DPAKlare Worte vom früheren Bundeskanzler: Helmut Schmidt kritisiert in der ARD-Sendung "Menschen bei Maischberger" die fehlende Tatkraft Europas in der Schuldenkrise. Dem viel diskutierten Rauswurf der Griechen aus der Euro-Zone erteilt er eine Absage.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...848799,00.html
"Alter schütz vor Torheit nicht"
Er unterstützt also das Gabriel-Konzept - "gemeinsame Haftung für die Schulden aller Euro-Staaten, gemeinsame strenge Haushaltskontrolle"
Wir kennen aber schon das Ende:
Die gemeinsame Haftung klappt hervorragend, die Hauhaltskontrolle natürlich überhaupt nicht.
Da ignoriert die Verwaltung einfach alle Vorgaben, und wenn kein Geld mehr da ist wird mit dem Zusammenbruch und Bürgerkrieg gedroht. Und setzt der werte Herr Schmidf dann die Haushaltskontrollen mit der deutschen Polizei durch?
Aber Hauptsache das Geld der Deutschen wird erst mal an den ClubMed verteilt, wobei deren Superreiche weiter vom Steuern-Zahlen verschont bleiben.
Und wenn das Geld sowieso fließt, kann man alle Strukturreformen sowieso vergessen.
Aber solche Kleinigkeiten sind natürlich unter Schmidts Würde, er ist ja schließlich ein Generalist und ein edler Europäer. Was interessieren da schon noch die kleinen Deutschen.
Alle Staaten in Europa haben eine eigene Kultur und eine eigene Geschichte, eigene Traditionen. Was die Amerikaner zusammenführte, war eine gemeinsame gewaltsame Unterdrückung von Seiten der Briten. Dies ist ja in einer gewissen Art und Weise in Europa der Fall, nur monitär, denn schleichend werden die Staaten fallen, wenn Sie dem Druck nicht nachkommen "Reformen" auf den Weg zu bringen. Und selbst wenn Sie es tun, der Staat an sich hat in diesem Sinne eine gewisse Handlungsunfähigkeit was die Kredite angeht, denn Geld braucht der Staat, und wenn investiert wird, will man Resultate sehen. Ob diese "Resultate" nun mehr Privatisierung, oder Politisch wirtschaftliche Interessen sind ist hier noch offen zu legen. Der Süden hat seine eigenen Interessen, wie Sie sicher auch Frankreich hat!
Schmidt weiss, welche Wirkung seine Worte - gerade heutzutage - entfalten, fühlt er sich der Staatsrison verpflichtet und gab uns nur seine "offizielle" Meinung zum Besten. Ich hörte aus seinen Worten heraus, dass Europa sowieso den Bach runter gehe. Warum sollte er dies noch beschleunigen?
Leider gibt es solche Politiker heute nicht mehr...
An Herrn Schmidt könnten sich wohl alle - egal, welcher Partei sie angehören - ein Beispiel nehmen.
In diesem hohen Alter noch derart qualifiziert Stellung zu beziehen nötigt mir allen Respekt ab. Möge er noch lange leben und Stellung beziehen. Unglaublich, dieser Mann. Das muss wohl die oft zitierte Weisheit des Alters sein.
Solche Politiker bräuchten wir und nicht diese geltungssüchtigen, unfähigen Figuren, die nur an ihr eigenes Wohlergehen denken...
über die komplett unterschiedlichen KLIMAzonen und v.a. "innere Geldzirkulation" verliert er kein Wort
Man muss nicht jeden seiner Sätze unterschreiben, aber dem Mann gebührt einfach deswegen Respekt, weil Politiker seines Kalibers nicht nur im Regierungslager, sondern auch in den Oppositionsparteien heute absolute Mangelware sind. Er hat gut auf den Punkt gebracht, dass strategischer Weitblick, Urteilsvermögen und Tatkraft zur Bewältigung der europäischen Krise erforderlich wären. Statt dessen sehen wir nur noch Schlingerkurs, Unverbindlichkeit, Wortbrüche und Durchwurschteln bis zur nächsten Woche, eingekleidet in verlogene, sinnfreie Rhetorik, um die eigene Rat- und Perspektivlosigkeit zu kaschieren. Auch wenn es die Deutschen gar nicht gerne hören: Hinter der Schuldenkrise steckt eine Führungskrise.
Es gibt in Deutschland nur noch wenige Persönlichkeiten vom Range Schmidts. Er schafft es immer wieder, uns Deutsche vor die Glotze zu holen und gespannt zuzuhören was uns der große alte Mann zu den wichtigen Zeitthemen zu sagen hat. Auch wenn er schon lange sein Zenit überschritten hat, so ist es doch immer noch eine unterhaltsame Mischung aus Wirtschaftskompetenz und ein wenig Selbstinszenierung.