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Am Online-Pranger: Praktikanten outen Ausbeuter-Firmen

Wer keine Lust hat, während eines Praktikums nur das Chefbüro zu putzen, findet Hilfe im Internet. Dort berichten Ex-Praktikanten von ihren Einsätzen, loben sinnvolle Arbeitsstellen - und warnen vor dreisten Ausbeutern.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...712676,00.html
  1. #20

    Unqualifiziertes Gerede

    Zitat von mattwill Beitrag anzeigen
    Leistung ist schlecht und wer Ehrgeiz hat, ist ein böser Kapitalist.
    Also leistet wohl nur der Arbeitgeber was, oder? Ehrgeiz darf jeder haben, er soll nur die Schwächeren nicht schamlos ausnutzen, nur um sich die Taschen zu füllen.

    Zitat von mattwill Beitrag anzeigen
    Das sind dann diejenigen, die dann auf Seiten wie diesen Rache nehmen und Firmen in den Dreck ziehen, die andere mit mehr Grips mühsam aufgebaut haben.
    Super, dass Sie da genau Bescheid wissen, wer diese Seiten nutzt. Waren die alle mal bei Ihnen?

    Zitat von mattwill Beitrag anzeigen
    Wer wirklich glaubt, dass solche Instrumente einen brauchbaren Wert haben oder auch nur 5% der Inhalte stimmen, glaubt auch, dass die Erde von vier Elefanten und einer Schildkröte getragen wird, solange es nur in der Zeitung steht.
    Da hat aber einer Angst zukünftig keine billigen Arbeitskräfte mehr zu bekommen. LOL
  2. #21

    Daumen hoch.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer keine Lust hat, während eines Praktikums nur das Chefbüro zu putzen, findet Hilfe im Internet. Dort berichten Ex-Praktikanten von ihren Einsätzen, loben sinnvolle Arbeitsstellen - und warnen vor dreisten Ausbeutern.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/job...712676,00.html
    Prima Sache. Kompliment SPON auch mal darüber zu berichten, wie man sich zur Wehr setzen kann.
  3. #22

    Politik ist schuld

    Zitat von grumsch Beitrag anzeigen
    Warum denn "Ironie/Aus"? Leider ist die Ironie der Wahrheit und vor allem der Realität bedenklich nahe.
    Profitmaximierung ist oberster Leitsatz jedes Unternehmens. Und was ist der Maximierung im Wege? Genau, die Verträge der Angestellten, in denen Gehalt, Urlaub und sonstige Leistungen festgehalten sind. Arbeitgeber beklagen sich ständig über die immensen Kosten, die das Humankapital verursacht. Hm, Kosten-Nutzen? Tja, deshalb verstehe ich gewisse Kreise in Politik und Gesellschaft, die a. keine Mindestlöhne wollen, b. Praktikantenstellen ohne gesetzliche Regelungen belassen und c. ständiges Drohgebaren gegenüber jenen, die soziale Gerechtigkeit wünschen.
    .....

    Die Unternehmensinteressen sind ja legitim, der Skandal ist, daß die Politik in den zurückliegenden Jahrzehnten sehend diesen Wildwuchs und diese Verhöhnung der Lohnabhängigen und Anstellungssuchenden nicht nur hingenommen, sondern aktiv (Gesetzgebung) unterstützt hat.
    Die Unternehmen lachen sich ob des von der Politik zugespielten Balls nur ins Fäustchen.
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  4. #23

    lustig, die Haltungen hier ...

    Ausbeuter sind allenfalls die Gewerkschaften. Sie leisten nichts, hetzen nur, sorgen für Wohlstandsverluste, schüren Klassenkampfmentalität und propagieren sogar offen den Sozialismus - eine kollektivistische totalitäre Ideologie, die prinzipiell zu Mangel, Armut und Unfreiheit führt. Wann kommt eigentlich die erste Webseite, welche die Ausbeutung der Allgemeinheit durch Gewerkschaftsfunktionäre, die ein leistungsloses Einkommen erzielen, anprangert?

