Anschaffungen (notebook, etc.) lohnt sich allerdings der Preisvergleich. Da KANN Amazon vorne liegen, aber in der Regel ist das nicht der Fall.
  3. #32

    Zitat von pumba Beitrag anzeigen
    da gebe ich Ihnen absolut recht. ich schuettele noch heute regelmaessig mit dem kopf, wenn meine frau bei einem anderen versender bestellt hat, und die waren erst nach 6 wochen bei uns eintreffen.

    jeder versender, der da meckert, sollte zunaechst einmal von amazon lernen und seine prozesse anpassen.
    Nicht zu vergessen der wesentlich professionellere Umgang mit Rücksendungen. Und eine Preisgarantie haben die schon seit Jahren, womit Media Markt momentan als 'Weihnachtspreis' wirbt. Man muss allerdings aktiv selbst aktiv werden, um den niedrigeren/gefallenen Preis zu bekommen, falls man es merkt.
  4. #33

    Da die meisten Leute Amazon nur als Kunde kennen, dreht sich die Diskussion nur darum, wie Amazon die Kunden behandelt, klar, top, keine Frage.

    Aber es könnte nicht ausserhalb der Vorstellungswelt der Diskutanten liegen, dass der Umgang mit Mitarbeitern und mit Lieferanten evtl. ein anderer sein könnte?

    Dass kleinere Firmen in die Pleite getrieben werden, weil sie bei Amazon ausgelistet werden, wenn sie nicht Rabattkonditionen zugestehen, die sie über kurz oder lang ebenfalls in die Pleite treiben werden, kommt nicht ganz so selten vor. Und dass mit noch steigender Marktmacht dieser Prozess noch zunehmen wird, weil die etablierteren Mitspieler, allen voran Media-Saturn, aufgrund interner Querelen auf dem Rückzug sind?

    Ich will damit keineswegs sagen: "Amazon ist böse, kauft da nicht", aber ein bisschen mehr Reflexion über das eigene Einkaufsverhalten wäre schon auch nicht schlecht.
  5. #34

    oft noch im letzten Jahrhundert beheimatet

    Zitat von holgrio Beitrag anzeigen
    Und da haben wir den nächsten Knackpunkt: ich habe inzwischen aufgegeben, Preise im www zu vergleichen - am Ende lande ich doch IMMER bei amazon. Deren Preispolitik ist sagenhaft. Man kann regelrecht zusehen, wie sie die Preise selbst an aktuelle Prospekte von Media Markt & Co. anpassen.
    Ich kaufe seit über 10 Jahren bei amazon - Bücher, DVDs, Küchengeräte, Fernseher, Spielzeug. Noch nie - wirklich noch NIE - irgendwelche Probleme oder Stress gehabt.
    Amazon weiß das. Es gibt bei den treuen Amazonkunden eine Preis-Schmerzgrenze, die den akzeptierten Mehrpreis zum niedrigsten Internetpreis darstellt.

    Diese Differenz ist der Kunde für die schnelle, stressfreie Lieferung und das extrem kundenfreundliche Verhalten bei Reklamationen bereit zu zahlen.

    Viele Kunden nutzen den gegen eine Pauschale gewährten Prime-Versand. Hier sind die Market-Händler die Schwachstelle, denn auch wenn sie ebenfalls versandkostenfrei liefern, ist deren System oft noch im letzten Jahrhundert beheimatet.
  6. #35

    Service

    Zitat von aaback Beitrag anzeigen
    Ob ein Versandhandel gut funktioniert ist in erster Linie von den Zustelldiensten wie Post, Hermes oder UPS abhängig und bei vielen, die nie zuhause sind, weil sie Geld verdienen müssen,vom Goodwill der Nachbarin im Erdgeschoß. Sonst schmeißt der Bote das Päckchen auch gern mal vor die Haustür.
    Das darf er doch gar nicht. Er muss sich den Empfang per Unterschrift auf dem entsprechenden Gerät bestätigen lassen, auch wenn er es Nachbarn abgibt. Vor der Haustür bekommt er die nicht.

    Der Krampf bei der Zustellung und die verlangte Vorkasse, die mir das erhebliche Versandrisiko aufbürdet, halten mich vom Versandhandel ab.
    Amazon bucht immer erst nach dem durch die oben genannte Unterschrift bestätigen Empfang ab. Wo ist das Risiko? Ich bestelle seit vielen Jahren vorwiegend im Versandhandel und hatte noch nie das geringste Problem.
    Eine winzige Ausnahme gab es einmal:
    In einem Paket des Versenders Spiele-Offensive fehlte ein Spiel. Obwohl der Versender laut seiner Packliste überzeugt war, es hineingelegt zu haben, wurde es problemlos und natürlich kostenlos nachgeliefert.

    Warum soviele Leute sich das in unserer Servicwüste antun, kann ich nicht verstehen.
    Ich kann nicht verstehen, warum man diese Möglichkeiten nicht nutzt. In unserem kleinen Ortsteil bekomme ich viele Dinge nicht direkt. Bücher kaufe ich natürlich in unserer kleinen Buchhandlung, nicht bei Amazon. Aber viele andere Dinge muss man dann bestellen oder in der Stadt kaufen. Dazu muss ich 15 km fahren, einen Parkplatz suchen und bezahlen und noch viel herumlaufen. Das kostet also viel Zeit und Geld.

    Selbst wenn im Versandhandel mal eines der von Ihnen genannten Probleme aufgetreten wäre, wäre es unter dem Strich noch ein Gewinn für mich.

    Also: Ich kann nicht verstehen, warum man sich den mühseligen und kostenintensiven Einkauf in der Stadt antut, wenn es per Versand so viel einfacher und kostengünstiger geht. (Ausnahme: Kleidung probiere ich lieber an, würde ich nicht per Versand kaufen.)

    Gruß, Horst
  7. #36

    ||||||

    Zitat von Wunderheiler Beitrag anzeigen
    Das ist für manche auch undenkbar, denn viele Chefs sehen das nicht gerne. In meiner Firma beispielsweise wurde vor einigen Monaten ein Newsletter verschickt, dass die Angestellten doch bitte nicht mehr massenhaft ihre private Post und Pakete an die Arbeit schicken lassen sollten. Und ich kann das auch verstehen. Bei manch größerer Firma (100 Mitarbeiter oder mehr) kann es sicherlich nerven, wenn die Sekretärin alle 5 oder 10 Minuten rausrennen muss, um mal wieder private Pakete irgendeines Mitarbeiters entgegenzunehmen.
    Naja, so ist es ja in der Realität nicht - die Pakete kommen ja nicht einzeln... Wir sind so ca. 50 Mitarbeiter, und schon ab der Grössenordnung ist es eigentlich so, dass jeden Tag von jedem der grossen Paketdienste Pakete kommen. Ich sage mal DHL, Hermes, DPD kommt sowieso täglich. Da muss der Empfang eben 3 mal Pakete annehmen - so oder so. Wie viele Pakete das dann sind, macht dann keinen grossen Unterschied - erspart den Mitarbeitern aber Stress wg. Abholung etc..
  8. #37

    Rückläufer

    Zitat von regina9698 Beitrag anzeigen
    Ich bin seit Jahren Amazon-Kunde und bestelle inzwischen wöchentlich. Ein Klick, fertig. Alles perfekt, vor allem auch Reklamationen und Rücksendungen werden problemlos und - wenn mal eine Mail nötig ist - freundlich und kulant erledigt.
    Das Problem dabei ist, dass inzwischen der Versand von Rückläufern (natürlich "als Neuware") deutlich zugenommen hat. Neben mir liegt gerade gestern erhaltene Ware, die sichtbar benutzt ist, obwohl sie (wieder) sehr professionell "original verpackt" wurde.
    Und von einem Druckerhersteller wurde ich kürzlich sogar gewarnt, dass bei Rücksendung eines Druckers (mit einem dem Hersteller bekannten leichten Defekt, den nicht jeder bemerkt) an amazon mit Bitte um Ersatz das Risiko bestehe, dass ich dasselbe (defekte) Gerät wieder bekomme, und ich mir deshalb vor der Rücksendung die Seriennr. notieren solle...
  9. #38

    Amazon ist ein Phänomen

    Man kann sich als alter Informatiker bei "CHIP online" gründlich mit Informationen eindecken, anschließend bei "amazon" bestellen, das Gerät auseinander nehmen und veredeln, und es anschließend an wissensgierigen, jungen Nachwuchs bei "ebay" verscherbeln, wobei man eine gebrannte CD mit allen gefundenen Informationen zu dem Gerät legt. Im anschließenden Email-Verkehr lauschen die Jungen dem Alten zwar wie ein Guru, aber die sind ganz bestimmt auch nicht dümmer als wir damals und nabeln sich innerhalb von vier wochen ab... :-)
    *
    Internet? Find ich gut!
  10. #39

    Wenn man will..

    Zitat von dweird Beitrag anzeigen
    Und mit dem Fahrrad von Rheinberg nach Holland sind es übrigens gut 40 Kilometer; da muss der fleißige und zufriedene Amazon-Kommisionierer schon möchtig strampeln...
    Er schrieb "wenn man will". 90 Minuten Fahrzeit sind ja nun kein Ding der Unmöglichkeit. Auch wenn der typische Deutsche mit seinem langsamen Baumarktrad Entfernungen über 5 km unmotorisiert für unerreichbar hält..


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