    Im übrigen ist dieser Online-Pranger für Praktikumsbetriebe auch deshalb sehr fragwürdig, weil ein dort vorhandener Bericht höchst subjektiv das Empfinden des jeweiligen Praktikanten zu einem bestimmten Zeitpunkt im Unternehmen in einem ganz bestimmten Kollegenkreis bei einem ganz bestimmten Praktikumsbetreuer widerspiegelt. Ein indiskutabel verlaufenes Praktikum bei Frau Meier in der Abteilung X mag bei Frau Müller in der Abteilung Y ein Jahr später ganz anders bewertet werden. Wenn jetzt zufällig nur ein negativer Bericht drinsteht bei einer relativ kleinen Firma, dann schreckt das viele ab, obwohl die für die schlechte Praktikumserfahrung verantwortliche Frau Meier vielleicht schon längst nicht mehr im Unternehmen ist und Folgepraktikanten auf tolle Bedingungen stossen würden.

    Dieses ganze Bewertungsportal ist einmal mehr eine krampfige, hilflose Aktion, getrieben durch unnötige und unverantwortliche Gewerkschaftshetze.
  5. #24

    Praktika vs. Mißbrauch von Praktika

    Das Phänomen Praktika resp. Dauer(Schein)praktika per Endlosschleife mit regelmäßiger personeller Neubesetzung, d.h. die missbräuchliche Aushöhlung von Praktika ausschließlich zur Unterwanderung vertraglich geregelter Erwerbsarbeit ist besonders stark in der Medienbranche ausgeprägt. Dort ist es längst zum ungeschriebenen Gesetz geworden „freie Kapazitäten“ weitestgehend über Praktika - mit allerdings qualifizierten selbstständig arbeitenden und erfahrenen Kräften - zu besetzen, nicht selten vollständig unbezahlt oder extrem unterbezahlt.

    In der „Zeit“ war dazu kürzlich auch ein „Erfahrungsbericht“ einer Fachkraft mit relevantem Hochschulabschluss, die von den vergütungstechnisch- und vertraglich konditionell regelrecht verwahrlost bis katastrophalen Zuständen in der (Medien)Branche für das Bsp. Berlin berichtete.

    In etwa mit einem verschlagenen Augenzwinkern wird das Phänomen meißt am Rande diskret kommentiert------wir haben auch Praktikanten------was das Codewort übersetzt bedeutet, bezogen auf diese Branche ist zumindest bei den Anbietern der Praktika in der Regel ein offenes Geheimnis – nicht so bei allen (hoffnungsvollen) Praktikanten.

    Der Widerspruch ist nur allzu häufig offenbar. Sehr viele Firmen dieser Branche halten eine „kleine Reservearmee“ motivierter und hochqualifizierter Fachkräfte, die sich „rechnen“ in ständiger Verfügung. Ginge es um die mögliche Perspektive einer sich an die Praktika anschließende regulär bezahlte Festanstellung/freiberuflichen Anstellung, dann bräuchte man nicht den überproportional verdächtig hohen Anteil an zyklischen Praktikanteneinstellungen mit dem Hunger auf immer neue hochmotivierte Kandidaten mit unverbrauchter „Hoffnung“ per Endlosschleife am laufen zu halten.
    Es sind gewinnmotivierte Argumente auf Kosten nur einer Seite (der Praktikanten-Reservearmee) welche dieses Fließband am laufen halten.

    In anderen EU-Staaten mit Lohnuntergrenzen bleibt das Praktikum auf den unmittelbar verpflichtenden Ausbildungskontext/AusbildungsZEITRAUM beschränkt, was dem Marktwert vergleichbarer regulärer Beschäftigungsverhältnisse Rechnung trägt und diesbezügliches Lohndumping in qualifizierten Berufen per Gesetz verbietet. In D. sind wie generell bei diesem Thema Tür und Tor für Missbrauch weit einladend geöffnet und sollen es hier laut jüngster FDP-Verlautbarung auch bleiben.......es rechnet sich!

    Der Gesetzgeber erlaubt und fördert dieses Unterwandern regulär vergüteter, qualifizierter Erwerbsarbeit damit ausdrücklich! So nimmt sich die Wirtschaft den Freiraum wozu sie durch offensichtliche Gesetzeslücken geradezu „genötigt“ wird.
  6. #25

    Ausbeutung mit dem Persilschein Praktika

    Der inflationären frühkapitalistischen Ausbeutung durch die Ersetzung bezahlter Stellen mit minder oder gar nicht bezahlten Praktikantenstellen muß gesetzlich ein Riegel vorgeschoben werden. Hat in der Form mit Praktika häufig genug gar nichts oder wenig zu tun!
  7. #26

    gegen den strom!

    auch wenns vielleicht nicht vergleichbar ist, aber als ich junggeselle in meinem betrieb war und einen praktikanten zugeteilt bekommen hab, hab ich immer geschaut das er auch was von mir über den beruf und die tätigkeit lernt. das heisst für mich das ich seine fragen so gut wie es geht beantworte und ihm auch von mir aus wichtige oder interessante dinge zeige oder erkläre. im motorenbau ist es nicht hilfreich dinge nur oberflächlich zu erklären, man muss auch schonmal weiter ausholen und ausführlicher werden um zusammenhänge deutlich zu machen. da mein betrieb aber praktikanten nur eingestellt hat, weil man das als mittlerer betrieb in dem bereich nunmal so macht, war die akzeptanz weder bei kollegen noch vorgesetzten groß, ein paar minuten darauf zu verwenden, dem praktikanten zu erklären was wir da eigentlich gerade genau machen. praktikanten hatten vom vorgesetzten nichtmal den üblichen tätigkeitsbereich "fegen" zugeteilt bekommen, sprich wenn die kollegen sie nicht aus reinem eigeninteresse dazu verdonnert hatten, blieb ihnen meistens nicht viel anderes als 8 std. rumzustehen, natürlich unbezahlt. ich fand es persönlich eigentlich immer sehr positiv wenn sich ein praktikant für den beruf interessiert hat und ich ihm das tätigkeitsfeld ein wenig näher bringen konnte, damit er seine berufswahl vielleicht auch ein wenig objektiver angehen kann. leider sind praktikanten im handwerklichen bereich für die meisten leider nicht mehr als "einfache handlanger" ohne rechte und bezahlung.
  8. #27

    ?

    Zitat von DasAndichen Beitrag anzeigen
    Im übrigen ist dieser Online-Pranger für Praktikumsbetriebe auch deshalb sehr fragwürdig, weil ein dort vorhandener Bericht höchst subjektiv das Empfinden des jeweiligen Praktikanten zu einem bestimmten Zeitpunkt im Unternehmen in einem ganz bestimmten Kollegenkreis bei einem ganz bestimmten Praktikumsbetreuer widerspiegelt.
    Und Sie trauen Hochschulstudenten tatsächlich nicht zu, dies selbst zu erkennen?

    Natürlich bringen 2 oder 3 Bewertungen nicht viel. Mit der Bekanntheit der Plattform nehmen aber auch die Bewertungen und Berichte zu. Und wenn der 30.Ex-Praktikant bemängelt, dass er ohne Bezahlung nur Listen abgetippt, kopiert und Kaffee geholt hat, kann man sich doch so langsam ein Bild machen. Oder noch schlimmer: wenn ein Praktikant voll einbezogen wird, als volle Arbeitskraft an Projekten mitarbeitet und dafür, wenn überhaupt, eine Aufwandsentschädigung von ein paar Hundert Euro bekommt.
  9. #28

    Mit Recherche zum Unternehmen Enttäuschungen vermeiden

    Der Artikel beschreibt sehr treffend, wie wichtig es für Praktikanten, aber auch für andere Jobinteressierte es ist, einen realistischen Blick hinter den Firmenfassaden zu erlangen-und das, noch bevor man das Praktikum oder den neuen Job antritt. Ein persönliches Gespräch mit dem Personalleiter oder der Blick auf die Homepage können zwar einen ersten Eindruck vermitteln, aber wie tatsächlich die Arbeitsatmosphäre ist, erfährt man erst, wenn man “mitten drin sitzt”-oder im besseren Fall, wenn man vorab die Möglichkeit hat, reale Eindrücke von Mitarbeitern zu bekommen. Auf www.kununu.com haben bis dato knapp 64.000 Mitarbeiter und Praktikanten ihren Brötchengeber bewertet-ein Blick darauf lohnt sich um Enttäuschungen zu vermeiden bzw. um neue Firmen kennen zu lernen.
  10. #29

    .

    Wie wäre es denn wenn unsere Studenten vor dem Studium mal was lernen würden, dann brauchten sie auch kein Praktikum.
    Mir ist eh schleierhaft warum man für einen Großteil der heutigen Tätigkeiten ein Studium braucht?
    Mir fallt da spontan Design, Theaterwissenschaften ect. ein.
    Den ganzen Mist mal abschaffen, dann wären auch genügend Resourcen für wichtige Studiengänge frei..


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